Schnelle Frühstücksbrötchen ohne Hefe

Ich brauche im normalen Alltag dringend meinen Schlaf, deswegen frühstücke ich maximal am Sonntag, wenn eigentlich schon Zeit für das Mittagessen ist. Nun habe ich aber zum ersten Mal seit 1994 zwei Wochen Urlaub am Stück und ich versuche mein in der Zeit angehäuftes Schlafdefizit loszuwerden. Das klappt ganz gut und mittlerweile bin ich so ausgeschlafen, dass ich auch morgens um neun Uhr aufstehe und meine Frau schlafen lassen kann, wenn die kleinste Tochter vor dem Bett steht und sagt, dass sie nicht mehr schlafen kann. Die hätte ich sonst noch nicht einmal gehört, vor lauter Tiefschlaf. Wenn ich sowieso schon wach bin, können wir auch gleich Brötchen backen, war meine Ansage. Bis der Rest der Brut bei uns in der Küche stand, hatten wir schon frische Brötchen auf dem Tisch stehen.
Zutaten für ein Backblech (groß)

900 Gramm Mehl
8 Teelöffel Backpulver
2 Teelöffel Salz (gestrichen)
150 Milliliter Öl
400 Milliliter Wasser
4 Eier
1 Schuss Zitrone
1 Tasse Wasser zum Bestreichen vor dem Backen

Ich habe reichlich für sechs Leute gebacken, Wenn Ihr nur weniger Brötchen braucht, oder weniger Menschen am Tisch seid, dann nehmt die halben Mengen aus dem Rezept. Das sind natürlich keine superduper Bäckerbrötchen mit Teigführung aus ein paar Mikrogramm Hefe, aber genau das müssen sie so spontan auch nicht sein. Von den Brötchen habe ich nichts gewusst, bis ich ungeplant vorzeitig die Augen aufgeschlagen habe. Die Brötchen ähneln eher sogenannten Scones, wie man sie in Groß Britannien kennt, einem hefelosen Brötchen mit Backpulver als Backtriebmittel
Mehl abwiegen
4 Eier
Ich weiß, Ihr seht nur 2, es waren aber 4 😉
8 Teelöffel Backpulver, pauschal 2 Tüten
2 Teelöffel Salz, aber nur gestrichen
Wer nicht so auf Salz steht, nimmt nur einen Teelöffel.
Öl abmessen
Öl in die Schüssel kippen
Wasser abmessen
Backpulver braucht Säure, damit sie richtig kracht. Also ein paar Spritzer Zitronensäure, oder Zitronensaft, oder ganz hardcore Essig benutzen, wenn die beiden anderen Alternativen nicht greifbar sind.
Teig mit dem Löffel verrühren
Hier kommt das große Backblech ins Spiel.
Mit Backpapier auslegen
Echte Männer reißen ihr Backpapier mit der Hand und schneiden es nicht mit der Schere.
Brötchen mit der Hand formen. Ich nehme 4 Brötchen pro Reihe
Läuft bei mir.
Die kleine Elisabeth fummelt auch mal am Blech rum.
Damit sie hinterher erzählen kann, dass sie auch mitgebacken hat, lasse ich sie die Brötchen mit Wasser bestreichen, damit sie eine schönere Oberfläche bekommen.
Jetzt heizt der Ofen auf 200 Grad hoch, Gasofen Stufe 5. In Kinderarbeit werden die Brötchen mit Wasser bestrichen.
Ab in den Ofen. Elektroofen auf die mittlere Schiene, Gasofen zweite Schiene von oben. Circa 20 bis 25 Minuten backen.
Nach 15 Minuten muss ich die Brötchen aus dem Ofen holen, weil ich keine Oberhitze habe. Das können sich alle mit einem gescheiten Ofen sparen.
Einfach am Backpapier ziehen und umgekehrt auf das Backblech fallen lassen. Da kann jetzt nichts mehr verkleben, weil der Teig oben abgebunden hat.
Jetzt noch 10 Minuten weiter backen lassen. Alle mit einem Ofen der Oberhitze hat, ersparen sich den Schritt und haben dann oben rundere Brötchen als ich. Ich habe nur die Wahl es zu lassen, oder so zu nehmen, wie es ist.
Nach 25 Minuten kommen die fertigen Brötchen aus dem Ofen
Von außen sind sie knusprig
Innen haben sie eine schöne Krume
Besonders lecker ist es natürlich gleich auf den ofenwarmen Brötchen Butter zu verstreichen
und darauf selbst gemachte Marmelade zu genießen.
Die Familie hat sich jedenfalls sehr gefreut und das ist ein guter Start in den Tag.
Hier noch einmal ein Blick auf die fertigen Brötchen.
Abends habe ich aus den Resten noch Chickenburger gemacht.  So ergibt alles einen Sinn.

Viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit.

10 Kommentare

  • elisabeth

    danke, praktische sache!
    wir sind nur 2 im haushalt – gehe ich recht in der annahme, dass die brötchen auch im TK landen dürfen? also sozusagen aufbackbar sind?

  • Deichnixe

    Hallo….Backpulver treibt auch ohne extra zugesetzte Säure, die ist nämlich schon im Backpulver, was aus Natron besteht mit drin. Nur wenn du Natron solo verwendest, sollte man zu optmalen Trieb was säuerliches zugeben. ZB. bei Muffins mit Natron mit Buttermilch oder Joghurt zubereiten.
    Guten Rutsch…..

  • kochaddict

    ich wollte gerade sagen, die eignen sich bestimmt auch gut als “bun” Ersatz für Burger, da seh ich dein Chickenburger-Rezept 😛

  • Chris

    Leider hat der Teig bei mir nicht funktioniert. War zu feucht und als ich mit bestimmt 300 g Mehl die Konsistenz verarbeitbar hatte, waren sie nach 40 Minuten noch spindig im Innern. Schade.

    • echt? die haben auch andere leserInnen gebacken, da hat es wie verrückt geklappt. ich kann dir aus der ferne leider nicht sagen, wo es hakt. am besten noch einmal probieren und vielleiht ein bisschen heißer backen

  • Mona

    Welches Mehl hast du genommen?

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