Schweinefilet in geröstetem Maismehl paniert

Wenn ich irgendwas nicht kenne, dann werde ich neugierig wenn mich der Preis anspricht. Dieses “Paniermehl” ist kein typisches aus Brot, sondern das wird aus geröstetem Maismehl gemacht. Das kann man sich ungefähr wie Pankomehl vorstellen, was den Knusperfaktor betrifft. Glutenfrei ist es auch, deswegen habe ich auch nicht das Fleisch vorher noch in Mehl gewendet, weil ich den Vorteil nicht ohne Not aus der Hand geben wollte. Es gab Schweinefilet vom Duke of Berkschire Schwein. Ich hätte auch gerne mal wieder Rind oder Geflügel im MHD Verkauf, aber beim Handelshof gibt es meistens das Schwein im Angebot, weil das sonst um die 25 Euro pro Kilo kostet und gegen Ende der Haltbarkeit dann für irgendwas zwischen 5 Euro und 1,79 pro Kilo den Laden verlässt. Deswegen habe ich eigentlich mehr Schweinefilet als ich mir normal selbst kaufen würde und muss dann auch sehen, damit irgendwas abwechslungsreiches zu machen, damit es nicht langweilig wird. Das Paniermehl und das Fleisch waren zeitgleich runtergesetzt, deswegen wurde daraus dann ein sommerliches Gericht.

Zutaten:

1,2 Kilo Schweinefilet vom Duke of Berkshire Schwein
375 Gramm Paniermehl aus geröstetem Maismehl
6 Eier
1 Teelöffel grobes Salz
Pfeffer aus der Mühle
1 Liter Rapsöl

Brokkoli (anklicken)
Ofenkartoffeln aus der Heißluftfritteuse (anklicken)
Avocadomayonnaise (anklicken)
Zitrone in Spalten geschnitten

Das Setup ist ein zwei Schalensystem, nicht zu verwechseln mit den üblichen drei Tellern, weil ich wie oben beschrieben kein Mehl als Untergrund benutzt habe

Sechs Eier aufschlagen

Das Filet war auf € 3,49 reduziert.

Filet parieren und in daumendicke Stücke schneiden

Erste Runde im gerösteten Maismehl

Anschlíeßend ins verschlagene Ei

Danach erneut ins geröstete Maismehl

Geht schnell und einfach. Die Panierung bindet schnell ab ohne bröckelig und bröselig zu werden. Liegt sehr gut um das Fleisch herum.

Das Fleisch wartet auf seine weitere Verwendung

Brokkoli kann man in sieben Minuten im Dampfgarer machen, oder wie ich in diesem Moment in zwei Minuten im Krups cook 4 me.

Mit dem Rest der Eier vom Panieren, habe ich schnell diese Avocadomayonnaise gerührt. Die ist dazu echt der Kracher.

Rapsöl daumenhoch in der Pfanne erhitzen

Fleisch liegt bereit, falls Ihr Kartoffeln dazu essen möchtet, müssen die jetzt schon kurz vor fertig sein.

Wenn das Öl am Pfannenwender sprudelt, ist die Temperatur gut.

Da ich noch nie mit dieser Panierung gearbeitet habe, mache ich ein Probestück, um eine Idee davon zu bekommen wie sich das beim Ausbacken verhält. Natürlich hat man dabei auch im Hinterkopf, dass eine ganze Pfanne voll Fleisch immer noch mal wieder anders reagiert als ein einzelnes Stück Fleisch.

Volle Pulle und zwei Minuten pro Seite

Wenden und noch einmal zwei Minuten warten.

Danach mache ich das in zwei weiteren Pfannenladungen. Der Backofen ist auf 80 Grad eingestellt und dort gart das Fleisch noch nach und zieht von medium zu leicht durch weiter.

Das Probestück Fleisch anschneiden

Ist innen noch recht medium, deswegen ist das Nachgaren im Ofen für die meisten Leute angeraten.

Fleisch zwischen zwei bis drei Minuten pro Seite ausbacken

Man kann schon sehr gut erkennen wie knusprig die Schweinefilets sind.

Zehn Minuten im Ofen bei 80 Grad ruhen lassen

Zitrone in Spalten schneiden

Mais mit Butter und grobem Meersalz stelle ich auch noch in den Ofen.

Brokkoli ist fertig

So geht Sommer! Tolles knuspriges Schweinefilet in geröstetem Maispaniermehl, Brokkoli, Avocadomayonnaise, Ofenkartoffeln aus der Heißluftfriseuse. Das ist schon sehr sommerlich.

Grobes Meersalz und Pfeffer aus der Mühle runden das Geschmackserlebnis ab. Das Paniermehl aus Mais ist ein wirklicher Mehrwert. Das kann ich Euch sehr empfehlen, den Rest sowieso.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

5 Kommentare

  • Haifisch

    oh, schade, das war Fertig-Maismehl.
    Ich dachte, Du röstest das selber an.
    Zeigst die Maistüte und so weiter.

    Nun, dann muss ich selber experimentieren.
    Mir gefällt die Textur, die Du zeigst.
    Nur will ich selber rösten.
    Nun weiss ich eben nicht welchen…
    Ribelmais aus den Rheintal,
    Polenta-Mais aus der Steiermark,
    weissen Mais aus dem Supermarkt oder ein anderer..

    Aber grundsätzlich: Es ist wirklich toll,
    dass man mit Mais panieren kann.
    Ich hab das wegen Panko schon mal überlegt,
    und Cornflakes waren sehr lecker.
    Aber Maismehl direkt,
    da hätte ich auch schon mal drauf kommen können.
    Das Zeug ist nur härter wie Mehl,
    deswegen kann es sein,
    das Rösten vorher der Game-Changer ist.
    Einfach Polenta-Mais nehmen –
    das endet mit ausgebissenen Kronen 😉

    • ja klar, ich habe ja unendlich viel Zeit und röste Maismehl. Sonst noch was? 😉

    • peter

      Hai, Haifisch;
      mir war da was im Hinterkopf und dann hab ich mal gegoogelt: Haifische haben ein
      Revolvergebiss – ständig wachsen neue Zähne nach wenn was futsch geht –
      bis zu unfassbaren 30 000 im Leben….irre, oder? 🦈
      Also mach deinem Namen alle Ehre und brate die Polentapanade an…..😉
      Aber Maismehl ist nicht das richtige dafür; es muss schon so grobe Polenta sein.

  • Barbara

    Wenn, dann würde ich Polenta rösten.
    Die Metro hat das jedenfalls nicht, deshalb werde ich meinen italienischen Supermarkt dafür mal anstupsen.
    Das macht mich an und ist sicher eine tolle Alternative zum Panko.
    Für das übliche Sägemehl bin ich schon lange nicht mehr zu haben.

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