Mexikanischer Krautsalat

Wer meinen Blog schon länger liest, der weiß dass ich sehr auf mexikanische Küche stehe. Immer wenn mir da mal irgendwas in die Hände fällt, probiere ich das aus. Viele Rezepte sind nicht besonders authentisch sondern bedienen sich nur einiger Anleihen, bei denen man annimmt, dass es sich so in Mexiko zugetragen haben könnte. Ich habe die Zeitschrift “Lust auf Genuss” regelrecht verschlungen und vorwärts und rückwärts gelesen. Nicht alles eins zu eins umgesetzt, aber mich zumindest inspirieren lassen. Nur bei Guacamole mit Frischkäse, da habe ich mich verweigert. Das erschien mir wie Carbonara mit Sahne. Geht gar nicht!


Zutaten:

600 Gramm Rotkohl
3 Möhren
1 Peperoni rot
1 Peperoni grün
1 Orange bio
1  Limette
2 Esslöffel Ahornsirup
1 Topf Saure Sahne
Koriander
1 Teelöffel Salz
1 Esslöffel Pfeffer


Höchstwahrscheinlich rotieren schon wieder irgendwo ein paar Mexikaner im Grab und es gibt gar keinen Rotkohl in Tijuana. Ich habe aber gedacht, ich mache den Salat trotzdem, damit ich meinen Ossis in den Kochgruppen zeigen kann, dass sie nicht das ganze Jahr immer nur Rotkohl aus dem Glas, mit Klößen aus dem Kochbeutel, mit viel zu lange und viel zu heiß gegarten Fleisch, in Päckchensoße ertränkt servieren müssen, sondern dass man je nach Jahreszeit, aus den gleichen Zutaten auch etwas anderes machen kann, das dann sogar noch Vitamine liefert und nicht nur Sättigungsbeilage ist.
Rotkohl klein hacken oder hobeln
In einer Schüssel zwischenlagern.
Möhren putzen und anschließend grob raspeln
Möhren ebenfalls zum Salat in die Schüssel geben.
Eine rote Peperoni hacken.
Immer gleich zu den anderen Zutaten geben.
Den Saft einer Orange auspressen
Wenn man die in bio Qualität nimmt, dann kann man auch noch die Schale verwenden.
Saft zum Salat geben.
Mit einem Zestenreißer, oder einer Reibe die Schale abreiben
Damit schmeckt es noch intensiver nach Orange.
Saft einer Limette
Ahornsirup statt Zucker. Davor haben ja immer alle Angst und gehen mir echt voll auf die Ketten, dass sie null Probleme damit haben, Agavendicksaft, Birkenzucker, Palmzucker, Ahornsirup aus Monokulturen, um die halbe Welt zu schippern, aber heimischen Industriezucker aus regionalen Zuckerrüben ablehnen. Ich mache das hier mal so mit und ich habe mir sogar mal dieses Agavenzeug gekauft, um für mich herauszufinden, dass das nur Fotzen benutzen.  Entweder ist mir der Mensch und sein Lebensraum auf der ganzen Welt irgendwas wert, oder ich bin auch nur so ein scheiß bornierter Kolonialist, der vor lauter Langeweile und Mangel an Nöten, anfängt an dem was es regional gibt, zu stänkern und dafür lieber anderen vor der Haustür das Ökosystem zu zerstören, in der vermeintlichen Annahme, dass der Zuckerersatz irgendwie besser wäre. Am Arsch!
Saure Sahne
Salz
Pfeffer
Koriander nach Geschmack
Also nicht so viel 😉
Alle Zutaten vermischen
Das duftet schon toll und es sieht echt farbenfroh aus.
Frisch gemacht ist der mexikanische Krautsalat sehr knackig und ein echter Wachmacher.  Finde ich sensationell gut.
Zum Servieren hacke ich noch eine milde grüne Peperoni. Den Salat kann man gut vorbereiten und gekühlt auch eine Woche im Kühlschrank lagern. Ich finde den geschmacklich außergewöhnlich und würde den jeden Tag erneut machen, dann allerdings mit richtigem Zucker, aus oben genannten Gründen.  Manchmal muss man einfach eine Nacht drüber schlafen. Orange und Limette geben einen tollen Geschmack. Süß, sauer, scharf halten sich schön die Waage, der Koriander ist ein echter Tritt in die Fresse, den man verstehen muss. Am besten ranschmecken, dann ist der Salat wirklich eine Offenbarung.
Bei mir gab es den Salat zu vegetarischen Burgern und das ist er echt sensationell. Retzepte für ALLE kommen noch.


Viel Spaß beim Nachschnippeln und einen guten Appetit.

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