Schnelles Weizenbrot ohne Gehzeit

Am Wochenende hatte ich diverse Salate und noch ein Nudelgericht mit Tomatensoße für die Familie. Das habe ich relativ spontan entschieden und dementsprechend schnell, entstand so auch der Bedarf nach einem Brot, das dazu passt. Deswegen habe ich ein schnelles Weizenbrot gebacken. Weil der Teig keine Ruhezeit hat, ist das super für plötzlichen Brotbedarf geeignet. Das ist nichts für Leute, die Brotbacken wie Religion behandeln und den Teig tagelang füttern und bei Neumond betanzen. Dafür bin ich einfach nicht der Typ und plane nicht weit genug im voraus und habe keinen Platz im Kühlschrank. Trotzdem besser als gekauftes Brot aus der Fabrik und frisch. Vielleicht geht es ja mehreren Menschen so wie mir, dass sie einfach Brot backen möchten, ohne den ganz großen Theaterdonner. Zum Backen nehme ich meinen Emailletopf von Carote

Zutaten:

1 Kilo Weizenmehl
2 Esslöffel Salz
2 Teelöffel Zucker
2 Esslöffel Kümmel
1 Würfel Hefe 42 Gramm
800 Milliliter Wasser
1 Esslöffel Rapsöl

Ihr könnt den Teig so wie ich das jahrelang gemacht habe mit einem Esslöffel rühren und mit der Hand kneten. Wir haben jetzt eine Bosch MUM4 geschenkt bekommen und deswegen nutze ich die jetzt, um Unterschiede beim Teig zu erkennen. Mein Fazit bisher ist, dass die Teige mit der Maschine luftiger werden. Kein Grund nicht mehr zu backen, wenn man keine Maschine hat, aber ein Grund die Maschine zu nutzen, wenn man sie hat.

1 Kilo Mehl

800 Milliliter Wasser

2 Esslöffel Salz

2 Teelöffel Zucker

Einen Würfel frische Hefe mit 42 Gramm

Einfach in die Schüssel werfen, der Knethaken verteilt das schon im Teig.

2 Esslöffel Kümmel

Ihr könnt gemahlenen Kümmel verwenden, aber schöner ist natürlich den Kümmel selbst zu mahlen. Falls wieder einer mit der Lupe vor dem Bildschirm sitzt. Meine Gewürzdosen sind alle abgelaufen, teilweise seit 2011. Ich kaufe die einmal und anschließend nur noch Tütenware zum Nachfüllen. Ist billiger und spart Material.

Ich mahle den Kümmel mit der Gewürzmühle meines Zauberstabes.

Los geht’s

Schriiiiiiiiiiiiing

Schon gemahlen und duftet gut.

Kümmel zum Teig kippen

Teig mit dem Knethaken kneten, ich habe 10 Minuten laufen lassen.

Der Teig wird relativ flüssig

Den Emailletopf von Carote mit Rapsöl auswischen, damit sich das Brot später gut lösen lässt.

Öl in den Topf geben

Mit einem Tuch wird das Öl am Rand und am Boden verteilt.

Teig ist fertig

Teig in den Topf umfüllen, Deckel drauf. Keine Wartezeit, keine Ruhe- und keine Gehzeit. Es geht sofort weiter.

Topf in den kalten Ofen stellen und den Ofen auf 200 Grad aufheizen, während der Topf schon drin steht und nun erstmal eine Stunde backen lassen. Ich habe Umluft genommen, Ober- Unterhitze ist auch o.k.

Der Topf kommt nach einer Stunde aus dem Ofen und ist so weit gar, aber noch blass, wenn man abgedeckt gebacken hat. Vorteil der Teig geht abgedeckt besser auf.

Deckel abnehmen und den Topf wieder in den Ofen stellen. Wenn Ihr weiter Umluft bei 200 Grad nehmt, solltet Ihr noch 15 Minuten offen weiter backen.

Dann sieht das Brot so aus. Gefällt mir auf jeden Fall.

Nach dem Abkühlen gehe ich mit einem stumpfen Messer einmal um das Brot im Topf und prüfe, ob es irgendwo am Rand klebt.

Anschließend das Brot aus dem Topf stürzen

Hier ist das Brot im Anschnitt. Schöne Krume und eine fest Kruste. Wenn man das mit Marmelade essen wollte, würde ich einen Esslöffel Salz weniger nehmen. So ist es etwas, um pikante Gerichte zu begleiten. Der Kümmel schmeckt toll und macht einen runden Geschmack. Das frische Weizenbrot ist genau richtig, um knackige Salate, Wurst, Käse, Kräuterquark, Grillgut, oder eine Suppe zu begleiten.

Wenn man Lust auf ein schnörkelloses Brot hat und das aus einem plötzlichen Geistesblitz rührt, dann ist das Euer Brot der Wahl.

Viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit.

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