Wiener Backhähnchen aus dem Ofen – nach guenstig-kochen.at

Backhendl finde ich auch 5 Jahre später immer noch super besonders. Ich schaffe es wohl einmal im Jahr selbst welche zu machen und das sind für mich echte Feiertage. Dieses Backhähnchen hat sich auf zweierlei Art von selbst ergeben. Erstmal habe ich das bei Franz Emeder gesehen. Der betreibt die Webseite guenstig-kochen.at und ich mag seine Art zu kochen weitestgehend. Vor allem kann ich mir das auch noch gelegentlich Zubereitungsarten abschauen, die ich so noch nie gemacht habe. Backhendl ist für mich eher etwas zum Ausbacken in Fett, aber hier werden die im Backofen auf dem Backblech gebacken. Das spart natürlich immense Mengen Fett ein. Der Grund warum ich überhaupt Huhn zuhause hatte, war Prinzessin Schnekerliese. Ich habe Samstag zwei 20 Liter Töpfe Brühe gekocht. Einen mit Gemüse und auf speziellen Wunsch einen Topf mit Fleischbrühe. Ich hätte Rind genommen, aber Madame wollte lieber Huhn haben.

Zutaten:

2 x Hähnchen je 1,3 Kilo
1 tiefer Teller Mehl
8 Eier
1/2 Tonne Paniermehl
Salz
Pfeffer
Zitronenspalten
150 Milliliter Raspsöl

Kartoffelsalat mit Gurke und Brühe (anklicken)

Ihr könnt das Rezept mit rohem Fleisch, oder auch mit dem Fleisch aus der Brühe kochen. Meine Brühe stand vier Stunden auf dem Herd und hat nie gekocht. Deswegen ist das Fleisch sehr zart. Ich habe es an einem Stück mit einem Kochlöffelstiel aus der Brühe gefischt, abkühlen lassen und dann in Alufolie gewickelt im Kühlschrank übernachten lassen. Dann wird die Fleischfaser wieder fest.

Das Huhn lässt sich am nächsten Tag ohne zu fasern zerteilen.

Ich zerteile das Huhn in sechs bis 8 Teile. Die Flügel, die Keulen, die Brust links und recht teile ich auch noch einmal auf. Wenn nur Erwachsene am Tisch sind, kann man auch größere Teile lassen, ich muss das aber immer eher kindgerecht aufteilen.

Huhn halbiert.

Keule und Flügel abtrennen

Brust halbieren

Hier sind dann zwei Hühner zerlegt.

Die Panierstraße ist wie immer einfach aufgebaut.

Eine Schüssel Mehl

Eier

Ich habe für den Geschmack eine Srirachasoße genommen, aber Salz und Pfeffer, wären traditionell.

Eier verschlagen

Paniermehl selbst gerieben.

Fleisch an den Start bringen und schon geht es los.

Hähnchenteil von beiden Seiten ins Mehl drücken

Dann haftet das Ei hinterher besser.

Anschließend durch das verquirlte Ei ziehen

Ei muss überall haften

Danach ins Paniermehl drücken

Wenn das nicht überall haftet, noch einmal zurück ins Ei gehen und dann erneut panieren.

Das Panieren geht gut von der Hand.

Nun bereiten wir das Backblech vor.

150 Milliliter Rapsöl mit dem Pinsel auf einem Backblech verstreichen

Den Ofen auf 180 – 200 Grad Umluft anstellen, je nach gewünschtem Bräunungsgrad.

Mit dem Rest vom Öl bestreichen wir gleich die Hähnchenteile, wenn sie auf dem Blech liegen

Aufpassen, dass man die Panierung nicht wieder runter wischt.

Nun geht es für das Blech ab in den Ofen. Nach 25 Minuten ist wenden angesagt.

Zitronen in Spalten schneiden

Den Zitronensaft kann man später auf der Huhn tropfen lassen. Das ist sehr lecker.

Die stellen wir erstmal zur Seite

Umdrehen nach 25 Minuten. Ich hatte erst 180 Grad, das erschien mir zu kalt, aber das kommt immer auf den Ofen an. Deswegen habe ich mit 200 Grad weiter gemacht.

Das sieht schon ganz o.k. aus, Panierung hält auch gut am Fleisch, was will man mehr?

In den folgenden 25 Minuten wird das Fleisch schön braun. Nicht so schön braun wie in Öl, aber wir lassen uns mal überraschen.

Serviert mit einem Kartoffel-Gurkensalat

Das Fleisch ist toll. Sehr zart, die Panierung ist knusprig. Ich habe direkt auf der Haut paniert. Dafür führen sie in Österreich regelrechte Glaubenskriege aus. Wer es lieber ohne Haut mag, kann die Haut vor dem Panieren entfernen und dann auf das nackte Fleisch panieren. Ich bin aber Team Haut panieren.

Das Fleisch löst sich wie von alleine vom Knochen, mit Zitrone ist es sehr spritzig.

Ich liebe dieses Gericht und könnte das viel öfter essen. Wenn ich den Vergleich beurteilen sollte zwischen in Fett ausbacken, oder Ofen, dann gewinnt bei mir das Fett, aber natürlich macht das dann mehr Geruch, hat mehr Kalorien. das muss jeder selbst wissen, was ihm wichtiger ist. Meine Frau würde diese Methode bevorzugen. Das Rezept ist auf jeden Fall zu empfehlen.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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