Risi Bisi = Risi Pisi

Leider noch ein Gericht, bei dem es mir nicht gelingt es ansatzweise so gut aussehen zu lassen, wie es schmeckt. Kein Wunder, schließlich sind da auch nur gute Zutaten drin. Fun fact, eigentlich müsste das Gericht Risi Pisi heißen, weil es auf italienisch “Riso con pisello” heißt. Das Gericht stammt aus Venedig und die Dogen haben es jedes Jahr am 25. April, dem Geburtstag des heiligen Markus, servieren lassen. Ich habe es vorher noch nie halbwegs traditionell gegessen, so wie ich es hier zeige, sondern kenne das nur aus meiner Kindheit in der bürgerlichen Gastronomie verhunzt, wo man einfach Langkornreis mit trockenen Erbsen vermischt hat. Das war dann Risi-Bisi. Kein Wunder, dass ich daran keine besonderen Erinnerungen hatte. Nun habe ich gesehen, dass es wie ein Risotto mit Rundkornreis gekocht wird.

Zutaten:

250 Gramm Rundkornreis (Risottoreis, oder Milchreis)
1 rote Zwiebel
50 Milliliter Olivenöl
750 Milliliter Brühe (anklicken)
300 Gramm Erbsen
1/2 Teelöffel Salz
viel Pfeffer aus der Mühle
4 Esslöffel geriebener Hartkäse
80 Gramm geriebener Emmentaler
50 Gramm Butter
Gehackte Petersilie

Rote Zwiebel abziehen

Zwiebel zerkleinern

Olivenöl erhitzen

Zwiebel zwei Minuten bei Vollgas anschwitzen

250 Gramm Rundkornreis abwiegen

Rundkornreis 5 Minuten bei kleiner Hitze mit den Zwiebeln anschwitzen. In Bewegung halten, damit nichts anbrennen kann.

Die Brühe sollte eigentlich heiß sein, damit der Reis nicht wieder bei der Temperatur absinkt, aber ich habe nebenbei noch ein asiatisch anmutendes Gericht, Nudeln mit Tomatensoße und Kikeriki zubereitet. Mir fehlte schlichtweg der Platz auf dem Herd und außerdem kommen gleich noch die gefrorenen Erbsen, da kocht dann auch gar nichts mehr.

Brühe zum Reis geben

Volle Pulle aufkochen

Währenddessen die tiefgekühlten Erbsen in den Topf geben

Pfeffer aus der Mühle

Salz mache ich erst später, weil man vorher nicht weiß wie gesalzen die Brühe ist.

Wir geben am Ende zwei Sorten Käse unter das Risi-Bisi. Den Emmentaler bereite ich schon mal vor.

Wenn der Topfinhalt einmal kurz sprudelt, Deckel auf den Topf legen und auf die kleinste Platte bei kleinster Flamme stellen.

Emmentaler kann man entweder auf der Standreibe zerkleinern, oder mit einen Multizerkleinerer.

Das Teil gehört zu meinem ESGE Zauberstab

Schriiiiiiiiiiiing

Das schmilzt so zerkleinert schneller und verbindet sich später mit dem fertigen Risi-Bisi

Zwischenzeitig mal umrühren

Nach 20 Minuten ist der Reis weich und Risi-Bisi fast fertig

Salzen (vorher probieren)

Emmentaler (ist auch salzig)

4 Esslöffel Parmesan, oder generell Hartkäse (ist auch salzig)

Butter untermischen

Alles vermischen

Gehackte Petersilie

Und hier fangen meine Probleme dann an, das gut aussehen zu lassen. Ich habe eine Schale genommen, Risi Bisi reingedrückt und dann als Timbale auf den Teller gesetzt.

Mit Hartkäse bestreuen

Noch ein paar Tropfen Olivenöl, machen optisch was her und lassen das Risi-Bisi gut rutschen. Meine anderen Versuche das auf kleinen Probiertellern, oder in Schalen zu präsentieren, erspare ich Euch. Geschmacklich ist es jedenfalls ganz weit vorne. Eine schöne Vorspeise, eine Beilage, je nach Menge auch ein Hauptgericht. Ich habe es meiner jüngsten Tochter direkt am Herd mit einer Schüssel zum Probieren gegeben. Mit der ist sie gleich zum Tisch abgezogen, weil es so gut schmeckt. Meine Frau macht auch den Daumen hoch, mir hat es auch geschmeckt, obwohl es eher ein Mädchenessen ist.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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2 Kommentare

  • Michl

    Gibts heute zum Mittag, bissl anders halt.

    Google bringt dein Rezept auf der ersten Seite, Glückwunsch!

    Ich hör schon Poletto, Mälzer u Co rumnölen vons Autemzitidingsbums her, aber trotzdem lecker und allemal besser wie Fertigschlopp aus der Mikrowelle oder Dosenware im Uncle Ben’s Kochbeutelreis.

    • ja isso. Das ist unterm Strich sehr lecker und weil man an 365 Tagen gut essen muss, ist dafür auch an irgendeinem tag mal platz. Sehr lustig, dass es auf der ersten Seite bei Google ist, das hat im Blog außer Dir kaum jemand gesehen.

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