Five – Fifteen – Drink für Mutti

In meinem Gutbürgerlichen  Kochbuch von 1968 gibt es nach einem guten Essen immer noch einen auf die Lampe.  Die haben damals auch schon gewusst, dass  Mutti nach nem Drink lockerer ist, als nach ner Tasse Kamillentee. Der Name des Getränks ist five – fifteen und damit ist sicherlich die Uhrzeit gemeint, tendenziell nicht am Nachmittag, sondern nachts wenn die anderen schlafen.


Zutaten:

1 Teil blue Curacao
1 Teil Vermouth dry
1 Teil süße Sahne
Eiswürfel
Muskatnuss

Hier gab es jahrelang keinen Alkohol, weil meine Frau immer schwanger war, oder ersatzweise gestillt hat. Falls ich jemals irgendwelches Barzubehör besessen haben sollte, dann ist es Opfer diverser Auszüge geworden. Deswegen wird hier kräftig improvisiert.
Die Versuchsanordnung steht so weit.
1 Teil Blue Curacao. Zum Mixen benutze ich den guten Bodum Kaffeebecher to go.
1 Teil trockener Vermouth
1 Teil Sahne
Eiswürfel. Je mehr desto schöner.
Alles in den Mixbecher geben.
Schütteln, schütteln, schütteln. Alles wird kalt und verbindet sich gut. Die Sahne dickt dann auch schon leicht an.
Den Drink durch ein Sieb ins Glas gießen
Schlumpffarbe vom feinsten.
Spaß im Glas.
Eine Prise Muskatnuss.
Prost Miss Sophie! sie sehen jünger aus als je zuvor.
Noch zwei Zitronenscheiben ans Glas heften und hoffen, dass man zwei Frauen zum Trinken um fünf Uhr fünfzehn am Start hat, denn der Drink ist echt nur was für Mädchen. Ich trinke den nur aus rein wissenschaftlichen Gründen für Euch mit, damit ich den beschreiben kann.
Ganz scheußlich für Männergaumen, wenn man nicht gerade Kellner oder Friseur ist. Bläulich, leicht klebrig, sahnig, also genau was Frauen so mögen, wenn sie sonst zu Hugo und anderer Gummibärchenbrause in Stimmung geraten.
Tage an denen ich mich doppelt über mein Y Chromosom freue, aber gerne beim Mischen dieser Köstlichkeit behilflich bin.
Viel Spaß beim Nachmixen und einen guten Durst.

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