Weißer Spargel in Erbsen-Pistazienpesto auf french Toast.

Ich hatte über Pfingsten meine Schwiegermutter zu Gast. Die ist total o.k, deswegen muss mich an dieser Stelle niemand bemitleiden. Beim Essen ist sie eine dankbare Zielgruppe. Sie ist nicht wirklich scharf auf Fleisch, aber wenn man Ihr saisonales und regionales Gemüse serviert, dann kommt das immer gut an. Dazu könnte man dann auch noch Fleisch servieren, aber man muss nicht. Ich gebe mir immer extra Mühe, wenn meine Schwiegermarion da ist und deswegen habe ich noch ein Rezept von Stevan Paul aus der Effilee gekocht. Die Rezepte sind toll und auch nicht schlimmer vom Aufwand, als das was man sowieso jeden Tag kocht, nur eben raffinierter. Daran sollte man im Alltag echt arbeiten, immer sowas schönes zu servieren.

Zutaten:

1 Kilo Spargel
Spargelwasser zum Kochen:
1 Liter Wasser
3 Esslöffel Zucker
1 Teelöffel Salz
1 Prise Chiliflocken
2 Scheiben Zitrone
30 Gramm Butter

Pesto:
300 Gramm Erbsen
30 Gramm Hartkäse wie Parmesan
30 Gramm Pistazien
10 Milliliter Olivenöl
1/2 Teelöffel Salz
1 Prise Pfeffer
8 Zweige Basilikum
1/4 Bund Petersilie
3 Knoblauchzehen

French Toast:
400 Milliliter Rapsöl
4 – 6 Scheiben Toast
3 Eier
100 Milliliter Milch

Spargel an den Enden abschneiden und die Schalen abschälen.

Spargel stellen wir eben zur Seite

Frische Erbsen gibt es gerade nicht, deswegen musste ich auf die gefrorenen ausweichen. Wenn man die hinterher zerkleinert, sieht man es auch gar nicht so, dass sie nicht frisch sind.

Drei Eier aufschlagen

Damit legen wir das Brot für das french Toast ein, wenn wir noch die Milch dazu geben.

100 Milliliter Milch

Alles verquirlen

Eine Prise Salz

1 Prise Chiliflocken, oder Pfeffer

Ei mit der Milch verquirlen

Die einzelnen Brotscheiben von beiden Seiten in die Milch-Eimischung legen, damit die das Toast damit vollsaugt.

Ich habe für vier Personen 6 Scheiben Toast genommen. So hat am Ende jeder 1,5 Scheiben unter dem Spargel liegen.

Toast ebenfalls zur Seite stellen

Wasser zum Kochen bringen

Wasser in einen Topf, oder eine Pfanne geben. Das ist meine 32 cm Pfanne von Carote. Da kommt ein Liter Wasser hinein.

Zucker

Salz und Chiliflocken

Zwei Scheiben Amalfi Zitrone. Wasser zum Kochen bringen

Das Wasser im Topf kocht, nun die Erbsen ein paar Minuten darin lassen, bis sie nicht mehr gefroren sind, aber auch nicht gekocht.

Parmesan abschneiden

Ich mache das Pesto mit der Zauberette. Ein Pürierstab wäre auch o.k.

Erbsen abkippen

Damit sie schön grün werden, bzw. bleiben, mit kaltem Wasser zurück in den Topf geben

Danach erneut durch ein Sieb abgießen

Knoblauchzehen abziehen

Knoblauch mit den Erben in die Zauberette geben. Wenn Ihr nur einen Mixbecher mit Pürierstab habt, ist das auch o.k.

30 Gramm Pistazien (natürlich ohne Schale gewogen)

100 Milliliter Olivenöl zu den anderen Zutaten gießen

Basilikum

Salz und Chiliflocken

Das Wasser kocht, Spargel in die Pfanne legen und 10 bis 12 Minuten bei wenig Temperatur gar ziehen lassen

Rapsöl in der Pfanne zum Sprudeln bringen

Pesto schreddern

Schriiiiiiing

Das sollte stückig und nicht zu fein werden

Toast drei Minuten pro Seite braun ausbacken

Nach drei Minuten gewendet

Nach sechs Minuten aus der Pfanne.

Falls Ihr irgendwie ins Schleudern kommt mit der Zeit, einfach den Backofen auf 80 Grad stellen und das Toast, oder den Spargel dort lagern. Dann kann nichts passieren.

Toast auf einem Teller anrichten

Spargel darauf drapieren

Erbsen-Pistazienpesto darüber geben und noch ein bisschen Petersilie für das Auge verteilen. Alter, das ist mal ein Spargelgenuss! Der Spargel ist sowieso lecker, aber das Pesto killt und ist lit as fuck! Sehr schönes Mundgefühl, schmeckt richtig gut, salzig, knobig, erbsig, olivenölig, nussig-pistazig, parmesanig. Da möchte man gar nicht mehr aufhören zu essen. Das ist eben so, wenn nicht irgendwelche Wald- und Wiesenköche Spargel, der weich wie Schnürsenkel ist, unter Sauce hollandaise aus dem Tetrapac verstecken. Schönen Gruß in die kulinarischen Armutsgebiete jenseits vom Helmstedt.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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