Pfannenbrötchen aus totem Hefeteig

Meinen Hefeteig für Pizza lasse ich immer im Kühlschrank reifen. Eine Woche geht immer.  Die Sippe ist aber außer Haus und da ist der ein bisschen älter geworden als normal und roch auch schon ein bisschen fuselig und war säuerlich wie Sauerteig. Höchstwahrscheinlich werde ich deswegen sterben. Aber nicht sofort, weil das Gericht schon fünf Tage her ist und ich mich immer noch sehr munter fühle. Ich nehme den alten gereiften Pizzateig sonst immer als Basis für den nächsten Pizzateig, damit der auch neu schon nicht wie frisch angesetzt schmeckt. Zu einer Ladung leckerem Gemüse brauchte ich noch eine paar Kohlehydrate und Sonntag nach 22 Uhr kauft man sich in Berlin Kaulsdorf auch nicht mal eben so ein Baguette. Besser als selbst gebacken geht sowieso nicht. Problem Nummer zwei, mein Ofen ist gerade belegt mit einem Huhn, das auf einer Bierdose sitzt. Das bleibt mir nur der Weg Brötchen in der Pfanne zu braten backen.

Pizzateig letzter Stand:

1 Kilo Mehl
1/2 Würfel frische Hefe
600 Milliliter lauwarmes Wasser
2 Teelöffel Salz
4 Esslöffel Olivenöl
Mehl zum Arbeiten

Ganzes Rezept HIER (anklicken)

Butter

Wenn der Teig sehr reif ist, wird er nicht mehr so luftig und blasig, sondern eher schmierig. Deswegen braucht der Mehl, damit er wieder fester wird.  Ich bedecke den Boden einer Schüssel mit Mehl

Teigklumpen (ca 500 Gramm) in die Schüssel geben und das Mehl in den Teig einkneten, bis der Teig nicht mehr an den Fingern klebt.

Dann in den Handflächen kleine Brötchen formen.
Das geht ganz schnell. Wenn man es gut machen will, dann lässt man den Teig jetzt noch 20 Minuten ruhen und die Brötchen an der Luft wieder aufgehen. Mir war es egal, dass es dauert, weil ich Zeit hatte und ein paar Gerichte parallel für den Blog vorgekocht habe, damit in der Woche weniger Stress mit dem Essen ist.
Nach 20 Minuten eine beschichtete Pfanne auf den Herd stellen und volle Pulle erhitzen
Wenn die Brötchen in der Pfanne liegen, den Herd auf die kleinste Stufe reduzieren und die Brötchen nach 8 Minuten wenden. Wichtig ist, dass auf der Pfanne ein Deckel ist, damit die Hitze sich in der Pfanne fängt.
Das ist noch vor dem Wenden, um zu zeigen, dass der Teig trotz seiner Reife noch aufgeht.
Hier ist jetzt gewendet worden.
Also wieder den Deckel auf die Pfanne legen und erneut 8 Minuten weiter backen.
Ich fand, dass die Brötchen ein bisschen Stumpf aussehen und dass denen ein bisschen Glanz nicht schaden könnte.
Deswegen habe ich nach den acht Minuten noch ein bisschen Butter in die Pfanne gegeben und den Her noch mal richtig auf Feuer gestellt. Die Farbe der Brötchen ließ das zu, ohne dass die jetzt anbrennen würden.
Zwei Minuten und dann wenden
Sieht gut aus, hat eine schöne Konsistenz und durch den gereiften Teig schmeckt das mit deutlicher Säure wie ein Sauerteigbrot. Wenn man die Brötchen kalt iss, tritt die Säure aber deutlich in den Hintergrund.
Gesunde Gesichtsfarbe
Danach kann man die Pfannenbrötchen direkt aus der Pfanne servieren, oder auch abgekühlt. Mir war wichtig zu probieren, ob der Teig zu alt war, um damit noch etwas zu machen und natürlich auch, dass man keinen Ofen braucht, um Brötchen zu backen. Ausreden gibt es ja immer genug, um irgendwas nicht selbst zu machen. Da entfallen gerade wieder zwei.
Tolle Kruste, leckere Krume, super Geschmack. Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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