Humus aus roten Linsen
Humus, das je nach Sprache auch schon mal Hummus, Hummos, Humos, oder hastenichtgesehen heißen kann, ist eine beliebte Beilage zu orientalisch anmutenden Gerichten. Humus taugt zur Begleitung vegetarischer Gerichte, oder auch zu Fleisch, zum Grillen und überall wo einem Sauerkraut bei 35 Grad Celsius nicht sommerlich genug erscheint. Normalerweise wird Humus aus Kichererbsen gemacht, hier in diesem Fall aus roten Linsen. Das funktioniert wunderbar und erweitert den Verwendungshorizont von Linsen, die allgemein auch schneller griffbereit sind, als getrocknete Kichererbsen, die viel länger eingeweicht und gekocht werden müssen, um nicht giftig zu sein. So gesehen gehen Linsen viel schneller.

Zutaten:
250 Gramm rote Linsen
Salz
100 Milliliter Olivenöl
Zitrone zum Dekorieren
1 Prise Kreuzkümmel
1 Freilandknoblauch, oder 2-3 Zehen
Saft einer Zitrone
Tahin
50 Gramm Sesamkörner
1 Prise Salz
1 Schuss Öl

Mit dem Sesam den Boden einer Soßenpfanne bedecken und langsam rösten und immer in Bewegung halten

Wenn der Sesam anfängt zu dufen und zu knistern, dann ist er gut.

Die Sesamkörner kommen zum Abkühlen in meine Gewürzmühle. Ihr könnt auch eine Kaffeemühle, oder einen Mörser benutzen

Abkühlen lassen

Mein “Lieblingsgewürz” Kreuzkümmel. Ich kenne echt nichts Schlimmeres, aber das gehört nun mal dazu, wenn man den Orient nachkocht.

Deswegen übertreiben wir auch nicht damit.

Kreuzkümmel ebenfalls anrösten

Kreuzkümmel zum Sesam geben

Die abgekühlten Zutaten mit der Gewürzmühle zu einer Paste verarbeiten

Das kann man bis zu 20 Mal wiederholen, dann hat man eine ölige Paste.

Eine Prise Salz

Immer weiter mit der Mühle schreddern, dann tritt Öl aus dem Sesam aus.

Leute ohne Geduld kippen einfach einen Esslöffel Öl dazu, dann hat man schon vorher die Paste und fertig

Sesampaste, auch Tahin gemeint.

Hier die Sesampaste in voller Schönheit. Schmeckt total lecker. Leicht nussig, salzig ölig, dezent kreuzkümmelig.

Rote Linsen abwiegen

Linsen so oft mit Wasser auswaschen, bis das Wasser klar bleibt.

Linsen in einen Topf geben, ungefähr doppelt so hoch mit Wasser befüllen

Salzen nach Geschmack

Linsen 15 Minuten weichkochen

Linsen in ein hohes Gefäß geben

Tahin dazu geben

Das schmeckt deutlich intensiver, als wenn man gekauftes verwendet

Knoblauch abziehen

Knoblauch zerkleinern

Den Rest macht dann der Pürierstab, oder in meinem Fall der Esge Zauberstab

Der Saft einer Zitrone

Olivenöl

Alle Zutaten in den Mixbecher geben

Mit dem Zauberstab vermischen

Humus soll schön cremig sein

Humus auf einen Teller, oder eine Platte zum Anrichten füllen

Zitronenscheiben aus Deko

Petersilie für die optische Frische

Noch ein bisschen Öl darüber geben, das sieht gut aus und schmeckt auch besser. So schmeckt der Orient zuhause. Kein Vergleich zu dem Zeug aus dem Kühlregal, ich schwöre! Wenn Ihr keinem sagt, dass es mit Linsen, statt mit Kichererbsen gemacht ist, würde Euch niemand darauf ansprechen, außer Lars Westerhausen.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.