Falafelteig der nicht zerfällt

Mit Falafeln habe ich meine Vorgeschichte. Das passiert halt, wenn man viel selbst macht, dass auch mal irgendwas in die Grütze geht. Bei Falafeln ist mir das auch so gegangen. Mit Teigbällen ins Fett gegangen und am Ende ein leeres Sieb aus dem Fett gezogen, weil die Falafeln bei der Hitze zerfallen waren. Der Klassiker, wenn einem Teig die Bindung fehlt. Deswegen schuldete ich Euch noch ein gelingsicheres Rezept für den Blog. Hier kommt es.

Zutaten:

2 Dosen Kichererbsen á 480 Gramm Abtropfgewicht
1/2 Bund Petersilie
1 Zwiebel
3-4 Knoblauchzehen
3 Eigelb
3 Esslöffel Paniermehl
3 Esslöffel Mehl
1/2 Teelöffel Salz
1 Prise Chiliflocken
1/2 Teelöffel Achselschweiß (Cumin=Kreuzkümmel)
1 Liter Rapsöl zum Frittieren

Ich empfinde die Kichererbsen aus der Dose als sicheren Hafen, wenn ich einen festen Teig haben möchte. Deswegen habe ich keine getrockneten Kichererbsen gewässert und gekocht, um das Gift raus zu bekommen. Außerdem möchte ich sowas auch spontan zubereiten können und nicht einen Tag vorher damit anfangen müssen.

Kichererbsen abgießen

Eine Zwiebel abziehen und zerkleinern

Knoblauchzehen müssen auch zerkleinert werden. Eigentlich hacke ich die mit dem Messer, aber ausnahmsweise habe ich die durch die Knoblauchpresse gedrückt.

Knoblauch durchpressen

Drei Eigelb trennen

Mehl

Das ist wichtig für den Zusammenhalt der Falafeln, in Kombination mit dem Ei

Paniermehl

Petersilie hacken

Salz

Chiliflocken

Kreuzkümmel. Eines meiner meistgehassten Gewürze, aber es gibt halt eine Menge Rezepte, wo der einfach dabei sein muss.

Kann man mahlen, muss man aber nicht zwanghaft.

Mit meinen Esge Zauberstab und dem Aufsatz der gleichzeitig hackt und mischt, durchpflüge ich die Kichererbsen und andere Zutaten. Ihr könnt auch einen simplen Pürierstab verwenden.

Erst werden die anderen Zutaten untergemischt.

Dann die Kichererbsen püriert.

Eine schöne Vertrauen erweckende Konsistenz, die gut in der Hand liegt und ordentlich Griffigkeit besitzt.

Petersilie unterkneten

Falafelmasse in eine Box geben und eine Stunde ins Eisfach stellen.

Ich zeige Euch in einem weiteren Rezept, richtig tolle Falafeln mit Fladenbrot, selbst gemachten Soßen, knackigen Salaten, aber die Falafeln selbst finde ich so wichtig, dass ich denen hier ein eigenes Rezept widmen muss.

Rapsöl erhitzen. Holzgegenstand in den Wok stellen und warten, bis Blasen daran schnell aufsteigen, dann stimmt die Temperatur.

Falafeln kommen nach einer Stunde aus dem Gefrierschrank zurück

Je nachdem wie groß Ihr die Falafeln haben wollte, könnt Ihr nun einen Esslöffel oder einen Teelöffel zum Formen der Falafeln nehmen.

Von hinten mit einem zweiten Löffel, den Falafelteig vom gefüllten Löffel abstreifen und ins Fett gleiten lassen.

Auf mittlere Temperatur reduzieren, aber darauf achten, dass die Falafeln auf dem Öl schwimmen und nicht absinken, sonst ist das Öl zu kalt.

Wie immer beim Frittieren braucht das Frittiergut am Ende zwei Durchgänge. Die Falafeln sollen nur so braun werden, dass sie noch einen zweiten Durchgang für eine gesunde Gesichtsfarbe, die angenehm braun und nicht zu dunkel ist, überstehen. Das kann man notfalls auch schon am Vortag, oder einen paar Stunden vorher machen, wenn man die Familie, oder Freunde zum Essen erwartet.

Das Naanbrot zeige ich Euch schon mal

Als speziellen Geschmacksträger, gibt es auf Wunsch einer nicht genannten Schnekerliese, Currysoße mit Joghurtmayonnaise. Rezept kommt.

Rapsöl erhitzen für die zweite Runde.

Zwei bis drei Minuten für Farbe und Knusper ausbacken lassen.

Anschließend im Sieb abtropfen lassen

So gehen schöne feste Falafeln, die als super Fleischersatz taugen, aber auch als sie selbst richtig gut sind. Toller Geschmack, ein echter Gaumenschmeichler

Das knallt vor Frische im Mund. Salat, Soßen, Brot, Falafel. Alles selbst gemacht! Jeder kann sich die Fladen belegen wie er /sie möchte. Das ist immer besonders gemütlich am Tisch.

Rezept kommt. Ich wünsche aber erstmal viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit, mit den universal anwendbaren Falafeln.

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14 Kommentare

  • Manuela Reiter

    Hi Jörg, wieder mal ein gelungenes Rezept. Mit super, gebildeter Zubereitunganleitung. Dank dir. Liebe Grüße Manuela

  • Manuela Reiter

    ……beim Kommentar oben hat sich ein Fehler eingeschlichen.Es sollte heißen: *Mit super bebildeterZubereitungs-anleitung*

    Da hat mir die Autokorrektur wieder mal einen Streich gespielt und ich hatte nicht aufgepasst. 😉

  • Jessica

    Das sieht oberlecker aus! Muss ich mich doch mal ranwagen ans Fritieren…

  • kochaddict

    schon lustig, genau dieselbe Erfahrung mit zerlaufendem Falafelteig hab ich auch gemacht und seitdem mich nich mehr rangetraut, aber da
    Falafel eines meiner absoluten Lieblingsgerichte ist, muss ich da wohl noch mal ran 🙂
    Wieviel Stück ca. bekommt man aus dem Teig?

  • kochaddict

    ok haha

  • Ursula

    Ahahaha, ein halber Teelöffel Achselschweiß!!
    Ich musste mich an den Kreuzkümmel auch erst mal gewöhnen, aber nun kaufe ich riesige Gebinde davon im arabischen Laden, weil ich es liiiebe!
    In ganzer Form habe ich den aber noch nie gehabt…wird der beim Pürieren dann quasi mitgemahlen? Oder bleiben da ganze Kümmelsamen drin erhalten?
    LG
    Ursula

  • Jan Müller

    Hat funktioniert Digga 😉
    Morgen auf der Bootstour werden wir einen Haufen Falafel haben, nebst diverser selbstgemachter Dipps.

  • Andreas Svelsbergh

    Das Rezept hat wirklich sehr gut formbare und stabile Falafel ergeben! Sind mir sonst auch schon oft explodiert. Zusammen mit selbt gemachtem Cacik ein Gedicht!

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