Rippen mit Sweet Chilisoße

Dieses Gericht entspringt einer mitternächtlichen Hungerattacke nach dem Joggen. Ich bin vorher meine abendlichen zehn Kilometer gelaufen und hatte einfach Hunger auf diesen besonderen Wohlfühlgeschmack, den man vielleicht nicht beschreiben kann, aber den man sofort erkennt wenn man auf ihn trifft. Meine Familie war im Urlaub und somit störte sich auch niemand an Fett und Dämpfen auf der Bernina Nähmaschine, oder fragte wieso man ausgerechnet um die Uhrzeit und wieso überhaupt Fleisch und nö, davon will ich auch nichts abhaben. Junger Mann zum Mitessen gesucht (wie auf dem Rummelplatz)

Zutaten für zwei Personen:

2 Kilo Rippen vom Schwein
80 Milliliter Sojasoße
100 Milliliter Brandy
100 Milliliter Sweet Chilisoße
2-3 Lauchzwiebeln
1 Peperoni
Petersilie
500 Milliliter Rapsöl

Salat:

200 Gramm Spitzkohl
150 Gramm Rettich
1 Peperoni
1 Möhre
30 Milliliter Sojasoße
1/2 Teelöffel Salz
30 Milliliter Rapsöl
20 Milliliter Essig

Beilage

Maiskolben

Rippen entlang der Knochen voneinander trennen

Sojasoße zum Marinieren der Rippen in eine Schüssel gießen

Da warten schon die Rippen. 5 Minuten marinieren lassen, oder länger wenn Ihr mehr Zeit habt.

Rapsöl in den Wok füllen. Danach mache ich den Salat

Spitzkohl hacken

Rettich reiben

Möhre reiben

Zutaten in eine Salatschüssel füllen

Salz

Salz verkneten, bis die Hände nass werden.

Peperoni hacken

Peperoni zum Salat geben

Sojasoße

Rapsöl

Essig

Alles vermischen

Wok mit dem Öl erhitzen

Maiskolben in vier Teile brechen

Maiskolben legen wir erstmal zur Seite

Öl ist heiß, das kann man daran erkennen, dass das Öl am Holz sprudelt.

Immer nur 500 Gramm Rippen zur Zeit im Wok ausbacken. Sonst sinkt die Temperatur durch die Menge an rohem Fleisch zu sehr ab und die Rippen werden nur gekocht.

Die andere Hälfte liegt noch in der Schüssel

Die Rippen werden am Ende doppelt frittiert, aber im ersten Gang sollen sie goldbraun werden. Herd läuft immer noch volle Pulle.

Das Fett soll sprudeln

Erste Runde für die Hälfte der Rippen ist rum.

Zweite Hälfte

Die anderen gegarten Rippen lagern im Sieb

Schaut mal wie zart das Fleisch ist.

Zweite Hälfte Rippen kommt auch aus dem ersten Bad im ÖL

Mais im Öl garen

5 Minuten im Fett schwenken

Anschließend warm halten.

Jetzt das Fett wieder richtig aufheizen bis 170 Grad

Rippen kommen nun zusammen ins Ölbad und sollen noch dunkler bräunen.

3 bis 5 Minuten, je nach Herd werden es sein.

Dann wieder raus aus dem Öl

Öl bis auf 100 Milliliter aus dem Wok ausgießen und aufheizen

100 Milliliter Brandy

Sweet Chilisoße (anklicken)

Das wird die Soßenbegleitung

Rippen in die Soße geben

Deckel auf den Wok legen und 15 Minuten bei geringster Temperatur schmoren

Peperoni hacken

Frühlingszwiebeln hacken

Petersilie hacken

Danach sieht das Fleisch so aus

Grünkraut und Peperoni zum Fleisch kippen, Herd abstellen.

Alles vermischen

Salat, Maiskolben und Fleisch auf einem Teller anrichten. Die Soße hätte man auch mit aufgelöster Speisestärke binden können, aber dafür hatte ich nachts keinen Sinn mehr.

Das Fleisch schmeckt saugeil, fällt so von den Knochen. Geschmacklich dezent scharf und richtig voll und rund. Knackiger Salat und richtig guter Mais aus dem Fett, der auch den Geschmack der Rippen angenommen hat. Sehr stimmig

Sehr geil, setzt Fressbremsen komplett außer Kraft. Davon möchte man immer mehr essen als da ist.

Niemand versteht Euch besser als ich, was das betrifft. Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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4 Kommentare

  • Peter Eitel

    Jungejunge, SO sieht also bei dir der “kleene Hunger auf die Nacht ” aus? Respekt!

    Dass das was feines ist, hab ich ja schon bei der Preview von der Chilisoße gesehen, aber das
    da hätte ich jetzt echt nicht erwartet:
    1 Kilo Rippe pro Nase ist ja schon mal ein Machtwort, aber die dann 2 X frittiert und hinterher
    noch mit reichlich Fett und den Aromaten geschmort ist echt pornös.
    Sieht verflucht geil aus, aber ich hab’s halt nun mal irgendwie nicht so mit dem Frittieren…
    Ich werde also noch mal nach deinem Post ( ich glaube..) G-Spot bei den Rippchen gucken und mir da was zusammenreimen. Die Idee mit dem anschließend noch bissele in feiner Tunke schmoren, gefällt mir jedenfalls sehr gut.
    Irgendwie will bzw. muss ich das nachbasteln; die Kombi sieht einfach zu köstlich aus.

    Apropos Cilisauce: hab ich jetzt gerade gemacht – ja, mit Aprikose anstatt Ingwer – kommt gut. Schön fruchtig mit angenehmer Süße, aber meine Chilis hatten noch nicht so dolle Wumms. keine Ahnung, ob es daran lag, dass die schon leicht getrocknet waren, oder ob es einfach an der Sorte liegt. Das werde ich nochmal aufkochen und noch mehr Chili reintun.
    Danke aber für das Rezept. Endlich mal wieder eine gescheite Sweet- Chilisauce…
    jetzt erst merke ich, dass ich das im Grunde lange vermisst habe.

    Ah, und noch was habe ich heute gelernt:
    Ich sollte wohl mal meine grundsätzliche Einstellung zu Rummelplätzen ändern.
    Bisher wäre ich davon ausgegangen, dass wenn irgendwo spätnachts ein dunkelgekleideter stattlicher Kerl mit Glatze zwischen den Buden steht und nem Schild vor dem Bauch.
    ” Junger mann zum Mitessen gesucht” ; dann hätte ich mich wohl eher hübsch verdrückt
    und angenommen, dass das der Code zur Einladung zu einem zünftigen Splatterabend
    unter eingefleischten Kannibalisten ist.
    Aber nun halte ich es auch für denkbar, dass das einfach ein freundlicher temporärer
    Strohwitwer mit prima Kochkenntnissen ist, der lediglich sein pervers leckeres Nachtmahl mit
    jemandem teilen möchte.
    Tja, so kann man sich anscheinend täuschen……

    • Unverhofft kommt oft. Wenn du das Frittieren nicht magst, dann musst du sie einfach durchgängig schmoren, nachdem die vorher angebraten wurden. sowas habe ich der pipeline, aber leider noch nicht verbloggt.
      Also anbraten und dann mit Flüssigkeit und Chilisoße bei wenig Temperatur mit Deckel schmoren, bis das Fleisch vom Knochen fällt. Ich denke bei dem Fleisch circa 90 Minuten. Von einem Kilo bleibt doch auch gar nicht viel essbares übrige, finde ich jedenfalls.

  • Peter Eitel

    Ah dufte! So in etwa hatte ich mir das auch vorgestellt,
    aber es ist natürlich prima, wenn der Cheffe hierzu sein bereits erprobtes oberamtliches OK gibt. Mille Grazie für den Hinweis! So wird das bei bei Gelegenheit ganz sicher bald mal angetestet.

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