Krosses Spiegelei

Das Rezept hat meine Familie komplett geflashed. Ich habe Eier gebraten wie ein Weltmeister und während ich in der Küche am Wirbeln war, brüllte immer noch jemand aus dem Wohnzimmer, noch so ein Ei, bitte! Wenn Ihr total erstaunte und euphorisierte Esser am Tisch haben wollt, dann kommt Ihr gerade recht. Das Rezept habe ich durch Zufall bei Tik Tok von Steffen Henssler gesehen und damit hat er mich auch überrascht, aber seht selbst

Zutaten für 4 Eier:

4 Eier
1 Tomaten
1 Zwiebel
3 Esslöffel Petersilie
jeweils eine Prise Salz
jeweils eine Prise Chiliflocken
ein paar Spritzer Sriracha
4 Blätter Reispapier
Rapsöl für die Pfanne

Servieren mit:

Sojasoße
Sriracha (anklicken)

Tomaten, Zwiebeln und Petersilie zerkleinern.

Rapsöl in der Pfanne bei Vollgas erhitzen

Öl verteilen

Reispapier in die Pfanne legen

Ein Ei auf dem Reispapier aufschlagen

Ei möglichst überall auf dem Reispapier verteilen

So ist es schon ganz gut verteilt

Tomaten, Zwiebel, Petersilie darauf verteilen

Sriracha darauf verteilen

Nach einer Minute das Blatt Reispapier zusammenklappen

Ihr könnt sehen wie das Ei stockt und das Papier knusprig wird.

Jetzt noch einmal umdrehen und die Rückseite bräunen. Dauert bei jedem Herd anders lang, aber hier habt Ihr schon mal Anschauungsmaterial. Zwei bis drei Minuten, würde ich sagen.

Sojasoße und Sriracha zum Dippen

Fertiges Spiegelei aus der Pfanne holen. Wenn man viele auf einen Schlag servieren will, könnte man die auch bei 100 Grad im Ofen aufbewahren, so lange man immer noch welche nachproduziert. Wenn man keine Beilage zum Sättigen hat, rechne ich mit 2-3 Eiern pro Nase.

Mit einem scharfen Messer in Dreiecke schneiden.

Das ist geschmacklich und vom Mundgefühl eine echte Sensation. Würde auch gut funktionieren, wenn man das mit Asia Nudeln begleitet, oder mit Pommes frites, oder mit einem Salat. Wer das verkauft, wird zwangsläufig Millionär, weil es so geil schmeckt.

Meine dauerkritische Emma hat ungelogen 15 dieser geschnittenen Dreiecke gegessen und geschwelgt und gelobt und immer mehr und mehr und noch mehr davon haben wollen. Ein Tag den ich mir rot im Kalender anstreichen werde. Meine Frau und die anderen Mitglieder bis auf Margarete haben das Gericht “total gefühlt”. Ich kann bestätigen, dass es der Knaller ist.

Knusprig von außen, zartes Inneres, Gemüse und salzig, schärflich, fettig. Mehr davon!

Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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48 Kommentare

  • peter eitel

    Feiner Trick, das da. Werde ich ausprobieren; morgen eh Einkaufsrunde und geschwind
    zum Asia Markt. Sieht mir nach einem leckeren fixen Abendsnack für faule Tage aus.
    Und dass das gut schmecken wird sieht man ganz klar…Bissele Salat und gut ist.

  • Reni

    Super Sommeressen – nicht lang in der Küche rum machen. Das gibt es heute! Vielen Dank dafür!

  • Vivian

    Wie kommt man auf die Idee, Eier auf Reispapier zu braten? Hab leider keins im Haus, sonst hätte ich das direkt ausprobiert. Aber werde ich mir demnächst mal besorgen. Sieht echt verlockend aus.

  • Ellen

    Hallo Jörg, vielen dank für dieses Rezept. Es öffnet ja ganz neue Dimensionen für schnelle Snacks.
    Reispapier war nicht etabliert in meiner Küche. Jetzt weiß ich was mir entging. Da kann man ja alles einwickeln und so anbraten. Schnell lecker und äußerst variabel.

    • Isso. Ich habe davor auch noch nie großartig mit Reispapier gearbeitet, bis zu den Sommerrollen, die ich noch nicht verbloggt habe. Ich finde die aber auch voll fancy. Muss mal schauen, ob man die auch selbst machen kann. Ich finde das auch echt genial.

  • Dirk H

    Hi Glatzkoch,
    vielen Dank für dieses Rezept. Habe ich gestern gleich ausprobiert. Echt Klasse, wenn man spätabends heimkommt und noch kurz was aus der Pfanne zaubern will. Ich habe mit Käse und Schinken gearbeitet – war sonst nix da – und das Ergebnis war umwerfend.

    Grüße

    Dirk H.

    P.S. Her mit den Sommerrollen. Die Packung mit dem Reispapier ist offen. Nicht dass das Papier pappig wird 😉

  • peter eitel

    BOAH ! gestern Abend endlich mal diese kleine Sauerei getestet.
    Da werden echt alle niederen Freßinstinkte auf einen Schlag befriedigt. Großartig.
    hatte im Asiamarkt Bock auf Mangosprossen und bei mir war es “deine” Sweet Chili-
    sauce, aber da kann man ja eh alles reintun, was irgendwie frisch und knackig ist.
    Der zweite wurde mit hitzetechnisch rausgenommenem Vollgas in meinen Augen top.
    kann man gut mal vorzeigen und z.B als Appetizer der Leuten kredenzen, bevor das
    eigentliche Gelage mit den Freßkumpels und -kumpelinen losgeht.
    Danke für diesen feinen Post.

  • Gabi

    Wirklich abgefahren lecker, diese Teile. Und vielseitig wandelbar. Omelette „to go“ quasi 😅

  • Esther

    Reispapier kannte ich nicht. Bei der Umsetzung zeigte sich die Sprödigkeit, ich bekam es aber hin. Wir haben uns die Bäuche voll gehauen, obwohl die Zutaten einfach sind, ist die Komposition himmlisch. Der werte Gatte murrte auch nicht, weil kein Fleisch drin war.

    Zwei Tage später verarbeitete ich das restliche Reispapier, welches sich etwas leichter verarbeiten läßt, wenn es 10 – 20 Sekunden durch warmes Wasser gezogen wird, zu asiatischen Ravioli.

  • Douglas

    Hab auf diese Weise eben Chilichips gemacht, das Reispapier ausschließlich mit Sriracha bestrichen und dann zusammengeklappt, auf beiden knusprig gebraten, erst zum Schluss etwas Öl die Pfanne und fertig.
    Herrlich knusprige, scharfe Chips….lecker!

  • peter eitel

    Uiui, Esther, klingt arg raffiniert das da. RRRespekt!
    Muss ich mal so oder so ähnlich austesten. Sesamsauce ist bei mir so bissele lala..
    Wird arg schnell ranzelig.. Aber dass Männer gerne Bier saufen ist wohl normal.
    Irgendwoher muss ja Unsereiner in fortschreitendem Alter seine prächtige Statuswampe
    herbekommen, und wenn’s Essen halt nicht so dolle schmeckt, richtet es der Gerstensaft.
    By the way: ich bin noch recht rank und schlank obwohl ich saufen kann wie ein Kamel.
    Wahrscheinlich gute Gene….

    • Esther

      @ Peter Eitel
      “Ich bin noch recht rank und schlank obwohl ich saufen kann wie ein Kamel.”….manche haben Glück und müssen sich nicht bezähmen. Meine Mutter aß wie ein Scheunendrescher, selbst die Reste auf den Tellern waren vor ihr nicht sicher, ihr Spitzname war darum “Biotonne”, Sie war gertenschlank und hatte bis ins Alter Beine wie Marlene Dietrich.

      Zu den asiatischen Ravioli kam zum Tatar noch ein Ei und Semmelbrösel, vergaß ich anzubeben. Ja, da hatte ich eine kulinarisch lichte Eingebung.

      • peter eitel

        Soso, @ Esther.
        Seit Einstein weiß man natürlich, dass alles relativ zueinander zu sehen ist..
        Mit Beinen wie Marlene Gottgabsieselig kann ich natürlich nicht dienen.
        Und wenn ich einen Spitznamen verdiente, wäre das bei meiner Lebensführung
        wohl eher ” Sondermülltonne” aber egal…
        Die Gedanken zu nahezu unvereinbarem Geschmack und Perversionen fand ich
        ganz interessant. Lappt irgendwie ins Philosophische…
        Ei und Semmelbrösel an die Füllung klingt gut, macht Sinn.
        Wäre interessant zu erfahren, wie du denn die ” Ravioli” eingerollt hast.
        Tatsächlich versagt an diesem Punkt meine ansonsten lebhafte Phantasie.

      • Biotonne ist ja ein netter Spitzname. Hunde kannte ich, die auch so hießen.

    • ich habe nen mäßigen Bauch, obwohl ich kaum Alkohol trinke

  • Tom

    Dein Ernst, Jörg? Kürzlich hast Du in einem Rezept über Benzoesäure-Konservierungsstoff in fertiger Majo geklagt, obwohl in Qualitätsprodukten wie Thomy Delikatess Mayonnaise noch nie Konservierungsstoffe drin waren.

    “Bereits seit 1954 werden für die THOMY Delikatess-Mayonnaise nur ausgewählte Zutaten verwendet, um den feinen Mayonnaise-Geschmack zu erreichen. Eben unser Original – natürlich ohne Konservierungsstoffe.”

    Andererseits kochst Du hin und wieder mit Sriracha Chilisauce (die ich auch sehr mag und fast täglich verwende), die laut Zutatenliste Sorbin- und/oder Benzoesäure enthält. Du bist bestimmt ein dufte Typ, und ich habe viele Deiner Rezepte nachgekocht. Aber manchmal wirkst Du schon etwas cringe, wie man heutzutage sagt. Sorry, dit musste mal wieder raus.
    lg
    Tom

    P.S.: Das krasse Spiegelei wird kommende Woche ausprobiert. Werde noch ein, zwei frische Champignons reinhobeln.

    • Die Sriracha mache ich meistens selbst, aber diese Flasche ist so praktisch. Da muss ich mal ran, mich darüber nicht mehr unterhalten zu müssen.

      • Tom

        Ahoi Jörg, müssen musst Du überhaupt nichts. 😉

        Sriracha-Soßen gibt’s ja inzwischen in gefühlt einem Dutzend Varianten. Ich habe die salz- und koblauchbetonte Flasche mit grüner Kappe (Hot Chili Sauce) und die wirklich verdammt scharfe, eher neutral abgeschmeckte mit roter Kappe (Super Hot Chili Sauce ) daheim.
        Da braucht man kein Chilipulver oder frische Chilis mehr. 🥵

        Die zum Würzen verwenden paar Spritzer enthalten so wenig Benzoesäure (die im Gegensatz etwa zu Benzol, PAKs, PCP sogar vom Körper verstoffwechselt und ausgeschieden wird), dass in einem Atemzug Berliner Stadtluft vermutlich mehr problematische Stoffe drin sind.

        Viel, viel, schlimmer sind dagegen die hormonell wirksamen, sog. endokrinen Disruptoren wie die Bisphenole und sog. polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe in vielen Kunststoffen, die laut immer mehr aktueller Studien zahlreiche Krankheiten triggern können. Von Krebs über Entwicklungsstörungen beim Embryo im Mutterleib bis zur immer schlechteren Spermaqualität bei Männern in westlichen Industrieländern.

        In der Innenbeschichtung und dem Dichtungsring im Blechdeckel von Gurkengläsern, kleinen Oliven-, Pestogläsern usw. sind oft Bisphenole als Weichmacher drin, die bei Wiederverwendung dieser Gläser als Behälter für selbstgemachte Soßen und Brühen und monatelanger Lagerung in das Lebensmittel übergehen können.

        Lösung: Gläser mit Schraubdeckel mit blauem Dichtring verwenden, die sind nämlich chemiefrei. Gibt’s im Supermarkt und Gartencenter beim herbstlichen Einmachzubehör. Bio-Glaskonserven vom Bio-Supermarkt haben inzwischen auch immer öfters Deckel mit blauer Dichtung.
        Oder man nimmt klassische Einweckgläser mit Glasdeckel und dem guten alten Dichtungsring aus echtem Gummi.
        Bei Interesse google nach ‘Bisphenol hormonelle Wirkung’ und ‘Bisphenol Schraubdeckel’ o.ä.

        Sorry für die Volksrede.

        lg
        Tom

      • Esther

        Prima, ich freue mich auf das Rezept und bin gespannt, wie viel Knoblauch Du dort reinhaust. Eine Vampir-Schutz-Lotion zur Einnahme, ich möchte als Nachtschattengewächs gewappnet sein. 😉
        Deine schnelle Sriracha Version ist noch nicht Van Helsing tauglich.

  • Ellen

    Hallo Jörg, ich habe jetzt wie verrückt nach diesem Rezept gesucht. Unter Reispapier war es nicht zu finden und ich musste mich durch unzählige Seiten scrollen. Das ist mir schon einige male so gegangen weil die Bezeichnung etwas anders ist als erwartet. ( Ganz kleine Kritik am Rande). Ansonsten ein schönes Wochenende.

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