Spinat in Butter
Butter ist Butter. Für die Einsicht musste ich ganz schön alt werden. Früher hätte ich Butter immer weiträumig umfahren, aber seit ein paar Jahren mag ich Butter sehr und vor allem den Geschmack von Butter. Der macht wirklich alles besser. Spinat gart man sonst gerne mit Oliven- oder Rapsöl, je nachdem was man herausarbeiten möchte. Mit Olivenöl schmeckt er eher mediterran und mit Rapsöl neutral. Mit Butter schmeckt er richtig rund und voll. Dieses Wissen verdanke ich übrigens meiner Frau, die hat mich auf Butter gebracht.

Zutaten:
250 Gramm (Baby)Blattspinat
1 Zwiebel
50 Gramm Butter
1 Teelöffel Salz
Reichlich Pfeffer aus der Mühle
3 Knoblauchzehen
1 Prise Muskatnuss
100 Milliliter Weißwein trocken

Zwiebel zerkleinern , Butter in die Pfanne geben

Drei Knoblauchzehen abziehen

Knoblauchzehen hacken und zu den Zwiebeln in die Butter geben

Herdplatte läuft auf Vollgas. Zwiebeln alle zwei Minuten wenden.

Die Zwiebeln sollen ein bisschen Wasser verlieren und an den Rändern bräunen werden.

Spinat verlesen und dicke Stiele entfernen. Ich habe Babyspinat gekauft, da ist es eigenlich egal, weil alles fein daran ist. Den 500 Gramm Sack gab es im Sonderangebot für € 1,50 und ich habe die Hälfte hier benutzt.

Spinat in die Pfanne geben

Der fällt ruckzuck zusammen

Muskatnuss reiben

Salz

Pfeffer aus der Mühle

Trockener Weißwein

Der macht jetzt alles rund

Noch zwei Minuten aud kleiner Flamme garen und dann den Herd abstellen.

Das ist Spinat für zwei, oder drei Personen als Beilage. Mehr bekomme ich bei meiner Familie davon nicht lost, aber er schmeckt sensationell. Lasst den Scheiß mit gefrorenem Spinat. So schmeckt Spinat.

Hier noch ein bisschen einsam auf dem Teller

Hier schon ganz sommerlich mit Kartoffel Wedges mit resistenter Stärke und einem Duke of Berkshire Schweinefilet

Und weil man auf einem Bein nicht stehen kann, gibt es auch noch einen Blumenkohl alla caprese, nachdem ich zwei Kilo Mozzarella für zwei Euro bekommen habe. Rezepte folgen.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

Es mag dekadent anmuten, ich mag in letzter Zeit nicht nur Butter, sondern speziell Irische. Freunde waren in Irland auf Rundreise und berichteten, daß alle Milchprodukte besonders schmecken. Milch, Sahne und eben die Butter würden alle Gerichte heben. Seither bin ich aufmerksamer beim Kosten und bilde mir ein, daß es zumindest bei der Butter stimmt.
Die schlechteste Küche Europas soll die Schottische sein, man frittiert viel und sogar Snickers. Irgendwann überprüfe ich das, weil ich Edinburgh besuchen möchte. Die Schotten sollen extrem herzlich sein, ich tanze regelmäßig Scottish Country Dance und liebe den Schottischen Single-Malt-Whisky. Und solange ich Bier auf dem Tisch und nette Gesellschaft habe, kann ich auch weniger gutes Essen hinunterspülen.
Ich war mal geschäftlich in Schottland und das Essen war gar nicht schlecht, wenn man sich an die Kolonialküche hält und nichts britisches isst.