Vinschgauer Burger

Vinschgauer sind eher rustikales Backwerk und die würde man eher zu Tiroler Speck, oder einer Suppe vermuten. Ich habe die Vinschgauer selbst gebacken und hinterher muss ich Euch ja irgendwas damit zeigen, damit am Ende steht, oh ich sollte dringend auch mal Vinschgauer backen und nicht, was sollte ich damit anstellen, damit sich die Zeit, Mühe und das Material lohnen? Burger gehen und lohnen sich immer, vor allem wenn man mit frischen Zutaten arbeitet und nicht so eine Cuvée aus gestapeltem Fertigzeug serviert.

Zutaten für vier Burger:

Vinschgauer (anklicken)

500 Gramm Rinderhack
1/2 Teelöffel Salz
1 Prise Chiliflocken
1 Tomate
1/4 Salatgurke
1 Mini Romanasalat
Röstzwiebeln
Senf zum Servieren

Kartoffelblatteln (anklicken)

Mayonnaise:
1 Vollei
200 Milliliter Rapsöl
1 Esslöffel Essig
1 Esslöffel Zitronensaft
1/2 Teelöffel Salz
1 Prise Chiliflocken
1 Esslöffel Senfmehl

Das Rezept kann man über mehrere Tage strecken. Man braucht die Vinschgauer, die Kartoffeltaler kann man auch am Vortag zubereiten, weil die zweimal im Fett gebadet werden und es steht nirgendwo geschrieben, dass sie das innerhalb von 15 Minuten tun müssen. Ihr könnte die also auch schon als Resteverwertung meines Sauerkrautgerichtes vorrätig haben, oder bewusst mehr davon gemacht haben. Es lohnt sich immer vorausschauend zu kochen, wenn man nicht gerade Tütenpüree anrührt.

Tomaten in Scheiben schneiden

Romanasalat zerkleinern

Salatgurke in Scheiben schneiden

Ein komplettes Ei, deswegen nennt sich das Vollei

200 Milliliter Rapsöl

1 Esslöffel Essig und 1 Esslöffel Zitronensaft

1 Esslöffel Senfmehl, oder fertigen Senf, wenn Ihr kein Senfmehl habt.

Salz

Chiliflocken

Zauberstab, oder Pürierstab in dem Mixbecher stellen. Vollgas geben und langsam hochziehen, schon habt Ihr eine Mayonnaise

Rapsöl in der Pfanne erhitzen

Die Patties aus Rinderhack sind Bio und ich habe die einfach anhand der Brötchengröße flach gedrückt. Drei Minuten pro Seite anbraten, also insgesamt sechs Minuten in der Pfanne lassen. Ofen auf 80 Grad einstellen, damit man das Fleisch anschließen dort ziehen lassen kann und damit es nicht auskühlt, während man den Vinschgauer Burger baut.

Kartoffelblatteln nach dem finalen Ölbad

Vinschgauer, je nachdem wann Ihr die schon gebacken habt, im Toaster aufkrossen, oder im Bratfett in der Pfanne.

Unterseite mit Mayonnaise bestreichen

Romanasalat auflegen

Gurkenscheiben und Tomatenscheiben

Senf

Röstzwiebeln, Salz und Pfeffer aus der Mühle

Deckel drauf

Der Burger ist sehr schlicht, aber durch die Güte der verwendeten Zutaten eben auch besonders lecker. Das muss man sich nicht verkleiden, sondern das lebt vom Knacken und Knuspern und der cremigen Besoßung und bissigem Rind. Sehr geil!

Dazu gibt es Kartoffelblattenln und obwohl das eine zillionen Jahre alte Tiroler Kartoffelbeilage ist, wirkt das zu einem Vinschgauer Burger, voll fancy und neumodisch. Lasst die Finger von dem Tiefkühlscheiß, macht Euch mal die Mühe und lernt, was das für ein Unterschied ist.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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