Gebackener Pfirsich mit Honig

Ich hatte noch einen ganzen Schwung Pfirsiche auf der Fensterbank liegen. Die waren recht groß und schmeckten auch gut, aber die Kinder wollten sie aus ungeklärten Gründen nicht mit zur Schule nehmen und dort mitsamt des Pausenbrotes konsumieren. Deswegen warfen die Pfirsiche auch langsam Falten und ich musste mir damit etwas einfallen lassen, damit ich sie nicht entsorgen muss. Am Mittwoch habe ich auf Kinderwunsch Schnitzel gemacht und damit es nicht immer das gleiche Lied ist, habe ich die Pfirsiche zu gebackenen Pfirsichen verarbeitet. Das ist eine leckere “exotische” Beilage zum Schnitzel, würde aber auch als schöner Nachtisch taugen.
Zutaten:

1 Kilo Pfirsiche, oder mehr
4 Eier
1 tiefer Teller Mehl
1 Teelöffel Honig pro Pfirsichhälfte
500 Milliliter RapsölPfirsiche halbieren und entsteinen
Ein Teller mit verquirltem Ei und ein tiefer Teller Mehl. Die sehen schon ein bisschen gerupft aus, weil ich darin vorher schon 1,2 Kilo Hähnchenschnitzel paniert hatte. Hier mache ich jetzt aber wieder mein Mehl, Ei, Mehlprinzip und das geht so…
Pfirsich in Mehl wenden
Bemehlten Pfirsich ins Ei geben


Wieder zurück ins Mehl gehen. Dann hat man eine schöne Mehlhülle


Größte Platte, volle Pulle
Pfanne Daumenhoch mit Rapsöl befüllen
Pfannenwender aus Holz in die Pfanne stellen, bis die Blasen daran hochsprudeln. Dann stimmt die Temperatur zum Ausbacken

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Pfirsiche ins Rapsöl geben, nach 3 Minuten wenden und insgesamt 5 bis 6 Minuten im Fett ausbacken lassen.
Danach mit dem Schaumlöffel aus dem Fett holen und auf Küchenkrepp entfetten.

Schnitzel mit Reis und gebackenem Pfirsich, die Soße, in sicherer Entfernung zu den knusprigen Komponenten ausgebrachtHier in voller Schönheit.


Den Teelöffel Honig nicht vergessen.
Wie immer wenn es Obst zu Fleisch gibt, dankt meine Frau pauschal ab. Die Kinder sind skeptisch und deswegen serviere ich das dann ansatzweise so, als wenn ich einen Nachtisch damit bespielen würde und dann dürfen alle probieren.


Auch hier den Honig nicht vergessen.
Beim Anschnitt von außen knusprig, innen heiß und deutlich weicher als ein roher Pfirsich. Schmeckt zusammen sensationell.
Das hat die Brut dann auch spontan eingesehen und danach haben sie mir die Pfirsichhälften so aus den Händen gerissen. Das war der Plan.
Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

10 Kommentare

  • Heide

    Hallo und guten Morgen,
    das klingt ja mal wieder oberlecker. Nur das viele Öl in der Pfanne schreckt mich etwas ab. Ist auch sonst eine rechte Kalorienbombe, aber ich hätte da noch zwei ähnlich aussehende Pfirsiche. Irgendwie reizt mich das Rezept. Mal sehen und danke für die Idee.
    Lieben Gruß und ein schönes Wochenende, Heide

    • da ist ja hinterher nicht das ganze öl aus der pfanne im pfirsich. das dient nur dazu, dass es knusprig wird. generell habe ich mich mit mir darauf geeinigt, dass ich lieber weniger von irgendwas esse, als es schlechter zu zu bereiten, als man könnte.

    • Nadja

      Naja… technisch gesehen wird der Pfirsich hier ja auch frittiert und nicht gebacken. Und richtig: das Öl ist nur zum schwimmen da, nicht um in den Pfirsich reinzukriechen (wie beim Krapfen backen halt oder Fritten).

      Beim Frittieren ist die Kunst die richtige Temperatur, dann wirds schön knusprig und bleibt das Öl auch nicht in der Panade hängen.

      Der Pfirsich so bereits ist denke ich keine Riesenkalorienbombe. Solange Du nicht noch ‘n Snickers reinsteckst und doppelt panierst.. 🙂

  • Heide

    Wenn ich das jetzt so lese, tut es mir leid, was ich heute früh geschrieben hatte. Es kommt rüber wie Kritik, sollte es nicht, war nur laut gedacht. Ich bewundere doch Deine Kreativität, wie Du Leute dazu animierst was selber zu machen, anstatt Fertigpampe zu essen. Hatte ich so auch schon geschrieben. Mit diesem Rezept nun wieder rettest Du Pfirsiche vorm wegwerfen, was die meisten wohl auch tun würden und machst was leckeres draus.
    Also, falls man meinen Kommentar löschen kann, dann tue das bitte. War wirklich absolut nicht als Kritik gedacht, nur ich muß sehr aufpassen beim essen und drum analysiere ich jedes Rezept diesbezüglich. Tut mir ehrlich leid. LG Heide

    • heide alles gut. das ist doch keine kritik und ich habe das auch nicht so aufgefasst. viele leute haben ein problem mit öl. das ist ein vorurteil, das man revidieren kann.

      • Heide

        Schön, dass es nicht als Kritik aufgefasst hast.
        Ja ich weiß, dass es jetzt auf einmal heißt, nicht Fett macht dick sondern Kohlehydrate. Aber die haben schon so viel erzählt und auf einmal ist alles ganz anders, genau das Gegenteil. Ich glaube denen gar nix mehr und leider weiß ich aus Erfahrung, dass bei mir beides wirkt, aber deswegen gewöhne ich mir das Essen auch nicht ab, muß nur eben aufpassen und auf keinen Fall zu viel von irgendwas. So wie Du mit Laufen, ist bei mir nicht, bin froh wenn ich richtig gehen kann. (lach)
        Mach weiter so, bin schon neugierig auf Deine nächste Kreation. ;o)

        • ich achte auch darauf, dass ich nicht zu viel von irgendwas esse und passe mittlerweile mehr auf kohlehydrate als auf fett auf, weil die mich beim laufen bremsen. nach dem sport darf es dann aber aber von beidem was sein. falls du nix hast, was dagegen spricht versuche es mal mit laufen, oder zumindest nordic walking. jede diät ist nur so gut wie der sport, den man dazu macht.

    • Ursula

      Hallo Heide,

      das mit dem Öl war auch mein erster Gedanke als ich das Rezept las…bin leider etwas ess- und diätgeschädigt und manche Dinge sind für mich wirklich schwer zu überwinden. Ich finde es schön, dass hier darüber ein Austausch möglich ist! #daumenhoch

      • natürlich können wir uns darüber austauschen. wenn jemand ein rezept scheiße findet, darf er/sie das hier auch jederzeit laut reinrufen. ich kompensiere alles mit meiner lauferei. bin gerade 15 kilometer gelaufen und kann jetzt essen WAS ICH WILL ;-). habe schon eine perverse idee… pizza okoberfest…

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