Senf mit Bier

Im Moment sehe ich wieder täglich diesen dressierten Affenbeef unter jeder Bratwurst, ob der Senf von Bautzner besser ist, als der von Born, oder Jütro, oder Kühne, oder Thomy. Diese Diskussion kann man nur führen, wenn man seinen Senf noch niemals selbst gemacht hat. Deswegen ist es höchste Zeit für ein neues Senfrezept, das so einfach ist, dass es jeder nachmachen kann.

Zutaten:

300 Gramm Senfmehl
1 Esslöffel Senf
1 Prise Chiliflocken
100 Milliliter Rapsöl
300 Milliliter Bier
1 Liter Essig
0,33 Liter Bier

Das Senfmehl ist von Metro und mittelscharf. Man kann es auch im Internet bestellen, oder beim Mix Markt, oder bei Edeka, Rewe, oder Kaufland kaufen.

Senfmehl abwiegen

Salz

Chiliflocken

Einen Liter Essig eingießen

Rapsöl abmessen

Rapsöl in den Topf gießen

Bier

Bier kommt in den Topf

Herd anstellen auf Vollgas erhitzen, ohne dass der Senf kochen soll. Wir sind schnell unterwegs.

Mit dem Esge Zauberstab, oder einem Pürierstab in den Topf gehen und das Senfmehl verrühren

Während der Topfinhalt erhitze nimmt das Volumen des Senfmehls zu und man merkt, wie es immer dickflüssiger wird.

Der Senf dickt auch noch weiter an, wenn er im Glas reift. Ich koche den Senf nicht auf, sondern warte nur bis er zähflüssig wird und nicht mehr flüssig vom Löffel läuft. Dann fülle ich in Gläser, bzw. meinen Senfeimer für die Küche ab.

Erstmal Gläser abfüllen

Senf in ein Litermaß abfüllen

Trichter auf das Senfglas stellen

Senf in der Glas umfüllen

Anschließend die Gläser mit den Deckeln verschließen. Der Senf hält locker sechs Monate, aber so alt wird der gar nicht weil Ihr den vorher verbraucht.

Das ist mein Senfeimer.

Der steht in der Küche im Schrank und ist im Einsatz, wenn ich beim Kochen Senf brauche für Salatdressing, Marinaden usw. Der Senf sollte erstmal drei Tage reifen, bevor man ihn benutzt, aber man kann den auch sofort benutzen. Der Senf wird beim Reifen milder, wenn er Euch frisch zu sauer, oder zu scharf ist, Das verwächst sich noch.

Ich habe den gleich zum Mittagessen verwendet. Moorwürste in der Heißluftfritteuse zubereitet, weil es sich da von alleine macht.

Da nutzen wir gleich den frischen Senf. Der schmeckt total sauber, ohne Konservierungsmittel, schöne Säure, dezente Schärfe, einfach guter Geschmack von Bier, ohne dass man sofort sagen könnte, oh das ist ja Bier im Senf. Schmeckt einfach gut.

Senf auf Toastbrot streichen

Röstzwiebeln

Moorwurst halbieren

Wurst auf das Brot legen

Senf, wir haben ja genug davon

6 Minuten im Sandwichmaker kross backen

Verdammt lecker, wenn man einen frischen, selbst gemachten Senf verwendet.

Viel Spaß beim Nachrühren und einen guten Appetit.

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8 Kommentare

  • Florian

    Also vorweg: Ich habe mich – auch schon vor dem fleißigen, wenn auch oft stillen Mitlesen seit einigen Jahren – schon mehrmals an Senf in verschiedensten Varianten versucht, geworden ist es immer was (wie könnte es auch nicht, die Zubereitung ist denkbar einfach). Auch deine Rezepte haben natürlich Einfluss gefunden.

    Ich bin gewiss keine “Markensau” und propagiere – wo immer möglich und sinnvoll – das Selbermachen.

    Aber trotz unzähliger Versuche und Variationen komme ich gerade bei Senf nicht drauf, dass und wo das selbst produzierte Produkt besser sein soll. Klar, das mag jetzt voll subjektiv sein, man kann es auf die Ausgangsprodukte von billigem Essig bis hin zu ranzigem Senfmehl schieben, aber ich greife da tatsächlich lieber zum gekauften Produkt im Regal, das holt mich geschmacklich einfach mehr ab….Und ich habe von Eigenmarken-Dijon über sämtliche mittelscharfe Produkte der westlichen Hemisphäre bis hin zum “scharfen Klassiker aus NRW mit der roten Tube” gefühlt alles durch…

    Ohne Werbung machen zu wollen, aber mich holt hier tatsächlich der mittelscharfe Senf von Develey am ehesten ab, Weisswurst-Senf muss von Händlmaier. Mehr ist hier in diesen Gefilden an Durchlauf eigentlich eh selten vorhanden, wenns mal scharf sein soll, kommt die rote Tube oder für Salate ein Dijon-Produkt auf den Tisch.

    Bei Ketchup, Mayo oder anderen Saucen sieht die Sache wieder vollkommen anders aus, da bin ich meistens voll bei deinen Rezepten und es wird auch schon lang nix mehr anderes aufgetischt.

    (Nein, dieser Kommentar wird nicht von Firmen aus Unterhaching oder Regensburg vergütet und ja, ich kenne die Zutatenliste der Produkte – falls der Einwurf kommen sollte)

    • Nein, keine Einwände von meiner Seite. Ich mag selbst gemachten Senf einfach. Der ist wenn man ihn so normal macht, einfach lecker und noch besser wird er, wenn man den saisonal und themenbezogen macht. Speziell für ein Gericht abgestimmt, oder mit Früchten und anderer Saisonware. Wenn man Maseke macht https://glatzkoch.de/2017/03/17/maseke-mayo-senf-ketchup-in-eine/ , ist es echt konkurrenzlos. Ich laufe auch nicht bei einem gekauften Senf weg, Händlmeyer ist der Stifter meines Litereimers, aber generell finde ich mich besser als die Industrie, auch bei Senf.

      • Florian

        Das 3-in-1-Produkt habe ich auch schon versucht, es ist beim ersten Testlauf grandios durch sämtliche Raster gefallen 😀

        Hier ist es tatsächlich dann beim ersten und einzigen Versuch geblieben, auch mir sind die einzelnen Komponenten “getrennt” ehrlich gesagt einfach lieber – aber auch hier entscheidet schlussendlich der subjektive Geschmack über Sein oder Nicht-Sein

  • Kathi

    Ach ja, Senf muss ich auch mal wieder herstellen, mein letztes Glas Mirabellensenf leert sich so langsam. Was für ein Bier nimmst Du? Alles was mir zu herb ist fliegt raus. Ich würde es mit Weizenbier probieren wollen.

  • Elke Hahn

    Hi, deine Senfrezepte sind immer Klasse.
    WaS BITTRE SIND MOORWÜRSTE?

    Schönen Abend Gruß Elke

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