Kartoffelfrikadellen nach Meisterkochkarte

Mein persönlicher Spaß beim Kochen ist es alte, oder ältere Rezepte zu sichten, zu entrümpeln und natürlich auch zu kochen. Fleisch war früher knapp und teuer und deswegen wurde versucht das Gefühl von Fleisch zu vermitteln, auch wenn es kein Fleisch, oder nur wenig fleischiges gab. Bis in die Nullerjahre der Zweitausender Jahre hinein, war es wirklich schwer irgendwas komplett Fleischfreies zu finden, weil sich überall noch Speck, Wurst, oder Schinken versteckt hatte. Damals galt es auch noch als vegetarisch, wenn man Vegetariern, die Salzkartoffeln mit Bratensoße, aber eben ohne den dazugehörigen Braten serviert hat. Die Kartoffelfrikadellen haben eigentlich keinen tieferen Sinn als gut zu schmecken, denn Fleischfressern sind die generell nicht fleischig genug, aber Vegetarier stören sich verständlicherweise am Speck. Für mich ist das deswegen so eine Art Hybridgericht für meine Frau, wenn sie wieder “irgendwas mit nicht so viel Fleisch” haben will, mit dem man aber auch die Kinder beglücken kann, weil es knuspert und gut schmeckt und mit Kartoffeln ist. Das Rezept ist adaptiert von einer “Meisterkoch” Kochkarte, von irgendwann zwischen 1985 und der Erfindung des Internets. Original ist da auch noch Leberwurst drin, aber ich mag weder dieses Schmierige, noch den Nachgeschmack von Leberwurst, deswegen fällt das bei mir aus.

Zutaten für 4 Personen:

750 Gramm Pellkartoffeln
2 Zwiebeln
50 Gramm Speck
2 Eier
1 Teelöffel Majoran
1 Teelöffel Salz
1/2 Teelöffel Pfeffer oder 1 Prise Chiliflocken
2 Esslöffel Mehl (Weizen)
1 tiefer Teller Paniermehl
Butter und Rapsöl


Kartoffeln abwiegen

Kartoffeln 23 bis 25 Minuten kochen

Danach Kartoffeln ausdampfen lassen

Kartoffeln durch die Kartoffelpresse jagen, dann muss man sie nicht einmal pellen.

Das geht auch super schnell

Zwiebeln abziehen

Zwiebeln abziehen

Zwiebeln zur Seite stellen

Speck auslassen bei mittlerer Hitze

Eier zu den gepressten Kartoffeln geben.

Majoran, Salz und Pfeffer

Zwiebeln zum Speck geben, wenn das Fett schon glasig ist und wegbrät.

Wenn die Zwiebeln Farbe bekommen, kommt der Pfanneninhalt zum Kartoffelteig

2 Esslöffel Mehl

Muss kein 00 Mehl sein, kann auch ordinäres Haushaltsmehl sein

Teig verkneten

Teig in 6 bis 8 Kartoffelfrikadellen aufteilen

Wenn man das Brett vorher bemehlt geht es insgesamt einfacher und klebt nicht an den Händen

1 Teller Paniermehl

Frikadellen formen

Kartoffelfrikadellen von beiden Seiten ins Paniermehl drücken

Knapp daumenhoch, neutrales Pflanzenöl einer Pfanne erhitzen. Kartoffelfrikadellen pro Seite vier Minuten lang braten. Dafür darf der Hard nicht zu hoch eingestellt sein.

Der Spagat ist die Kartoffemasse gut zu erhitzen und sie dabei nicht zu dunkel werden zu lassen

Frische Petersilie schadet nie.

Kurz vor dem Servieren, kann man die Petersilie schon über die Kartoffelfrikadellen streuen.

Dazu gibt es Sauerkraut, aber das zeige ich Euch später, mit einer anderen Kartoffelspezialität, aus Franken, die man ebenso auch in Südtirol finden könnte.

Lecker, dazu braucht man wirklich nichts massiv fleischigeres und selbst den Speck könnte man weglassen, wenn man wirklich vegetarisch essen möchte.

Knusprig von außen, zart von innen und durchaus pikant mit Majoran, Zwiebeln und Speck. Ideal, wenn es mal “mit nicht so viel Fleisch sein soll”. Bitte beachten Sie auch den Mond- und den Zykluskalender.

Viel Spaß´ beim Nachkochen und einen guten Appetit.

Print Friendly, PDF & Email

4 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.