Apfelreduktion aus Apfelsaft und Apfelessig

Balsamicoreduktion steht ja schon mindestens fünf Jahre unter Strafe. Das hindert meine Schnekerliese aber nicht daran, solche Kostbarkeiten regelmäßig bei mir einzufordern, um sich das zusammen mit gerösteten Kartoffelwürfeln zu gönnen. Ich benutze diese Reduktion, meistens zu Dekozwecken, wie bei meiner Buttercremetorte, oder auch mal als Salatdressing, weil man die Süße des Apfelsafts, mit der Säure des Apfelessigs überall gut einsetzen kann.  

Zutaten:

1 Liter Essig
1 Liter Apfelsaft
1 Esslöffel Honig
Optional 1 Esslöffel in Wasser aufgelöste Speisestärke

Einen Topf mit guten 2 Liter Fassungsvermögen auf den Herd stellen. Andrehen und einen gehäuften Esslöffel Honig in den Topf geben

Einen Liter Apfelessig in den Topf geben

Einen Liter Apfelsaft dazu kippen. Nun haben wir 2 Liter Flüssigkeit plus den Honig im Topf

Herd auf kleiner Temperatur simmern lassen und immer wieder umrühren, damit sich am Topfboden nichts absetzt. Keinen Deckel auf den Topf legen, damit die Flüssigkeit verdampfen und sich der Geschmack konzentrieren kann. Eine Stunde einkochen lassen.

Ich habe solche Reduktionen schon mit hellem und rotem Balsamicoessig gemacht und den dazu gehörigen Traubensäften in den passenden Farben. Dabei habe ich beim Reduzieren ziemlich Schiffbruch erlitten und auch schon mal mal richtig Teer produziert, weil mir das bei gut 150 Millilitern aus 2 Litern Flüssigkeit angebrannt ist.  

Ich wollte auch so leidlich die helle Farbe erhalten, deswegen bin ich bei 0,4 Liter Restmenge den einfachen und sicheren Weg gegangen und habe einen Esslöffel Speisestärke in Wasser aufgelöst und dann kurz aufgekocht, damit die Flüssigkeit anzieht.

So macht man sich zwar die Haltbarkeit bis Sankt Nimmerlein kaputt, aber das ist ja auch zum Verbrauchen und nicht zum Anschauen. Ich lagere das ohnehin im Kühlschrank und da hat meine letzte Version ein Jahr ausgehalten, bis sie verbraucht war. 

Das ist jetzt heiß, da ist die Reduktion noch flüssiger, als sie im abgekühlten Zustand ist. 
Ihren Jungfernflug hatte die Apfelreduktion dann bei meinem Buttercremekuchen, als willkommene Säure gegen 500 Gramm Butter und 500 Gramm Puderzucker in der Füllung, plus 240 Gramm Zucker im Teig, plus den Zucker in der selbst gekochten Himbeermarmelade. 

Als Dressing über Tomate mit Mozzarella und gerösteten Kartoffeln ,ist die Reduktion genau so nützlich. Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.
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