Kartoffelpüree mit Butter, Sahne und Milch

Ich habe die Pürees nicht gezählt, die ich schon im Blog habe, aber da schadet ein weiteres niemals, wenn ich immer diese Tapetenkleisterrotze aus der Tüte, auf Fotos in Kochgruppen sehe und dazu lese, wie vehement so ein kulinarischer Kernschrott, von den immer gleichen Nixkönnern bis auf’s Blut verteidigt wird. Nachdem erstmal reinposaunt wird, dass es niemanden etwas angeht, wie man sein Kartoffelpüree “kocht”, bzw. Tütenpulver mit Wasser verrührt, wird es dann schon verfeinert genannt, wenn man stattdessen (H-) Milch nimmt. Es gibt nicht so richtig viele Gerichte aus mehreren Komponenten, die man in weniger als einer Stunde auf den Tisch bringt, aber ein selbst gemachtes Kartoffelpüree passt auf jeden Fall in dieses Zeitfenster, während man den Rest zubereitet. Ich verstehe immer nicht, wieso man unbedingt irgendwas essen möchte, wofür man nicht bereit ist, die Zeit aufzubringen die es dauert, um es ordentlich zu kochen. Auch hier bin ich mir sicher, dass es nur Maulheldentum ist, dieses Fertigzeug als Ausnahme zu deklarieren, weil das niemand freiwillig isst, der weiß wie ein selbstgemachtes schmeckt.


Zutaten:

1,5 Kilo Kartoffeln festkochend
1 Teelöffel Salz
Pfeffer aus der Mühle
1 Prise Muskatnuss
100 Gramm Butter
200 Gramm Sahne
+/- 150 Milliliter Milch

Kartoffeln kalt aufsetzen und ab dem Zeitpunkt wenn das Wasser kocht, 20 Minuten kochen lassen. Danach abkippen und ausdampfen lassen.

Damit die ich heißen Kartoffeln nicht pellen muss, nehme ich meine Kartoffelpresse.

Heiße Kartoffel einlegen und durchpressen

Wenn die Kartoffeln in den Topf gepresst wurden, kommt die Butter hinzu. Temperatur auf mittlere Temperatur einstellen, damit das Püree nicht auskühlt. Dafür machen wir im Gegenzug auch schnell, damit nichts anbrennt.

Salz und Pfeffer und Muskatnuss.

1 Topf Sahne.

Butter und Sahne mit einem Kartoffelstampfer unterstampfen.

Das ist noch recht fest und da fehlt eine gewisse Lockerheit, deswegen kommt jetzt noch Milch.

Die von mit angeführten 200 Milliliter sind die untere Grenze, das müsst Ihr beim Unterstampfen selbst sehen, ob das reicht.

Nicht jede Kartoffel lässt sich gleich stampfen, die sind von Haus aus feuchter, oder trockener und ich nehme immer festkochende, auch wenn man für Püree eher eine mehligkochende Kartoffel nehmen würde. Mir gefiel die Konsistenz nach dem Unterstampfen.

Mit dem Kartoffelpüree habe ich ein Schweinerückensteak begleitet. Das ist wirklich nicht schwer. Die Kartoffeln kochen von alleine, die lassen sich schnell durch die Presse jagen und sind schnell gewürzt. Nicht vergessen, wenn man das noch nie selbst gemacht hat, ist es natürlich mehr Nervenkitzel, als wenn man das schon häufig gemacht hat. In der Küche schenkt einem keiner was, da bringt Routine eine Menge Zeitersparnis.

Ihr habe auf dem Bild mit den gekochten Kartoffel gesehen, dass da mehr als 1,5 Kilo Kartoffeln im Topf waren. Mit einem Kilo Kartoffeln habe ich karamellisierte Kartoffeln gemacht. Die zeige ich Euch auch noch.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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6 Kommentare

  • kochaddict

    Gottseidank weiß ich nicht, wie Gekaufter schmeckt 😀 Und ehrlich, wenn man den Luxus einer Kartoffelpresse
    wie du hat, dann macht sich dieses Gericht ja quasi von allein 🙂

    • die habe ich 2014 gekauft und die hat unter 20 euro gekostet. hat sich lange bezahlt gemacht und ich hätte der in Plastik gar nicht so ein langes leben vorausgesagt. ist aber immerhin von leifheit.

  • Langsam kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Du kein Tütenpürree magst. 😉 RIchtig so.
    Wer mag, kann sein Kartoffelpürree auch mal zubereiten wie Risotto. Das habe ich neulich mal probiert. Dazu Kartoffeln fein würfeln, in etwas Butter im Topf anschwitzen (gern auch etwas Zwiebel mit dazu), dann etwas Milch dazu geben und rühren, rühren, rühren bis sie weg ist. Dann Milch nachgeben und wieder rühren. Das wird wiederholt, bis die Kartoffel gar und zerfallen ist. Salz und Muskat sollte man auch noch mit einarbeiten. Mal was anderes, wenn man sonst nix zu tun hat.

  • Carmen

    Nix besseres als selbst gemachtes KartoffelPüree! ! Leider in Schul-Kindergarten soo schlecht, dass auch daheim nicht probiert wurde.
    Ich nehme für Kartoffeln einfach die spätzlepresse -geht super.
    Und genug Butter. .☺

    • ja, ich nehme auch die Presse mit der man auch spätzle macht, um die heißen kartoffeln ohne zu pellen zu zerkleinern. Ich war in einem kindergarten in dem es nie zu essen gab. da war man eine woche vormittags und eine woche nachmittags. ich kenne schlechtes püree höchstwahrscheinlich aus der gastro, mochte das aber auch nie.

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