Seitanisches Schnitzel Wiener Art – mit ohne Fleisch

Sich sein Fleisch erst selbst zu basteln ist kein Spaziergang, aber es schützt einen davor, solche korrupten Wichser zu unterstützen, die als fetter Geldsack in der “Freitzeit” so tun, als würden sie die Belange eines Arbeitersportvereins verstehen und Ihre Milliarden, lassen sie sich von billigen Leiharbeitern aus dem Ostblock erschuften. Deswegen investiere ich gerne meine Zeit und mache mir Seitan selbst aus Klebeweizen und zaubere daraus am Ende Schnitzel, bei denen man Mühe hat, überhaupt zu erkennen, dass sie ohne Fleisch sind.

Zutaten:

500 Gramm Weizenkleber
600 Milliliter Wasser
1 Teelöffel Salz

Panierung:

6 Eier
1 tiefer Teller Mehl
1 Sack Paniermehl
Salz
Pfeffer
1 Schuss Milch

Kartoffelsalat:

1 Kilo Pellkartoffeln
1 Prise Salz (nach Geschmack)
1 Esslöffel Pfeffer
300 Milliliter Brühe
1 Schuss Essig
1 Schuss Öl
1 – 2 Esslöffel Senf
1 Salatgurke
1/4 Bund Dill

Klebeweizen (im Internet gekauft) abwiegen

Wasser dazu gießen

Salz

Bei Seitan für Schnitzel, muss man bei der Würzung nicht viel Film machen. Am Ende schmeckt das durch die Panierung. Deswegen bekommen echte Arschgeigen von ihren Kollegen in Restaurantküchen, als Personalessen auch schon mal panierte Putzschwämme, weil paniert alles schmeckt.

Seiten verkneten

Der Seitanteig soll eine homogene Masse sein und sich leicht gummiartig anfühlen.

Salzwasser erhitzen.

Ich habe zu Testzwecken gewogen, wir haben knapp 1,2 Kilo

Seitan in das kochende Wasser legen und dann 40 Minuten simmern lassen. Dabei soll ein Deckel auf dem Topf liegen.

Nach der Kochzeit kommt der Seitan aus dem Wasser.

Kartoffeln für gute 20 Minuten kochen, bis sich die Schale wellt.

Ja, ich weiß Seitan sieht aus wie ein Gehirn.

Abkühlen lassen, bis man den Seitan wieder anfassen kann, ohne sich die Hände zu verbrennen

Mit einem scharfen Messer möglichst dünne Scheiben vom Seitan abschneiden.

Die Scheiben können auch gerne noch ein bisschen dünner als bei mir sein. Je dünner, desto besser ist das Mundgefühl.

Die Kartoffeln sind gar, ausgekühlt und gepellt.

In Scheiben schneiden.

Kartoffeln in eine Schale geben.

Salatgurke in Scheiben schneiden.

Eine Zwiebel abziehen

Zwiebel zerkleinern

Gurke und Zwiebel in die Schüssel zu den Kartoffeln geben.

Dill hacken

Senf

Ich weiß, viele behaupten von sich, dass sie keinen Dill mögen. Hier kann man den mal mögen lernen. Sonst nehmt halt Petersilie. Hauptsache frisches Grünkraut.

Selbst eingekochte Gemüsebrühe.

Rapsöl

Weißweinessig

Salz und Pfeffer

Alles vermischen und nochmal abschmecken.

Schmeckt genau richtig. Dafür wird man auch in Wien nicht vom Hof gejagt.

Wir fangen mit vier Eiern an, aber ich habe 6 Stück gebraucht.

Salz, Pfeffer und ein Schuss Milch. Veganer machen das anders, aber mir reichte das Gericht vegetarisch.

Panierstraße errichtet mit Mehl, verschlagenem Ei und Paniermehl, davor malierisch die Seitanschnitzel drapiert.

Öl daumenhoch in die Pfanne gießen und den Backofen auf 80 Grad einstellen, weil wir ein paar Bratdurchgänge brauchen bei der Menge.

Seitan beidseitig ins Mehl drücken

Seitan durch das Ei ziehen

Beidseitig im Paniermehl wenden.

Im heißen Rapsöl, bei mittlerer Hitze, schwimmend ausbacken und nach drei Minuten wenden, also insgesamt 6 Minuten in der Pfanne lassen. Wird es dann zu dunkel, seid Ihr zu heiß unterwegs.

Es soll eine angenehme Bräune sein

Die fertigen Schnitzel kommen auf ein Backblech und werden dann bei 80 Grad im Ofen gelagert.

Das sind doch ganz schön viele Schnitzel aus knapp 1200 Gramm Ausgangsmasse geworden.

Kartoffelsalat anrichten

Schnitzel dazu anrichten und mit einer Zitronenscheibe dekorieren. Die Säure schmeckt über der Panierung ausgedrückt, sehr spritzig und gibt Tiefe.

Ihr wollt wissen wie das schmeckt? Sensationell toll. Achtet darauf, dass das “Fleisch” dünn geschnitten wird, denn es geht beim Braten in der Pfanne noch auf. Je dünner desto fleischiger ist das Mundgefühl. Geschmacklich ist es über jeden Zweifel erhaben und man kommt sich nicht so vor, als wenn einem das Kalb, oder das Schwein, oder das Geflügel darin fehlen würde. Wichtig ist die knusprige Panierung.

Weiterhin umgeht man so auch Nestlé und deren Garden Gourmetschrott, oder irgendwelche anderen Gesinnungsvegetarierversorger, die morgens ein Tier durch die Maschine jagen und nachmittags auf Veggieversteher mimen. Ich habe schon ein paar Fleischersatzerzeugnisse probiert auch dieses gefeierte beyond Meat, das ist einfach nur mega fuck und bevor ich mir diesen komischen rote Bete mix mit Tapetenkleister nochmal antue, esse ich lieber richtiges Fleisch, oder bastel mir selbst welches.

Die Kinder waren sich in ihrer Meinung nicht sicher. Zwei fanden es gut, zwei wussten vorher schon, dass es gar nicht schmecken kann und haben auch nicht probiert. Meine Frau sagt es ist toll und die hat ja immer Recht.

Meine Empfehlung bekommt Ihr dafür auf jeden Fall. Die Ausbeuter und die Tierquäler damit ficken und ignorieren und finanziell ausbluten lassen, wo es nur geht. Nicht mehr Fleisch kaufen, als unbedingt sein muss, die ganzen Konzerne die Lebewesen wie Material betrachten pulverisieren. Die sehen in Euch auch nur Trottel die dumm sind, sich deren Schrott zu kaufen. Genug ist genug! Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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