Frühstücksbrötchen ohne kneten

Im Urlaub habe ich mit meiner jüngsten Tochter schnell Frühstücksbrötchen ohne Hefe gebacken. Das war schon toll, aber wenn ich die Wahl habe, dann nehme ich lieber welche mit Hefe. Die sind leider nicht ganz so spontan in der der Herstellung, weil man da am Vortag schon wissen muss, dass man zum nächsten Frühstück welche haben möchte, aber als Entschädigung habe ich hier eine Version ohne zu kneten für Euch. Auf Hipstersprech nennt man sowas no knead Brötchen. Der Teig wird recht flüssig gemacht und hat Zeit über Nacht zu gehen. Das ist am Vorabend schnell erledigt und beim nächsten Frühstück habt Ihr die Freude.


Für 6 Personen

1000 Gramm Mehl
1/4 Würfel Frischhefe = 10 Gramm
2 Teelöffel Salz
750 Milliliter lauwarmes Wasser
Mehl zum Arbeiten
Eine Schüssel 250 Milliliter Wasser für den Ofen

Mehl abwiegen
Lauwarmes Wasser abmessen
Wasser und Mehl in eine große Schüssel geben, der Teig geht schließlich noch auf
2 Teelöffel Salz
1/4 Würfel Hefe
Ich nehme ja auch gerne viel Hefe, aber dann jammern immer alle, die sich mit backen auskennen, also nehme ich nur einen viertel Würfel (zehn Gramm). Der Teig geht trotzdem auf und wir haben ja ein paar Stunden Zeit, weil der Teig über Nacht Zeit zum Gehen hat.
Hefe reinbröseln
Teig mit dem Esslöffel verrühren
Teig abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen. Gute Nacht!
Jetzt sind wir schon am nächsten Morgen, im Idealfall acht bis zehn Stunden später.
Eine Arbeitsfläche bemehlen.
Mit einem Esslöffel handliche Teigstücke aus der Schüssel holen.

Nur von außen bemehlen, das Mehl nicht in den Teig einkneten und dann runde Brötchen formen, oder längliche, oder wonach Euch der Sinn steht.
Prinzessin Margalette ist dann auch noch wach geworden und stellte fest was passiert, wenn man den Teig vorher nicht bemehlt hat und versucht in den Kern vorzudringen. Das klebt dann.
Paaaapaaaa!
Die Brötchen auf einem großen Backblech mit Backpapier ablegen.
Das sehe ich so schon, dass die beim Aufgehen und Backen hinterher aneinander kleben bleiben. Ideal wäre hier ein Ofen mit Umluft, auf dem man in zwei Etagen backen könnte, meiner ist mit Gas und hat nicht einmal Oberhitze.
Brötchen auf dem Blech 30 Minuten aufgehen lassen. Ofen auf 220 Grad vorheizen. Damit die Brötchen in Dampf backen, stelle ich eine Schale mit 250 Milliliter Wasser auf den Boden des Ofens. Das ist erlesenes Wissen und angelich soll das eine schönere Oberfläche bei den Brötchen bewirken.
Brötchen in den Ofen stellen und 15 Minuten backen.
Wenn Ihr einen Ofen mit Ober- und Unterhitze habt, dann lasst die Brötchen einfach 25 Minuten im Ofen.
Weil mein Ofen keine Oberhitze hat, nehme ich die Brötchen nach 15 Minuten raus und drehe sie um, damit die Rückseite auch ein bisschen Farbe bekommt.
Dann backe ich sie noch 10 Minuten von der anderen Seite.
So sehen die Brötchen nach 25 Minuten aus, wenn sie aus dem Ofen kommen.
Sehr lecker, außen knusprig, innen weich und geschmacklich toll. Geht so in die Rechnung von Ciabatta, oder Pizzabrötchen.
Selbst gemachte Marmelade, oder Nussnougatcreme sind darauf sehr lecker, aber pikante Auflage geht auch.
Hier für Euch im Anschnitt.
Die Butter schmilzt auf den noch warmen Brötchen.
Ich habe natürlich auch Brötchen mit Marmelade gegessen, aber mir stand der Sinn auch nach einer pikanten Variante.
Eisbergsalat
Tomatenscheiben, Salz, Pfeffer, Balsamicoessig, Olivenöl, ein bisschen Basilikum
  Sehr geil!Taugt auch als Bun für Hamburger. Alles ist besser als die gekaufte Presspappe und viel Arbeit ist es wirklich nicht. Aufbackbrötchen können dagegen echt einpacken und besonders sexy finde ich die Zutaten und dass da nix dummes drin ist.
Ich wünsche viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit.

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