Scharfes Aprikosenrelish

Soßen, die mir plötzlich durch den Kopf gehen. Meine Frau hat mich nach der Arbeit noch schnell Äpfel kaufen geschickt und das ist bei meinen Kindern gar nicht einfach. Die Sorte die heute genau richtig ist, kann morgen schon total falsch sein. Jona Gored ist jetzt gerade angesagt und ich war bei Aldi. Schon beim Reinkommen ging ich an so einer Mexiko Aktionswanne vorbei mit scharfen Soßen, schwarzen Bohnen und was man landläufig sonst noch für Chili verordnet. Da ich auch gerade eine Presse für Teigfladen per Post bekommen habe, wusste ich in dem Moment, dass es Zeit ist, um noch Chilizutaten zu kaufen und dass ich mir eine mega Soße dazu basteln würde, mit der keiner gerechnet hat.

Zutaten:

400 Gramm Aprikosen
50 Gramm Gelierzucker, oder normalen Zucker
3 Peperoni, oder mehr
1 Teelöffel Salz
50 Milliliter Weißweinessig
1 Rote Zwiebel


Aprikosen abwiegen 400 Gramm sind es geworden.
Aufschneiden und entkernen
Die Aprikosen waren süß, deswegen wollte ich beim Zucker nicht so auf den Putz hauen.
50 Gramm Gelierzucker, oder man nimmt Kristallzucker, wenn nichts anderes vorhanden ist.
Aprikosen im Topf aufkochen.
Meersalz
50 Milliliter Weißweinessig
1 rote Zwiebel abziehen
Zerkleinern
Die Zwiebelnebenfalls in den Topf geben und weich dünsten
Alles verrühren
Kleinste Herdplatte mit kleinster Flamme, ungefähr 20 bis 25 Minuten einkochen und immer schön umrühren
Wenn die Aprikosen weitestgehend zerkocht sind, kommt die Tiefe, bzw. die Schärfe
Für das Auge fand ich die Idee gut, eine grüne, eine gelbe und eine rote Peperoni zu zerkleinern.
Keine Gefangenen machen und auch die Kerne hinein geben.
5 Minuten mitköcheln, damit sich der Geschmack verteilt.
So malerisch sieht das Aprikosenrelish aus. Noch mal mit Salz, Pfeffer, Zucker abschmecken, je nachdem was Euch fehlt.
Saugeil fruchtig mit nem richtigen Tritt in den Arsch, wenn man das Relish pur probiert. Wenn man das auf Chili, oder einem Burger, oder asiatisch verbastelt, merkt man die Schärfe gar nicht so toll. Pur ist es zumindest für meine Familie lustig.
Heiß abgefüllt und fest verdreht hält das Aprikostenrelish ewig. Noch länger, wenn man es heiß im Glas im Backofen für eine Stunde bei 130 Grad vakuumiert. Das ist aber so würzig, dass es eh nicht schlecht werden kann. Believe me, it’s for your own Protection.
Dazu gab es leckere Teigfladen, Rezept kommt.


Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

4 Kommentare

  • elisaberh

    gute morgen lieber jörg,
    oh, das ist wieder was für mich (nach der sauer-eingelegtes-zeit).
    die 400 g sind MIT kern?!? da bleiben doch max. 200 g pure marille über ~ wieviele gläser werden das dann?
    danke – elisabeth

    • da habe ich mich letztens schon selbst gewundert, dass der verlust gar nicht so groß ist, als ich marmelade gemacht habe. wegen der dosierung des gelierzuckers, habe ich die aprikosen nachgewogen. da fehlten nur 100 gramm auf ein kilo. das war nur ein glas, wie auf dem foto und der kleine teller, auf dem foto

  • Alexandra Ebeling

    So toll und unkompliziert! Ein typisches „Glatzkoch-Rezept“ !
    Danke für deine Ewige Kreativität!!

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