Schwarzwurzeln in Béchamelsoße mit Speck

Ich habe ein Rezept mit Schwarzwurzeln gemacht, so wie man jetzt im Winter keinen Spargel essen sollte. Also um das gute Gefühl von Spargel als Erinnerung aufkommen zu lassen, ohne welchen zu essen und dann habe ich Schwarzwurzeln ganz klassisch gemacht, wie ich die schon seit meiner Kindheit nicht mochte. Schwarzwurzeln gab es in der kalten Jahreszeit immer bei meiner Oma in Scheeßel. Die hat dazu eine ganz scheußliche pampige Mehlschwitze gemacht, bei Salz, Pfeffer und Muskatnuss gespart und beim Gargrad das Modell Altenheimkost gewählt. Höchstwahrscheinlich wurden die wie Nudeln und Kartoffeln eine Stunde gekocht. Es hat auf jeden Fall gereicht, dass ich bis 2015, als ich Schwarzwurzeln beim Kaufland im Angebot bekommen habe, nie wieder etwas damit zu tun haben wollte. Deswegen hier die Mehlschwitzeversion in schön.

Zutaten:

500 Gramm Schwarzwurzeln
Wasser
Zitronensaft
Salz
2 Esslöffel Zucker
Pfeffer
1 Prise Muskatnuss
30 Gramm Butter
75 Gramm Speck
1 gehäuften Esslöffel Mehl
400 Milliliter Milch
300 Milliliter Brühe selbst gemacht (anklicken)
gehackte Petersilie

Schwarzwurzeln an den Enden abschneiden

Mit dem Sparschäler die Schale abschälen. Ich brauche dafür keine Handschuhe und nix und meine Hände sind nach einmal ordentlich abwaschen mit Geschirrspülmittel wieder vorzeigbar sauber. Das ist echt kein Thema, über das man diskutieren muss, ob Schwarzwurzeln Dreck machen, oder nicht.

Damit die Schwarzwurzeln nicht so schnell oxidieren, werden sie in Wasser mit einem Schuss Zitrone gelagert.

Ich habe die Schwarzwurzeln noch in der Dicke längs geteilt, damit es eher wie Spargel wirkt.

Das Kochwasser für die Schwarzwurzeln

Zu Würzen nehme ich einen Teelöffel Salz

Zwei Esslöffel Zucker. Der gleiche Trick wie beim Spargelkochen.

Wasser aufkochen lassen

Während das Wasser erhitzt, machen wir schon mal die Béchamelsoße. Die könnte auch schon fertig sein, da ist man bei der Zeiteinteilung frei.

Butter mit Speck anschwitzen und das Fett ausbraten.

Da kommt ganz schön Fett raus

Wenn das Fett beim Speck weggebraten ist und der Speck braun wird, dann geht es weiter.

Mehl

Mehl unterrühren und das Fett binden. Das Mehl soll nicht angebräunt werden.

Milch in den Topf geben und erhitzen.

Muskatnuss reiben

Ich habe gerade frische Gemüsebrühe gekocht, ansonsten hätte ich sie auch im Glas auf dem Küchenschrank gelagert.

In dem Maße in dem der Topfinhalt aufkocht, dickt die Soße an.

Hier hat sie schon richtig Konsistenz.

Dann auf kleinste Flamme bei geringster Hitze stellen.

Wasser für die Schwarzwurzeln ist jetzt auch heiß. Die brauchen 10-12 Minuten im Topf und bis dahin hat die Béchamelsoße auch genug Zeit auf dem Herd verbracht und man schmeckt nur noch den guten Soßengeschmack, aber kein Mehl mehr.

Wenn das Wasser kocht, kommen die Schwarzwurzeln hinein.

Sobald die Schwarzwurzeln im Topf sind, sollen sie nur noch gar ziehen. Auf kleinste Temperatur runterdrehen.

Nach zehn Minuten kommen die Schwarzwurzeln aus dem Topf.

Damit man sie leichter als Beilage servieren kann und damit die Kinder weniger Probleme beim Schneiden haben, kürze ich die Schwarzwurzelstücke auf zwei bis drei Zentimeter.

Schwarzwurzeln mit der Béchamelsoße vermischen

Jetzt könnten wir fast schon servieren

Petersilie hacken

Petersilie kommt zu den Schwarzwurzeln.

Schaut Euch das mal an. Ganz tolle, noch leicht bissfeste Schwarzwurzeln, mit einer leckeren, cremigen Béchamelsoße mit Speck und frischer Petersilie

Dazu reichen auch ein paar gut gemachte Kartoffeln, gerne geröstet, oder auch Reis

So schmecken jedem Schwarzwurzeln.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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