Pizzateig mit Molke

Ich habe mit vier Litern Molke dagestanden, nachdem ich meinen Frischkäse selbst herstellt hatte. Ich habe damit noch nie gebacken, aber sehe das online immer wieder, dass Leute damit Brot backen und mit der Molke das Wasser im Teig ersetzen. Der Vorteil ist die Säure und der Geschmack, den Molke blankem Wasser voraus hat. Außerdem soll Teig durch die Molke auch besser aufgehen. Kommt mit, wir testen das zusammen.

Zutaten

1200 Gramm Mehl
750 Milliliter Molke (anklicken)
1/2 Würfel Hefe
1 Teelöffel Salz
4 Esslöffel Olivenöl 
1 Pise Zucker

Pizzasoße:

200 Milliliter Ajvar selbst gemacht (anklicken)
2 Esslöffel Tomatenmark
1 Schuss Wasser zum Verflüssigen
Salz
Pfeffer
Olivenöl
Oregano

Belag:

Tomaten
Salami
Wonach Euch der Sinn steht
Emmentaler
Mozzarella
Grünkraut

1,2 Kilo Mehl in eine Schüssel geben. 

750 Milliliter Molke. Die kann man sich auch im Handel kaufen, oder einfach aus einem Liter Milch einen kleinen Frischkäse machen, dann habt Ihr schon die benötigte Menge Molke. Ich zeige Euch sowas, um zu beweisen, wie nachhaltig das ist. wenn man irgendwas selbst herstellt und dass man immer wieder darauf zurückgreifen kann und viel tollere Sachen machen kann, als wenn man immer nur nach Schema F einkaufen geht.

1/2 Würfel Hefe

Hefe in der Molke auflösen und verrühren. 

Molke zum Mehl kippen
1 Prise Zucker für die Hefe

4 Esslöffel Öl

1 Esslöffel Salz

Den Teig verrühre ich einfach mit einem Esslöffel. Man kann natürlich auch einen Handrührer mit Knethaken, oder eine Teigmaschine verwenden. Ich halte es eher einfach. 

So lange rühren und das Mehl vom Schüsselrand entfernen und in den Teig bringe, bis es nicht mehr weiter geht.  Den Rest knete ich dann mit der Hand.

So sieht der fertige Teig aus. Danach lässt man den mindestens eine Stunde ruhen.

Ich war in der Zwischenzeit einkaufen und dann geht der Teig so auf. 

Teig wieder mit einem Esslöffel vom Schüsselrand entfernen. Man könnte den jetzt schon gut verwenden, aber noch besser wird der Teig, wenn man ihn jetzt noch mindestens eine Nacht im Kühlschrank lagern lässt. 

Teig in Kühldosen verteilen und darauf achten, dass ob noch genug Platz ist. Mir ist der Teig noch aus beiden Dosen über den Deckel gegangen. 

Hier schaut mal, wie der Teig im Kühlschrank aufgegangen ist. 

Holzbrett bemehlen. 

Teigklecks nehmen

Mit dem Nudelholz ausrollen.

Der Teig fühl sich gut an, klebt nicht und lässt sich gut vom Brett heben. 

Pizzateig auf ein Pizzablech umziehen. 

Da kann er jetzt noch mal wieder ein bisschen aufgehen. In der Zwischenzeit mache ich eine Pizzasoße. 

Ich mache mein Ajvar immer selbst. Das basiert auf Paprika, Auberginen, Zwiebeln und Knoblauch und deswegen sitzt da eine Menge Geschmack drin. Hier hatte ich wohl eher Grüne und orangene Paprika, sonst wäre das deutlich roter, aber mir geht es um den Geschmack.  

Ajavar mit Tomatenmark in eine kleine Schüssel geben. 

Ich habe noch ein schönes Rapsöl, man kann aber auch Olivenöl verwenden. 

Salz und Pfeffer aus der Mühle

Oregano

Die Soße soll nicht zu dick und nicht zu flüssig sein. 

Pizzasoße auf dem Pizzaboden verteilen. 

Käse reiben.

Ich nehme Käse lieber vom Block, dann weiß man wenigstens, dass es in der Fabrik keiner vom Boden aufgefegt hat.

Als erstes mache ich eine Margherita

Teig mit Käse bedecken, damit die Tomaten den Teig nicht durchsuppen können 

Tomaten auf der mit Soße und Käse bedeckten Pizza dekorieren

Oben habe ich Mozzarella genommen. 

Den Backofen stelle ich auf voll Pulle ein (Gasofen Stufe 8). Der hat aber nur Unterhitze. Zehn Minuten vorheizen. Selbst wenn Ihr einen Elektroofen habt, würde ich den nur volle Pulle anstellen und nur Unterhitze verwenden, damit die Pizza nicht so keksig wird. 

Ich mache auch noch gleich eine Salamipizza

Da kommt erst die Soße auf den Pizzaboden, danach die Salami darauf legen. Die suppt den Teig ja nicht durch. 

Darüber Käse verstreuen. 

Die Pizza jeweils 10 Minuten in den Ofen stellen. 

Basilikum hacken

Wenn die Margherita aus dem Ofen kommt mit Basilikum bestreuen. 

Der Teig ist gut aufgegangen und von unten knusprig. Von der Molke hat er eine leichte Säure, die vom Reifen im Kühlschrank noch feiner geworden ist. 

Die Salami ist auch richtig schön geworden. Ich finde den Teig richtig gut und der ist für besondere Anlässe, weil man schließlich nicht jeden Tag Molke zu verarbeiten hat. Dann ist das aber eine echte Pflichtveranstaltung

Frau und Kinder waren super zufrieden und auch wenn sie das mit der Molke nicht so richtig verstanden haben, erkannten sie das spontan als Grund an, warum ich Euch das unbedingt zeigen muss, damit Ihr das auch so macht. 

Aus dem Teig habe ich insgesamt 6 Pizzen gemacht. 

Ich wünsche viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit. 

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