Kartoffelsuppe – sommerlich ohne totes Gemüse

Meine Familie mag gerne Kartoffelsuppe. Ich finde dass das eigentlich eher eine Suppe für die kalte Jahreszeit ist und bin deswegen immer bemüht, diesem Wunsch auch im Sommer nachzukommen, ohne dass es auf dem Tisch so wirkt, als wenn gleich der Rentierschlitten vor der Tür hält. Mein persönlicher Horror sind diese Leute, die bei 35 Grad Eisbein mit Sauerkraut und so schweren Schmorkram mit Kraut in rot, oder weiß, mit noch schwereren Kartoffelbeilagen essen, servieren und / oder posten. Wofür gibt es verschiedene Jahreszeiten mit unterschiedlichen Erntefolgen, wenn man so tut, als wenn das ganze Jahr Winter wäre?

Zutaten:

7 mittelgroße Kartoffeln
1,5 Liter Brühe (anklicken)
1 Möhre
1/4 Porreestange
1/4 Staudensellerie
2 Knoblauchzehen
1 Becher Sahne
1 Zitrone
Salz
Pfeffer
1 Becher saure Sahne als Deko
Petersilie
Die Pellkartoffeln habe ich schon am Vorabend gekocht, weil ich wusste dass ich die irgendwie loswerde.
Kartoffeln pellen, Porree in Ringe schneiden
Als Basis für die Suppe nehme ich zwei große Gläser meiner selbst eingekochten Brühe.
Kartoffeln halbieren, dann lassen sie sich später besser pürieren.
Brühe mit den Kartoffeln erhitzen
Möhre würfeln
Wenn die Suppe kocht und die Kartoffeln durchgewärmt sind, wird püriert.
Ihr könnt einen Pürierstab nehmen, oder so wie ich einen Esge Zauberstab mit dem Multimesser.
Die Suppe dickt dann entsprechend der Kartoffelmenge an
Einen Becher Sahne in die Suppe kippen.
Das macht die Farbe ein wenig freundlicher und schmeckt noch ein bisschen feiner.
Ich mag an den meisten Suppen nicht, wenn sie so flach schmecken. Deswegen kommt nun noch Pfeffer für die Tiefe.
frische Pfefferkörner schnell in meiner Gewürzmühle gemahlen.
Noch schnell zwei Knoblauchzehen abziehen und zerkleinern.
Für die sommerliche Leichtigkeit ist ein bisschen frische Säure dienlich.
Deswegen den Saft einer Zitrone in die Suppe geben.
Jetzt nähern wir uns langsam der Zielgerade und es geht ganz schnell
Möhren, Porree, Sellerie und Knoblauch in die heiße Suppe werren
Das frische Gemüse sofort pürieren. Das macht beim umgehenden Servieren der Suppe einen sensationell frischen Geschmack und hat richtig Mundgefühl. Da fehlt komplett das Gefühl von Tapetenkleister, das einen bei diesen ganzen schwer vom Löffel laufenden Kartoffelpampen schnell mal überkommt. Kartoffelsuppe die im Mund vor Frische knallt. Klappt natürlich nur 10 oder 15 Minuten lang, nachdem Ihr das frische Gemüse in die Suppe gegeben habt. Das eine Suppe zum sofort essen.
So mag ich auch Kartoffelsuppe, mit dem schönen Biss von frischem Gemüse. Das macht schon einen richtigen Unterschied zwischen ewig verkocht, oder wenn die Fasern noch so frisch wie im Salat sind.
Noch ein bisschen Petersilie als Indikator
Alternativ auch mit saurer Sahne (für Mädchen, warum auch immer)
Meine frischeste Kartoffelsuppe ever, sehr zu empfehlen.  Deswegen wünsche ich viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

4 Kommentare

  • Nadja

    Mönsch, da muss doch keine Sahne an die Suppe. Wie bei Muttern: einfach pürieren das Ganze und dann hast Du eine leckere sämige Suppe, wo man noch die Zutaten rausschmeckt – ohne Sahnegedöns.
    (P.S. Hab mal ein Rezept probiert mit Schmelzkäse. Gibt – abhängig von der Geschmacksrichtung des Schmelzkäse noch mal bissl Wums. Wenn dann noch was ram muss, würde ich eher für die Variante gehen.
    Aber (auch da hier nie Schmelzkäse – so ein wunderliches Produkt – im Haus ist) wir mögens letztlich doch ganz puristisch: Kartoffelsuppe mit Kartoffeln und Gemüse. Fertig.

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