Spanische gebratene Milch – Leche frita

Diese gebratene Milch hat mich schon so lange angeschaut und immer wieder habe ich es nicht gemacht. Meine Schnekerliese mag keine Milch, meine Frau mag keinen Fettgeruch, Friedrich erfindet dann immer irgendwas, was er gerade nicht für ein Typ ist, letztens war er kein Kartoffelsalattyp und Margarete könnte es mittags schmecken, aber abends nicht und Elisabeth hat jeden Tag eine neue Geschichte und könnte heute sagen, dass es Scheiße schmeckt, um Dir übermorgen zu sagen, dass Du genau das mal wieder kochen sollst. Vor diesem Hintergrund habe ich gewartet bis meine Familie wieder in den Urlaub gefahren ist und habe die Anregung es endlich zu machen, dieses Mal in dem Buch “Zuhause in Europas Küchen” von 1975 gefunden. Ich habe die Zubereitung auf zwei Tage verteilt und hatte ausnahmsweise Platz im Kühlschrank. Es handelt sie wie in der Überschrift schon steht, um eine spanische Spezialität.

Zutaten:

100 Gramm Butter
150 Gramm Mehl
180-200 Gramm Zucker
400 Milliliter Milch
1 Prise Tonkabohne
3 Eier
Rapsöl zum Bestreichen in der Form.

Zum Panieren:
1 Teller Mehl
3 Eier
1 tiefer Teller Paniermehl
300 Milliliter Rapsöl

Zum Servieren:

2 Teelöffel Puderzucker
Aprikosenmarmelade 2021 (anklicken)

Mehl abwiegen

Milch abmessen

Butter abwiegen

Butter in einem Topf erhitzen

Tonkabohne legen wir schon für später zur Seite

Butter nicht zu heiß auflösen

Wenn die Butter ganz aufgelöst ist, kommt das Mehl in den Topf

Mehl mit der Butter verbinden und leicht anrösten. Aufpassen, dass es nicht zu dunkel wird.

Dabei hilft ein Schneebesen

Während das Mehl mit der Butter röstet, wiegen wir Zucker ab.

Zucker abwiegen

Zucker zu den anderen Zutaten in den Topf geben

Zucker untermischen

Noch kurz weiter rösten und mit der Temperatur hochgehen. Dann seht Ihr am Topfboden so leichte Karamellstreifen.

Nun die Milch dazu gießen.

Milch unterrühren

Schneebesen und Handrührer sind beide o.k.

Kräftig klumpenfrei rühren

Die Masse ist jetzt schon recht fest, Herd abstellen.

Eine Prise Tonkabohne für den vanilligen Geschmack

3 Eier aufschlagen und schnell unterrühren.

Dann wird die Masse schön glatt

Eine Ofenform nehmen

Die Masse hinein geben.

Circa 2 cm dick ausstreichen

Rapsöl, damit sich auf der Masse keine Haut bildet.

Rapsöl mit einem Pinsel auf der Masse verstreichen

Danach kommt die Form in den Kühlschrank. Bei mir war schon weit nach Mitternacht, deswegen geht es erst am nächsten Tag weiter.

Die Form kommt aus dem Kühlschrank

Milch in Stücke schneiden

Einen Teller mit Mehl daneben stellen.

Einen möglichst flachen Pfannenwender, oder Tortenheber nehmen, um die Milchteigstücke aus der Form zu heben und sie ins Mehl legen.

Alle Stücke darin wenden.

Drei Eier verquirlen

Bemehlte Milchteigstücke ins Ei geben.

Wenden

Anschließend ins Paniermehl drücken

Von allen Seiten und auf alle Kanten.

Die ganze Menge ergibt zwei Pfannenladungen.

Rapsöl in eine Pfanne geben.

Erhitzen bis das Öl sprudelt

Gleich auf 50 % Temperatur reduzieren, damit die Panierung nicht anbrennt.

Achtet ein bisschen auf die unteren Kanten, die im Fett liegen. Die sagen Euch wie ihr im Rennen liegt. Ich hätte erst getippt, drei Minuten pro Seite, aber ich war schneller. Das liegt an der Temperatur.

Umdrehen, wenn die Stücke so schön braun aussehen.

Dann noch die Unterseite so schön ausbacken. Anschließend kurz auf Küchenkrepp entfetten

Dann mit Puderzucker bestäuben

Einen Fruchtspiegel auf dem Teller ausbringen

Milchschnitte darauf ablegen

Noch ein bisschen Marmelade oben drauf, Rezept ist hier. Die ist so lecker

Ich habe noch ein Blatt Zitronenmelisse auf der Fensterbank entdeckt, das schadet nie.

Haptisch ist das eine zehn. So geil, wenn man durch die knusprige Hülle beißt, darin so pornocremig die heiße Milchcreme und als sprizigen Kontrast die grenzwertig wenig gezuckerte Aprikosenmarmelade, mit einer schönen Säure. Logisch, davon will hinterher jeder noch eines.

Es ist echt irre, was man so alles selbst machen kann, wenn man es denn macht. Kann man für Geld nirgendwo kaufen. Also raus aus dem Sessel und ab ich die Küche.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

2 Kommentare

  • Vivian

    Hab ich anno ’93 mal gegessen als wir auf Hochzeitsreise waren. So unverschämt gut. Hatte glatt vergessen wie gut.

    • tja, einfach machen. kann man auch einfrieren. ich experimentiere gerade mit einem hefeteig und habe schon brötchen gebacken, einen burger daraus gemacht, ein panini frisch aus dem Ofen und gerade noch pizza. ich friere auch was davon ein, damit du nicht immer sagen kannst, für mich lohnt das alleine nicht. dann war deine ehe ja auch nicht sooo erfolgreich. ich habe 1992 auch schon mal geheiratet, aber du kennst die dame ja 😉

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