Cig Köfte

Cig Köfte sind einer der Favoriten meiner Kinder. Da hält sie nichts mehr, wenn sie diese vegane Spezialität in Salatblätter einwickeln können. Scharf darf es gerne sein und besonders gehen sie auf den Geschmack des Granatapfelsirups ab. Wir haben Sommer, es sind Ferien, meine Freundin Conny aus Thrüringen war mit Familie zu Besuch, also gute Gründe für so ein sommerliches Gericht, das sich wie Urlaub anfühlt. Es kommt komplett ohne Fleisch aus, ohne sich fleischlos anzufühlen. Na ja und es ist türkisch as fuck

Zutaten:

250 Gramm feiner Bulgur
300 Milliliter kochendes Wasser
1 Teelöffel Salz
100 Milliliter Olivenöl
100 Milliliter Granatapfelsirup
1 Teelöffel Kreuzkümmel
2 Prisen Chiliflocken
4 Esslöffel Paprikamark (anklicken)
4 Lauchzwiebeln
1 rote Zwiebel
6 Esslöffel glatte Petersilie
2 Esslöffel Tomatenmark
1 Esslöffel Oregano
2 Esslöffel Paprika edelsüß
3 Knoblauchzehen

Bulgar in einer Schüssel abwiegen. Beim Kauf auf den feinen Mahlgrad achten.

Chiliflocken

Kochendes Wasser

Kochendes Wasser über den Bulgur gießen

Bulgur quellen lassen

Schüssel abdecken und 10 Minuten aufgehen lassen.

Das ist mein selbst gemachtes Paprikamark, das kann man auch kaufen, nennt Biber Salcasi und das gibt es in mild und in scharf.

Tomatenmark

Tomatenmark und Paprikamark in der Schüssel

Salz

Kreuzkümmel

Oregano

100 Milliliter Granatapfelsirup

Das gibt Süße, Säure und Bindung.

Olivenöl

Eine rote Zwiebel abziehen

Zwiebel zerkleinern

Zwiebeln kommen auch in die Schüssel

Das wir bemerkenswert frisch schmecken

Paprika edelsüß

Lauchzwiebeln abziehen und zerkleinern

Knoblauch pressen

Ganz wichtig, Cig Köfte müssen geknetet werden. Das geht in 20 Minuten von Hand, oder mit der Küchenmaschine in 10 Minuten auf Stufe 2 mit dem Knethaken.

Alle Zutaten vermischen sich dann gut.

Anschließend sieht das so aus.

Noch ein bisschen Granatapfelsirup darüber schadet nie. Die Cig Köfte kann man mit Fladenbrot, Teigfladen, oder auch einfach in Salatblätter eingedreht essen.

Salatblätter nehmen

Cig Köfte mit dem Esslöffel abstechen und auf das Blatt legen

Blatt an den Seiten hochziehen

Blatt von oben noch unten runterziehen

Dann einfach reinbeißen und genießen

Weiter geht es. Sehr geselliger Spaß für die ganze Familie. Ich weiß gar nicht, wieso keiner meckert.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

13 Kommentare

  • Conny

    Ich kann bestätigen: sieht nach nicht viel aus, kann geschmacklich aber so richtig was!

  • Sascha

    Nachgebaut. Ist ja nicht weiter kompliziert. 2 Punkte finde ich toll. Endlich eine leckere Idee für Sofortverbrauch von feinem Bulgur, den ich für die Fermentation gekauft hatte, um arme Leute Käse herzustellen. Und ich habe für Blattsalat mal was ohne Dressing.

    • Das mit dem Fermentieren klingt interessant. Gibt es dazu irgenwas zum Nachlesen?

      • Sascha

        Google mal nach “Keshek el Foukara”. Ich hatte den Übergang von wildem Fermentieren von Gemüsen (Sauerkraut z. B.) zu Hülsenfrüchten und anderen pflanzlichen Lebensmitteln, die nicht spontan von selbst fermentieren geschafft. Feinen Bulgur fermentieren zu lassen war ein Experiment. Wenn es gelingt (ich verstehe z. B. nicht, wieso täglich rühren im Ansatz Schimmel verhüten soll, ich würde eher vom Gegenteil ausgehen, siehe Reddit-Gesprächsfaden), bekommt man ein streng riechendes Ergebnis, das man als käsig einstufen kann. Der Geschmack ist dann aber eher zart. Das ändert sich vielleicht noch bei längerer Lagerung wie im Reddit-Gesprächsfaden besprochen wird, wenn man Kugeln davon macht und in einem Gefäß in Olivenöl einlagert. Das erschien mir zu teuer für weiteres experimentieren.

        • Haifisch

          Danke – das mach ich 🙂

          der Haifisch

        • ich glaube bei sowas scheitere ich an der Regelmäßigkeit. Ich habe von Samstag bis heute auch schon wieder irgendwelche Pflanzen meiner Frau umgebracht.

        • Sascha

          Wenn man eine Weile rumfermentiert hat, hat man ein gutes Auge und eine Nase, die beurteilen können, ob das Ferment gut oder schlecht geworden ist und der Geschmack ist dann ausschlaggebend. Irgendwo kürzlich habe ich mal die Aussage gefunden, dass die Mikroorganismen im Sauerteig in der Lage wären, Glutene aufzubrechen. Ich war davon ausgegangen, dass die problematischen FODMAPs zerlegt werden. Über Gluten hatte ich vorher noch nichts gelesen, frische Googeln scheint das aber zu bestätigen. Wieso ist Fermentation von glutenhaltigen Lebensmitteln für Dich, Haifisch, problematisch?

          • Haifisch

            Sascha:
            Fermentation von Gluten zu Alkohol und CO2
            und gern noch anderen Bausteinen
            ist nicht problematisch. Das will ich.
            Bei Roggen ist die Fermentation / Gärung /
            Abbau von Gluten so gut,
            das ich Roggen mit langer Teigführung essen kann.
            Das Gluten fast komplett weg.
            Ob das für Zöliakie reichen würde,
            das weiß ich nicht,
            aber für Gluten-Empfindlichkeit reicht es.

            Bulgur ist Weizen. Rein, 100%. Gedämpft.
            Auch fermentiert / vergoren bleibt zu viel Gluten übrig.
            Also probiere ich es erst gar nicht,
            es ist für eine Zwecke zu glutenhaltig.

            Aber das Thema weißes Pferd / Schimmel
            wie der Jörg so frech kommentiert 😉
            ist grundsätzlich interessant,
            weil das ja auch beim Sauerkraut passieren kann.
            Da ist definitiv KEIN Gluten dran.

            Im Pott Rühren halte ich auch eher für kontraproduktiv.
            Eher abfischen und mehr Salz oder was auch immer drauf…
            Wenn mans einrührt, dann vermehrt sich das noch besser,
            wenn der Nährboden verkehrt ist.
            Nun, wer weiß, Camenbert-Sauerkraut..
            vielleicht wäre das mal der Hit…

          • Mein Hirn hat sich beim Fermentieren komplett ausgehängt. Ich weiß irgendwas mit 20 Gramm Salz auf ein Kilo Biomasse. Der Rest überfordert mich gerade

  • Haifisch

    Sascha, “arme Leute Käse”
    was ist das? mit Bulgur?
    Hab ich noch nie gehört 🙂

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