Teigfladen = Burritos

Texmexküche hat eigentlich das ganze Jahr Saison, aber man kann Teigfladen für jede Jahreszeit passend befüllen. Ich gerate immer wieder mit anderen Leuten aneinander, weil ich diese fertig gekauften Tortillafladen regelmäßig als “Presspappe” bezeichne. Die Ausrede der Leute, die das noch nie selbst gemacht haben, ist ja meistens dass es gute Kaufprodukte gibt. Der Unterschied zwischen selbst gemacht und gekauft, ist aber so himmelweit, dass es da für mich keine zwei Meinungen gibt. Entweder mache ich das selbst, oder ich lasse es bleiben, Es ist so einfach, dass diese ganzen Ausreden es nicht selbst zu machen, einfach nur faul und ahnungslos sind und sich so einfach aus der Welt schaffen lassen würden, wenn man über seinen Schatten spränge.

Zutaten:

1 Kilo Mehl
2 Teelöffel Salz
500 Milliliter Wasser
90 Milliliter Rapsöl

Hier essen sechs Personen am Tisch und wenn irgendwas beliebt ist, dann auch gerne noch einmal am nächsten Tag. Da macht es Sinn gleich mehr Teigfladen zu produzieren, als man in dem Moment essen kann. Man könnte die Fladen auch einfrieren, aber die Herstellung geht so schnell, dass man da die Kirche im Dorf lassen sollte.

Mehl und Wasser in eine Schüssel geben

Salz

Rapsöl

Alle Zutaten vermischen. Ich habe erst mit dem Esslöffel gerührt, aber ginge natürlich auch eine Küchenmaschine mit Knethaken

Den Rest habe ich mit der Hand geknetet

Das Mehl soll von den Schüsselrändern abgehen und der Teig soll glatt geknetet werden.

Ich wollte es mal genau wissen, wie schwer die Teigkugeln sein müssen, wenn die Teigfladen so groß sein sollen, wie ein großer flacher Teller. Ich habe es extra ausgewogen, damit die Teigfladen beim Ausrollen alle gleich groß werden. Es sind 80 Gramm pro Teigkugel.

Brett bemehlen

Wer weniger Teigfladen braucht, halbiert halt das Rezept.

Teigkugel auf dem Mehlstaub andrücken und wenden

Mit dem Nudelholz, oder einem Wellholz ausrollen

Ich hatte ein bisschen Margaretenhilfe beim Ausrollen, dann schafft man es noch schneller, wenn zwei Leute ausrollen.

Der Teigfladen soll ganz flach werden.

Eine 28 cm Pfanne leer und trocken erhitzen, Herd läuft volle Pulle.

Wenn die Pfanne heiß ist, kommt der ausgerollte Fladen hinein

Nach circa einer Minute schlägt der Teigfladen blasen

Den Fladen nach einer weiteren Minute aus der Pfanne heben.

Zum Zwischenlagern wegen Restwärme und damit die Biegsamkeit nicht leidet, lagere ich die Fladen in einer zweiten Pfanne, die ich mit einem Deckel abdecke, damit die Wärme drinnen bleibt.

Jetzt kommen die nächsten Fladen

Das geht schnell. Zwischen den Fladen habe ich die Pfanne immer wieder mit einem trockenen Tuch ausgewischt, um Mehlstaub aus der Pfanne zu wischen. Ansonsten fängt es schnell an, verbrannt zu riechen.

Mit zwei Pfannen zu arbeiten ist auch gut, aber dann muss man auch mit zwei Leuten die Fladen rollen, da man sonst nicht hinterher kommt, bis der Fladen fertig aus der Pfanne kommt.

Womit die Teigfladen belegt wurden, zeige ich Euch natürlich auch noch an einem anderen Tag.

Jetzt ist der komplette Teig verbacken und in der Pfanne gestapelt.

Die Fladen sind immer noch elastisch

Es gab dieses Mal Quesadillas mit Huhn, weil ich das Fleisch einer gezogenen Hühnerbrühe verarbeiten musste.

Man könnte die Füllung natürlich auch vegetarisch machen. Ich habe das Chili nur mit Gemüse gemacht, falls irgendwer vegetarische Anwandlungen bekommt. Das Fleisch (vom Huhn) kommt erst hier beim Belegen dazu.

Hier kommt der Quesadilla schon wieder aus dem Kontaktgrill

Ich habe am nächsten Mittag als schnelles Mittagessen die Teigfladen mit gekochtem Schinken, Tomatensoße und Käse gefüllt. Das war auch sehr lecker.

Richtig geil war aber mein Frühstücksburrito mit Erdnussbutter, dulce de leche, Nougatcreme und Banane.

Es gibt so viele Verwendungsmöglichkeiten für die Teigfladen, dass es sich immer lohnt, die nicht so zweitklassig aus der Verpackung zu nehmen. Der andere Biss, der Geschmack und das Mundgefühl rechtfertigen das vom ersten bis zum letzten Moment. Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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