Vegetarische Burger – komplett von Hand gemacht

Der ganz heiße Scheiß im Moment. Alle reden von solchen Plastikpatties ohne Fleisch, die so tun als wenn sie mit Fleisch wären. Beyond Meat, oder andere Anbieter, aus dem Kreis der üblichen Verdächtigen, machen sowas. Da ist sogar ein halber Eimer Tapetenkleister statt Fleisch drin, aber die kleinen Jubelmädchen in den Foodgruppen, gehen voll darauf ab. Ich feiere das irgendwie immer noch. Früher gab es jedes Mal einen riesigen Lebensmittelskandal wenn Käse ohne Käse war, oder Fleisch ohne Fleisch. Wenn man es aber gleich vegetarisch, oder noch besser vegan nennt, dann kann man die größten Lebensmittellügen unters Volk werfen und sich dafür noch teuer bezahlen lassen.


Die Burgerbuns habe ich schon am Vortag gebacken und im Kühlschrank aufbewahrt. Man kann die auch länger vorher zubereiten und friert sie dann stattdessen ein.
Zutaten für 8 Burger:

Burgerbuns (anklicken)

Patties:

250 Gramm Kartoffeln
1 Esslöffel Salz zum Kartoffeln kochen
1 rote Zwiebel
1 Dose Kidneybohnen
2 Knoblauchzehen
1 Paprikaschote
60 Gramm Paniermehl
Saft einer Limette
1/2 Teelöffel Salz
1 /2 Teelöffel Chiliflocken
1/2 Teelöffel Kreuzkümmel

Deko Burger:

1/2 Salatgurke
2 Tomaten
Spitzkohl
1-2 grüne Pepperoni
1/2 Eisbergsalat

Mexikanischer Krautsalat (anklicken)
Meerrettichmayonnaise (anklicken)
Senf (anklicken)

Ich finde das ganz wichtig, dass man eine vegetarische Alternative zu einem Burger mit Fleisch anbieten kann. Der muss halt schmecken und ein gutes Mundgefühl machen und vor allem darf man dabei nie das Gefühl haben, dass man jetzt lieber doch ein Stück Fleisch zwischen den Brötchenhälften haben möchte. Ein Veggieburger muss für mich immer noch besser sein, als einer mit Fleisch, damit man sich doppelt darüber freuen kann, wie gut der ist.  Ist höchstwahrscheinlich ein bisschen wie Frauen in Männerberufen, die auch immer das Gefühl haben,  besser sein zu müssen als die Männer, damit sie dort akzeptiert werden. Besser zu sein, als irgendwer oder irgendwas anderes schadet jedenfalls nie.  Kartoffeln schälen

Kartoffeln in 18 Minuten kochen
Eine Dose Kidneybohnen abgießen
Mit Wasser abspülen
Abtropfen lassen
Salz für das Kochwasser der Kartoffeln
Eine Zwiebel häuten
Zwiebel zerkleinern
Knoblauch häuten
Knoblauch zerkleinern
Das kommt später alles zusammen in einer Schüssel
Eine rote Paprikaschote entkernen und zerkleinern.
Alles in eine Schüssel geben.
60 Gramm Paniermehl (selbst gerieben bei mir)

Das Paniermehl kommt zu den Gemüsezutaten
Den Saft einer Limette auspressen
Der kommt ebenfalls in die Schüssel
1/2 Teelöffel Chiliflocken
 Kreuzkümmel für den dezenten Geschmack von Achselschweiß

Salz
Bohnen
Die in 18 Minuten gekochten Kartoffeln mit einer Reibe grob reiben
Ich habe die noch ziemlich heiß gerieben, aber mehr als lauwarm sollten die nicht mehr sein.
Kartoffelebenfalls in die Schüssel geben.
Ein Ei dazu schlagen
Alles verkneten
Das ist der Teig für die Burgerpatties.
Ich teile den Teig gleichmäßig in acht Portionen auf.
Menge abnehmen
Ausformen und dann auf einem Brett ablegen.
Acht Patties formen und mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen, damit sich die Masse gut verbindet. Wichtig ist, dass man beim Formen ordentlich fest zudrückt, damit es später in der Pfanne nicht so leicht auseinander fällt. Das kann man auch über Nacht in der Kühlung lassen
Patties sind nun im Kühlschrank ich mache jetzt noch die Vorbereitungen für die Burger.
Gurke in Scheiben schneiden
Tomaten zu Scheiben verarbeiten
Spitzkohl
Die Meerrettichmayonnaise ist einfach
Meerrettisch zerkleinern
In der Gewürzmühle pulverisieren

Schriiiiiiiing
Pulver
Alles in den Mixbecher geben.
Meerrettich
1 Esslöffel Senfmehl
1 Esslöffel Essig
200 Milliliter Rapsöl
1 Ei aufschlagen
1 Esslöffel Zitronensaft
Salz
1 Esslöffel Zucker
1 Teelöffel Pfeffer
Nun die Mayonnaise schnell mit dem Zauberstab, oder mit einem Pürierstab hochziehen.
Ordentlich Gas geben
Schon fertig.
Sieht so gut aus und schmeckt noch viel besser.
Peperoni zerkleinern. Die grünen sind nicht scharf
Die brauche ich sowohl für den mexikanischen Krautsalat als auch für die vegetarischen Burger.
Buns aufschneiden
Mexikanischen Krautsalat herstellen, oder bereits fertigen aus der Kühlung holen.
Das ist meine einfache Grillpfanne von diepfanne.com
Herd voll Pulle anstellen. Rippen mit Butter einreiben.
Wird jetzt schnell heiß
“Fleisch” aus dem Kühlschrank holen.
Drei Minuten pro Seite anbraten
Nach drei Minuten soll schon ein Muster von den Rippen zu sehen sein.
Die Brötchen auch mit der in der Pfanne auf der Schnittfläche rösten, oder in den Toaster werfen.
Jetzt warten die Brötchen auf Ihre Vollendung
Unterseite mit Senf bestreichen
Zusätzlich noch Meerrettichmayonnaise verwenden
Eisbergsalat und Spitzkohl
Tomatenscheiben
Patty auflegen
Meerrettichmayonnaise
Peperoni und Gurkenscheiben
Deckel auflegen
Das duftet toll und das sieht noch besser aus. Alles knallfrisch und die Vorfreude ist riesig. Ich habe die ersten beiden Burger alleine gegessen, als meine Familie noch im Urlaub war. Das Thema vegetarische Burgerpatties, habe ich mehrfach bei meiner Frau angebracht, aber mir jedes Mal eine Abfuhr eingehandelt.  Deswegen habe ich deren Abwesenheit genutzt, um zu probieren und mich davon zu überzeugen, dass es zeigenswert ist.
Ich habe meine ganze mexikanische Woche dann auf den Tisch gebracht, als die Familie wieder da war. Das war genau die richtige Taktik, denn plötzlich konnten das alle essen, mit vegetarischen Patties.
Das ist so frisch und knallt so im Mund. Die Mayonnaise, der Senf, das frische Gemüse, die selbst gemachten Buns. Ganz besonderes Haptik und man begreift sofort, dass das ein Feiertag ist. Natürlich schmeckt das Patty nicht wie ein Stück Rind, aber das muss es ja auch nicht, denn das existiert ohne Probleme nebeneinander und hinterlässt das Gefühl von Zufriedenheit.
Der mexikanische Krautsalat ist dazu der Overkill. Selbst gemachte Pommes, wären auch o.k, brauchte ich dazu aber nicht. Könnt Ihr aber machen, um das rund zu bekommen.  Bei mir war das schon wieder nach Mitternacht, nach 10 Kilometern joggen.
Schön im Biss, kann man das erkennen?
Ich brauchte ja noch nie unbedingt Fleisch, damit noch viel weniger. Noch besser finde ich, dass ich dafür keine Fabrik brauche. Kein Nestlé, kein Knorr, kein Rügenwalder, kein Beyond Meat, oder die anderen Trittbrettfahrer, die morgens Tier und nachmittags, Sojabrei vermurksen.
Herzlich willkommen zu meinem Lieblingsburger, mit ohne Fleisch. Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

 

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