Sellerie für Kaulsdorfer Allerlei

Herzlich willkommen zu meiner kleinen saisonalen Gemüsekunde. Ich mache mir in den nächsten Tagen einfach den Spaß zu zeigen, was es gerade frisch zu kaufen gibt, weil ich so häufig diesen unsäglichen Mix aus der Truhe auf Tellern sehe. Was ist da drin? Möhren mit Riffelschnitt, Erbsen, Blumenkohl, Brokkoli, wenn man Pech hat ganzjährig Spargel. Auf mich wirkt das immer wie Konzessionsgemüse. Eigentlich hat man keinen Bock, aber man weiß man müsste eigentlich Gemüse essen und dann nimmt man so nichtssagendes Tütenzeug, würzt das noch möglichst belanglos und bestätigt sich noch mal, dass Gemüse echt langweilig ist. Warum ich das so genau weiß? Weil ich viele Gemüsesorten so doof fand, dass ich mir noch nicht einmal so ne Gefriertüte gekauft hätte. Ich habe mir Gemüse erst in den letzten paar Jahren, vor allem auch durch meinen Blog erkocht, weil ich sonst schnell am Ende mit den Rezepten gewesen wäre, wenn man sich selbst so einschränkt.
Zutaten:

1  Sellerie
1 Prise Salz
1 Prise Pfeffer
1 Prise Zucker
20 Gramm Butter
Petersilie
1 Schuss Zitronensaft

Béchamelsoße (anklicken)

Sellerie schälen

Schale mit einem Sparschäler oder dem Messer entfernen.
Geht schnell, egal wie.
Sellerie in Scheiben schneiden

Ich sammel gerade meine unterschiedlichen Gemüsesorten. Ich zeige Euch meinen Weg, wie ich mir jedes Gemüse gefällig gemacht habe, seit ich bewusst keine Gemüse mehr nicht mögen wollte.  Salz, Pfeffer, Zucker, Zitrone und Butter und auf bissfeste Zubereitung achten. Ich habe Sellerie früher überhaupt nicht verstanden, aber es ist ein regionales Gemüse, hat viel Vitamin C und hat kurze Transportwege. Gefällt mir.

Petersilie hacken
Butter in der Pfanne, oder im Wok erhitzen
Sellerie darin schwenken und einen Deckel auf die Pfanne legen.
Salz, Pfeffer und Zucker
Einen Schuss Zitronensaft
Deckel drauf.
Immer mal wenden und am Ende nach 7 bis 8 Minuten immer noch bissfest vom Herd holen.
  Schmeckt super mit der WürzungUm noch einen drauf zu setzen, habe ich noch eine leckere Bechamelsoße mit Weißwein gemacht.
So haben die meisten Menschen Sellerie noch nicht gehabt. Eher pikante Ausrichtung, toll mit der Säure der Zitrone, bissfest und dann noch die dezente Butter vom Garen.  Schmeckt total anders, als aus dem Glas gekauft und ist eine echte Überraschung

Nur noch vier Gemüse bis zum Kaulsdorfer Allerlei.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

 

11 Kommentare

  • kochaddict

    haha da haste dir ja direkt als Erstes das schwierigste Gemüse ausgesucht!!
    Ich finde Sellerie darf als Zutat in vielen Gerichten (in Massen) nicht fehlen, aber Sellerie als Hauptdarsteller
    ist nich meins, is mir zu dominant..habs aber noch nicht mit Bechamelsoße probiert..

  • Sascha Wüstemann

    Sellerie war schon immer mein Freund in Suppen und als panniertes Schnitzel, ansonsten als Beilage oder Hauptveranstalter eher nicht.

  • kochaddict

    sehe gerade, dass ich Massen schrieb statt Maßen..in Massen ist Sellerie als Würze in Suppen, etc. natürlich nix :O

  • Florian

    Ich verwehre mich gegen den Kommentar mit den Riffel-Möhren in der Einleitung 😀 …Ich habe mir auf dem letzten Markt so ein “Werbe-TV-Gemüse-Hobel-Set” zugelegt, wo es als Beigabe so einen Wellenschnitt-Hobel gab, mit dem man dann auch Gitter-Gemüse hobeln kann…Da essen sogar Kinder, die Gemüse bisher als giftig erachteten, auf einmal Karotten und Gurken mit höchster Vorliebe….”Das schmeckt noch besser als es aussieht” 😉

    Gegen TK-Gemüse ist, finde ich, ist im Prinzip nichts einzuwenden, auch wenn saisonal natürlich besser ist; ich komm nur nicht auf diese Butter-Leipziger-Allerlei-Fertigmischungen klar…Aber wenn ich gerade ein Gericht koche, bei dem ich mich nach dem Hauptakteur (bei mir in aller Regel Fleisch) richten möchte und ein passendes Gemüse dazu reichen möchte, geht das saisonbedingt manchmal leider nicht anders…

    • florian, es geht immer ohne tiefkühlzeug, sonst hätte ich es doch auch? ;-). ich finde das ganz schrecklich, ich weiß nicht so 100 % warum. gehe mal davon aus, dass mir das zu unpersönlich ist, um es zu servieren, weil ich das nicht geputzt und selbst geschnitten habe. du hast dir so einen nicer dicer gekauft? finde ich so erstmal nicht schlecht, aber dann denke ich mir immer, dass das reinigen länger dauert, als die zeitersparnis beim benutzen.

      • Florian

        Mit dem Nicer Dicer bin ich schon lange durch, den habe ich mal günstig (neu und OVP) auf nem Flohmarkt geschossen. Wie du treffend erwähnt hast, das Reinigen ist eine mittlere Katastrophe und fügt sich gar nicht in meinen sonst so nahtlosen Ablauf in der Küche ein, deswegen habe ich den gleich nach dem ersten Test online weiterverhökert. Wer genauso viel Zeit fürs Reinigen hat wie fürs Kochen, für den mag das ne tolle Sache sein…Und die Ergebnisse sind z.T. nur wirklich mäßig, da kann ich dir gern aber mal nen größeren “Bericht” dazu geben.

        Aktuell habe ich das Börner V5 Set (gab es eben mit besagtem Wellenhobel damals) im Gebrauch und bin hochzufrieden, klar ist es für manchen nicht nachvollziehbar, warum man für ein Hobel-Set 50+ EUR ausgibt, aber ich teste auch gern mal so “Küchen-Gadgets” und bin bei dem Hobel irgendwie hängen geblieben, weil er echt gut ist. Egal, ob Julienne, Würfel, Scheiben, Gurken, Karotten, Zwiebeln…Der rennt durchs Material wie ne Eins.

        • das klingt so gut, dass ich mich dafür noch erwärmen könnte. ich könnte ja auch gerne gemüseschnitzen, wie die asiaten

          • Florian

            Grade für die asiatische Küche, die ja gern alles in Julienne hat, liebe ich das Teil…Für Rohkostsalate (Karotten, Sellerie – die Kollegen haste ja gern ganz fein geraspelt) empfehle ich allerdings weiterhin die gute alte Standreibe, das geht bedeutend einfacher von der Hand und schafft eine grobporigere Oberfläche, wodurch das Dressing dann besser einziehen kann…Dafür würde ich den Hobel jetzt nicht empfehlen wollen. Irgendwer kam auch mal auf die Idee, Gurken in dünne Julienne über den Hobel zu ziehen, das erinnert mich allerdings von der Konsistenz her eher an schleimigen Auswurf als an einen Gurkensalat…Kann man höchstens als Beigabe in Joghurt kippen, wenn man Zaziki selber machen will, die Gurken dann allerdings vorher gut einsalzen und abtropfen lassen, sonst suppt das im Joghurt so…(Ich merke, ich schweife ab… 😀 )

  • Florian

    Wenn du mehr Erfahrungsbericht haben willst, gib kurz Rückmeldung, dann schreib ich dich bei FB an 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.