Polentakroketten

Das ist sehr sommerlich mediterran und diese Kroketten waren nun gerade richtig fällig, weil ich bei so vielen gezeigten Gerichten trotz Sommer, immer nur diese fiesen Tiefkühlkroketten aus der Packung sehe. Als Kind habe ich die natürlich auch gegessen, weil Kinder nie besser essen, als Eltern denen das vorleben, aber wenn man dem mütterlichen Kochen entwachsen ist, könnte man darüber neu nachdenken und bevor ich dann so uniformes geschwefeltes Industriekartoffelzeug esse, schaue ich gerne, was es noch anderes auf der Welt gibt, mit denen man Kalorien einen Sinn geben kann. Polentakroketten kann man regional nach Italien, Spanien, Portugal, aber auch mehr in den Südosten, wie Rumänien verorten.

Zutaten:

260 Gramm Maisgrieß
6 Eigelb
1 Liter Wasser
1 Sack Paniermehl
1 Liter Rapsöl
1 Teelöffel Salz
1 Prise Chiliflocken
1 Prise Muskatnuss
2 Esslöffel Speisestärke
Petersilie hacken

260 Gramm Maisgrieß, nicht wundern, bei meiner Kokswaage ist letzte Null weg, also defekt und nicht mehr zu sehen. Die Wahrheit ist, dass es eine Briefwaage ist.

1 Teelöffel Meersalz

Maisgrieß und Salz in einen Topf gießen

Einen Liter Wasser abmessen

Wasser erhitzen

Ihr könnt mit einem Kochlöffel rühren, ich nehme meinen ESGE Zauberstab mit der Schlagscheibe.

Man kann zusehen, wie die Masse immer dicker wird, je mehr das Wasser erhitzt wird.

Eine Priese Chiliflocken

Muskatnuss.

Immer weiter rühren

Jetzt wird die Masse schon sichtbar dicker, die soll 5 Minuten Blase schlagen, wie beim Pudding kochen, dann ist sie gut.

Petersilie hacken

Masse ist gut

Petersilie einrühren, das gibt mehr Frische. Ihr könntet auch Röstzwiebeln, Knoblauch, Speckwürfel dazu geben, ich hatte nur keinen Bock auf Gequatsche am Tisch. Wenn irgendwas sowieso schon neu ist für vier Kinder, muss man immer möglichst wenig Diskussionsbedarf ins Essen einbauen. Maisgrieß ist das schon schwierig, weil keiner so richtig an Polenta ran will.

Nun noch den Maisgrieß unter einem Deckel quellen lassen.

Deckel drauf und 5 Minuten quellen lassen.

6 Eidotter trennen

Ich habe mit den Eiweiß ausnahmsweise nichts gemacht, weil die Frage immer wieder auftaucht, wenn man die Eier trennt.

Eier verrühren.

Der Maisgrieß ist auch weiter gequollen.

Zwei Esslöffel Kartoffelmehl (Speisestärke)

Kartoffelstärke in den Topf geben.

Die Eidotter hinzu gießen

Alles verühren

Nun muss die Masse richtig abkühlen. Je kälter desto fester wird sie und desto geringer ist die Gefahr, dass die Polentakroketten später auseinander fallen,

Paniermehl

Aus der erkalteten Masse mit einem Esslöffel Polentamasse entnehmen.

Mit der Hand eine Krokette rollen, oder formen.

In Paniermehl wälzen

Eine größere Anzahl Kroketten rollen.

Am Ende habt Ihr ein großes Holzbrett voll, ist schließlich über ein Kilo Masse.

Rapsöl in meiner Pfanne erhitzen- Das Öl muss am Holzpfannenwender sprudeln. Ich habe den Herd in dem Moment auf der größten Herdplatte auf Volldampf laufen.

Dann kommen die Polentakroketten ins heiße Öl.

Ihr könnt die wie Pommes frites in zwei Gängen frittieren, also den ersten nur so leidlich braun und dann vor dem Servieren noch ein zweites Mal mit noch mehr Hitze bis zum perfekten braun.

Ich habe die aber in einem Rutsch schön braun und kross bekommen. Den Backofen auf 80 Grad einstellen zum Zwischenlagern, bis das Essen serviert wird. Sobald die Kroketten im Fett sind, drehe ich auf 50 % Leistung runter, damit die nicht zu schnell braun werden und trotzdem noch auf dem Öl schwimmen.

Nach vier Minuten wenden.

Nach acht Minuten fertig und auf Küchenkrepp entfetten.

Im Ofen zwischenlagern bis es an den Tisch geht.

Die Polentakroketten habe ich zu einem sommerlichen Schmorgericht serviert. Mir gehen nämlich diese ganzen Stoffel mega auf den Sack, die im Sommer bei 35 Grad immer das gleiche langweilige Zeug in Form von dumpfen Braten mit Klößen und Sauerkraut und Rotkohl fressen und mit Waffengewalt verteidigen, statt sich mal mehr mit den Jahreszeiten zu ernähren. Mein Ansatz war, dass man im Sommer anderes Wetter hat, dass irgendwas anderes geerntet wird, dass man Lust auf andere Geschmäcker hat, je nach Temperatur. Ich kämpfe dann auch immer noch gegen meine Frau, die nämlich genau diesen Unterschied von mir beim Kochen einfordert und die muss ich dann erst einmal davon überzeugen, dass es sehr wohl sommerliche Schmorgerichte für die warme Jahreszeit gibt.

Das zeige ich Euch als nächstes und ich verspreche ein sensationelles Resultat.

Das Resultat ist aber auch nur so geil, weil es stimmig ist und dazu gehören eben auch diese Polentakroketten. Außen knusprig, innen cremig, geschmacklich richtig toll. Die Kinder haben das problemlos gegessen und noch nachgenommen. Schnekerliese hat gesagt, Papa ich weiß das ist Mais und Polenta und beides mag ich nicht, aber die schmecken toll.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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