Jalapenosoße – medium

Das ist eine tolle Soße, wenn man ohne eine andere verfügbare Soßenbasis ein bisschen Leben in sein Essen bringen möchte. Dezente Schärfe, ohne dass man damit Löcher in die Tischkante brennen könnte, aber immer wahrnehmbar und sehr lecker, wenn man nicht auf die geschmackliche mittlere Beamtenlaufbahn steht. Das ist übrigens viel einfacher, als der landläufige Soßenkäufer aus der Flasche vermutet.

Zutaten:

250 Gramm Jalapenos
3 Esslöffel Zucker
4 Knoblauchzehen
300 Milliliter Branntweinessig
1 Teelöffel Salz

Jalapenos sehe ich bei meinen normalen Einkaufsquellen, immer nur in homöopatischen Dosen zu Puffpreisen. Deswegen war ich froh, als ich die Jalapenos zum Kilopreis unter 5 Euro in Bremen beim Arzum Supermarkt bekommen habe. Diesen frischen Knoblauch bekommt man beim Mixmarkt, oder bei Kaufland irgendwo zwischen 6 und 10 Euro pro Kilo, aber davon nehme ich im Normalfall natürlich nur eine Knolle, dann sind es moderate 1,50, oder 2 Euro. Schmeckt aber besser als dieser Knoblauch im Netz und macht auch nicht so eine Fahne.

Knoblauch kommt später mit der Presse in den Kochtopf

Das sind die Jalapenos. Von der Schärfe würde ich sie bei 5000 Scoville einschätzen.

Die Stiele abtrennen. Die werden entsorgt. Die Jalapenos halbieren und die Kerne drin lassen.

Einen kleinen Topf auf den Herd stellen und volle Pulle erhitzen

Drei Esslöffel Zucker erhitzen

Knoblauchzehen einpressen

Den Zucker nicht verrühren, bevor der sich auflöst und karamellisiert.

Jalapenos in den Topf geben

300 Milliliter Essig abmessen

Wenn der Zucker anfängt braun zu werden und sich auflöst, kommt der Essig in den Topf

Alles rein in den Topf

Karamellisierten Zucker vom Topfboden kratzen

Flüssigkeit aufkochen lassen und wenn es kocht, auf die kleinste Platte umziehen und dort mit Deckel für 15 Minuten auf kleinster Platte köcheln lassen.

Das sind die Jalapenos nach 15 Minuten

Einen Teelöffel Salz auflösen

Anschließend in ein Litermaß umfüllen

Mit einem Pürierstab, oder wie in diesem Fall meinem Esge Zauberstab werden die Jalapenos geschreddert

Schriiiing

Schön fertig, jetzt noch schnell heiß abfüllen

Ich verwende kleine Einmachgläser, in denen vorher mal Marmelade gekauft wurde.

Fest verdrehen, dann ziehen die Gläser ein Vakuum. Wer es bis zur nächsten Eiszeit konservieren will, stellt die Gläser bei 130 Grad noch eine halbe Stunde auf der mittleren Schiene in den Backofen. Lohnt sich nur nicht, weil das so lecker schmeckt, dass es nicht alt wird und so scharf ist, dass es bis dahin sowieso nicht schlecht werden kann.

Geschmacklich ist es Schärfe für leicht Fortgeschrittene. Meine Kinder lachen darüber und würden das pur löffeln. Schöne Säure, leichte Süße, nette Schärfe.

Wir hatten dazu selbst gemachte Frühlingsrollen, das Rezept zeige ich Euch natürlich auch noch.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

2 Kommentare

  • Jessica

    Boah!

    Das habe ich mir definitiv schwieriger vorgestellt – irgendein asiatisches Geheimwissen und jahrelanges Fermentieren oder so – das muss ich unbedingt mal ausprobieren!

    Danke für die Anregung!

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