Saftding vom Seppl! (Shaking Juicer)

Es ist wieder Grüne Woche in Berlin und ich war dort. Habe bei meinem Freund Chris übernachtet und wir hatten zwei tolle Abende. Da zeige ich Euch noch etwas was ich gekocht habe. Die Grüne Woche war wie immer. Wichtig, dass man hingeht und irgendwas lustiges findet man immer, neben dem traditionellen Besuch beim Zauberstabstand, der Flucht vor der Thermomix- und AMC Sekte. Mein Highlight dieses Jahr war ein offensichtlicher Bayer, die krachert fluchend auf seinem Messestand moderierte und seine Präsentation mit den Worten startete, dass er acht Jahre nicht auf der Grünen Woche war und nächstes Jahr nicht wieder kommt, weil das alles nur ein depperter Verhau ist und Deutschland wäre eh Scheiße und er wäre schon lange in Österreich und dieses Jahr geht er noch nach Indonesien und dann kommt er maximal noch für Teleshopping wieder. Ich verkaufe notfalls auch dem Papst ein Doppelbett, aber der Typ war echt ganz besonders und ich erzähle das gerne weiter. Auf dem Stand war eine halbe Tonne Obst und Gemüse und er hatte einen sehr kompakten Entsafter in der Hand, den er immer wieder mit Obst, Gemüse, Ingwer etc fütterte, kurz eine Bewegung machte und schon war der Saft raus und es blieb nur die Schale übrig, die man leicht entsorgen konnte.

Zutaten:

Äpfel
Zitronen
Orangen
Weintrauben
Ingwer
Gurke
Tomate
Melone
Granatapfel
Papaya
Ananas
Birne

Den Shakin`Juicer hat er sich selbst ausgedacht und der wird in Deutschland hergestellt, dazu gab es noch ein Messer. Das Prinzip ist denkbar einfach, Einfach die Frucht auf den Aufsatz drehen, der wie eine Zitruspresse aussieht.

Deckel rauf

Drehen

Dann bleiben eine Art Trester auf dem Pressenteil und oben im Deckel nur die Schale der Frucht. Die kann man rausklopfen

Hier ist die Schale

Je nachdem wie saftig die Frucht oder das Gemüse ist, ist das Prinzip sehr ergiebig

Manchmal kann man es mit Wasser / Mineralwasser, oder mit Alkohol strecken. Ich war spontan begeistert. Die Vorstellung war jedenfalls so subversiv. Die Ärzte leben davon die Leute krank zu machen, die Pharmindustrie lebt davon, dass die Leute nie wieder aufhören die Tabletten zu nehmen, die ihnen die Ärzte verschreiben und tatsächlich hat man es nebem dem Alter zu großen Teilen selbst in der Hand, was man von Ärzten und der Pharmaindustrie so braucht. Es gibt in der Natur so vieles, mit dem man sich einiges ersparen kann.

Sprüche wie ein Apfel am Tag hält den Arzt fern kommen ja nicht vom irgendwo. Wenn man sich dann noch weiter mit dem Thema beschäftigt, weiß man welche Funktionen Ingwer, oder Granatäpfel haben und im Prinzip jede Frucht und jedes Gemüse. Was senkt den Blutdruck, was wirkt Diabetes entgegen, was treibt einem das Blut in die Lenden. Das gibt es für alles ein Kraut.

Und wenn einem das noch so launig vorgetragen wird, verbunden mit dem guten Ratschlag, dass falls man den Kanzler auf seinem Rundgang auf der Messe treffen, man ihm einfach was auf die Fresse hauen sollte (ich hätte nicht gewusst warum?), dann war es einfach gute Unterhaltung.

Die Zitrone an den Enden abschneiden und dann eine lange Seite öffnen

Zack, aufstecken

Mit dem Deckel auspressen

Es bleibt nur die Schale

Ich habe das meinen Kindern heute Abend vorgeführt und es herrschte spontane Volksfeststimmung im Saal. Geiles Gerät, 40 Euro sind kein Geschenk, aber es funktioniert wie verrückt, lässt sich gut reinigen und funktioniert links wie rechts. Ich würde es Euch nicht zeigen, wenn es mir selbst nicht so gefallen würde. Ich werde deswegen nicht nur noch Saft trinken, aber ich habe mir vorgenommen, noch mehr aus meinen Bananen Fred Einkäufen zu machen und noch gesünder zu trinken. Meine Kinder planen auch schon Wunderdinge damit.
Bezugsquelle findet Ihr hier. Natürlich konnte ich auch nur in bar zahlen und eine Rechnung gab es für den Drecksstaat auch nicht. Sagte der mit dem Saftladen. Wer will als erstes einen kaufen? Ich, ich, ich!

36 Kommentare

  • Esther

    Ich habe so ein Teil vor 35 Jahren bei einem Straßenverkäufer erworben, der alles klein bekam, was essbar war. Allerdings wurde es nur für Orangen angepriesen. Daß damit auch Äpfel entsaftet werden können, werde ich ausprobieren. Mein Teil ist braun / orange. Es sieht genauso aus.

    Der Typ von der “Grünen Woche” hat das nicht erfunden, es sei denn, er war mal in Köln unterwegs und hat seinerzeit höchstselbst mich auf der Hohen Straße in der Kölner Innenstadt überzeugt, den Entsafter zu kaufen. 😉

    Gutes Teil. Es wird experimentiert. Wie ich mich kenne, bekomme ich es dann kaputt.

  • Ina

    Jörg, ich will ein Kind von Dir 😄!
    Hab’ soeben Deine tolle Seite entdeckt und bin spontan im Lachkrampf gelandet. Danke!

    • Hallo Ina, herzlich Willkommen. Freut mich sehr. Wie bist Du hier gelandet? Über 4000 Rezepte warten auf Dich. Über das Kind reden wir noch. Ich kann ziemlich hübsche Kinder.
      Gruß
      Jörg

      • Esther

        Ina hat Recht. Hätte ich’s vorher geahnt, hätte ich vor Jahren ein paar Eizellen einfrieren lassen. Zu spät, aber ich bekenne auch, einen Thermomix (TM31) zu haben. Hier kennt Jörg keine Gnade. Entweder Thermomix oder Gen-Mix. 😉

        • Ach Esther, mit Dir hätte ich mir auch eine Hallenmannschaft vorstellen können. Sechs Jungs und alle so wie ich ;-). Der Alptraum jeder Frau.

        • Ina🌞

          Hallo Esther,
          danke für die Warnung 😉!
          Da ich in der thermomix- und auch mikrowellenfreien Zone lebe, hätte ich ja theoretisch evtl. noch Chance auf den Gen-Mix.

          Aber höchstwahrscheinlich werde ich u. a. schon für die folgende Frage disqualifiziert werden:
          Was ist denn der geisterscheidende Unterschied zwischen dem zu verteufelnden Thermomix und dem anbetungswürdigen Cook4me?

          Ich hoffe auf Welpenschutz.
          Gruß
          Ina 🌞

          • Thermomix ist ne Sekte und die kaufen sich den überteuerten Trümmer für 1800 Euro, um damit Dattelcreme zu rühren. Der kann nicht richtig anbraten und zerrührt alles zu Brei, während er Geräusche wie ein startendes Flugzeug macht. Für sechs Personen ist der generell auch zu klein und es gibt ein paar geile Geräte wie z.B den Esge Zauberstab, oder eine einfache Bosch Küchenmaschine, die alles können was man braucht und wenn eine Funktion kaputt ist, kauft man sich das eine Gerät neu und muss nicht immer gleich 1800 Euro ersetzen. Vor allem sind diese Gerätschaften auch mal 40 Jahre gleich, man kann also Zubehör miteinander mischen, nachkaufen und hat nicht immer den Antrieb sich das neu zu kaufen, weil es plötzlich wiegen kann, oder weil es mit einem spricht. Ich liebe meinen Herd und meinen Ofen und der Cook 4 me ist nur eine Ergänzung und eine Erleichterung. Ich mag nicht gerne Bedienungsanleitungen lesen und das Ding habe ich intuitiv verstanden, ohne jemals eine Zeile gelesen zu haben. Der kostet neu irgendwo bei 300 bis 400 Euro und viele Leute kommen damit nicht klar und verkaufen ihn neu, oder fast neu für einen Bruchteil des Preises. Wenn man den so benutzt wie ich, entbindet es einen nicht davon kochen können zu müssen und es ist manuell betrieben wie richtiges Kochen, nur eben 4-5 mal schneller und ohne Spritzer. Man kann aber auch die vorinstallierten Rezepte nachkochen, dann sagt einem die Maschine immer wie es weitergeht. Habe ich mal getestet, aber ist nicht meine Art zu kochen. Um Schwellenängste abzubauen, aber total ok. Ich nutze den CFM auch nebenbei, während, Herd, Ofen und Heißluftfritteuse laufen. Da macht man eben in 20 oder 30 Minuten frischen Rotkohl, oder Gulasch, oder in 75 Minuten das Eisbein für eine Sülze, die sonst 3,5 oder 4 Stunden brauchen. Ich habe auch noch den Crispdeckel und kann den als Heißluftfritteuse, oder zum Backen nehmen. Auch hier gilt, dass man immer deutlich größere Mengen zubereiten kann, als beim Thermowichs, oder Bosch Cookit usw. Ich bin echt zufällig bei dem Trümmer gelandet. Jemand der hier schon Jahre mitliest hatte einen Trauerfall in der Familie und ein CFM war übrig, weil die Wohnung aufgelöst wurde. Den habe ich für 50 EUro bekommen und habe den auf dem Weg nach Berlin, kurz hinter Hamburg abgeholt. Kannst ja mal versuchen für 50 Euro einen Thermomix zu bekommen.

    • Esther

      Spontan habe ich zwei Äpfel entsaftet. Viel Mus, viel Schrubben beim Saubermachen und einen Tennisarm – für eine Ausbeute von 50 ml. Dafür war’s aber sehr lecker.

  • Aber wirklich neu ist das nicht. Ich habe so’n Ding seit gefühlten 20 Jahren zu stehen, allerdings in rot. Das sieht echt genauso aus, nur der Ausguss ist nicht dreieckig, sondern viereckig. Ich hoffe mal, dass das nicht das einzige, was “neu!” daran ist.

    • Für mich war es neu und irgendwas nehme ich auf der Messe gerne mit. Mal ist es ein Zauberstab, dann ein Safty zum Zitrusfrüchte auspressen, der Masterchef 6 und ich habe bestimmt noch irgendwas aus den letzten zehn Jahren vergessen. Ich glaube so lange gehe ich jetzt jedes Jahr dahin. Dafür wäre ich fast wieder hungrig von der Messe verschwunden, wenn ich nicht meinen Eispulvermann in der Sachsenhalle an seinem Stand getroffen hätte. So habe ich dann echt lecker in der Ausstellerlounge gegessen und habe ein paar Softeis gegessen. Was man da für Geld an Essen kaufen kann, fand ich echt grottig. War wieder mal meine Bestätigung für meine These, dass man zu den Gerichten einen Bezug haben sollte und sie ohne spitze Finger und Verachtung für die Kunden herstellen können sollte und da auch nicht nur TK Törtchen aufzubacken und für Puffpreise zu verkaufen. Ich habe dann bei Chris selbst gekocht, statt irgendwo draußen den 95 Döner zu essen.

    • Man sieht nur was man kennt. Ich habe das noch nie gesehen, in sofern war es für mich neu. Hat mir sehr gefallen

  • Haifisch

    Dein Text zum Saftmacher ist der Heuler.
    Danke dafür.

    Das Ding schaffe ich mir nicht an.
    Ich hab die gesamte Palette Entsafter durchprobiert,
    und leider ist keiner bisher besser
    als das uralte Ding meiner Tante.

    Macht aus allem feines Mus und
    entsaftet das dann in einer Art Zentrifuge.
    Das Ding eiert inzwischen lebensgefährlich.
    Aber es entsaftet immer noch am besten.
    Karotte wird staubtrocken, das sagt alles.
    Der Karottentrester braucht im Karottenkuchen Flüssigkeit, so trocken ist er.

    Deswegen möchte ich keinen Handentsafter,
    der durchaus gute Ergebnisse bringt,
    aber bei Kilopreisen bei Obst um 6-10 Euro
    einfach zu wenig Ausbeute macht.

    Das lohnt sich vielleicht bei einem Garten,
    wo sowieso zuviel Obst anfällt,
    und die Reste auf dem Kompost landen.

    Ich hab so gelacht über die Kommentare.
    Der Verkäufer muss ein begnadeter Rattenfänger sein.

    Wenn Esther nicht das Ding schon zuhause hätte,
    und DirkNB ein nahezu identische DIng zuhause hätte…
    ich hätte fast glauben können,
    dass der Typ auf der grünen Woche
    das Ding wirklich selber erfunden hat.

    Und leider: ich hab noch immer keinen neuen Entsafter gefunden,
    der die Nachfolge von dem meiner Tante antreten könnte.
    Der wird mir irgendwann um die Ohren fliegen, so wie der eiert.

    Slowjuicer, verschiedene Entsafter verschiedener Hersteller,
    alles hab ich zurückgeschickt, macht mehr Müll als Saft.

    Slowjiucer sind schwer zu reinigen, zuviele Teile. Geht aber.
    Nur: Karotten eben nicht.
    Die werden so gebröckelt und dann halbherzig gepresst.
    Entgegen den Werbeversprechungen
    kann sowas nur weiches Obst / Gemüse.

    Was mich auch ärgert:
    Das Gerät der Tante
    ist klein und kompakt.
    Die aktuell marktüblichen Dinger sind monströs.

    Je nu. Den Lacher hatte ich trotzdem.
    Und Du, Jörg, sagst das gleiche wie meine Freundin:
    grüne Woche ist nicht mehr das, was sie war.
    Zuviel Convenience…

    • Diese Foodtrucks sind alle so ein Scam

    • Kathi

      Hallo Haifisch, ist das so’n Gerät wo man im Innenraum ein Kunststoffband mit Löchern einlegen kann und wenn das Obst/Gemüse entsaftet ist, dann entnimmt man das “Siebband” – ich weiß nicht wie man das sonst nennen könnte – aus dem Zentrifugenbehälter, entsorgt den Trester und legt das gesäuberte Band wieder ein? Meine Mutter hatte so ein Ding, da wurde aus das letzte Tröpfchen Saft herausgepresst. Das hat mich als Kind immer total begeistert. 😉 Das Gerät existiert leider nicht mehr. Ich hatte später versucht einen entsprechenden Ersatz zu finden, leider ohne Erfolg und mir erging es ebenso wie Dir, alle getetsteten Geräte waren kein wirklicher Ersatz. …. was ich noch heute bedauere, denn das alte Ding war wirklich unschlagbar, so dass ich noch heute nostalgisch ins Schwärmen komme. In diesem Sinne wünsche ich Dir, dass die Saftpresse von der Tante noch ein bisschen durchhält.

  • Haifisch

    Der Haifisch der will Fischsaft fressen
    drum will er die Karotten pressen.
    Die Karotten bleiben hart und rot,
    somit stirbt der Hai den Hungertod
    😉

    • Esther

      Wem würde Haifischs Verenden nützen?
      Auch Raubtiere muß man schützen!
      Ein Möhensaft der Firma Hipp,
      macht den Haifisch wieder fit.
      Und hilft dies alles nix,
      Esther hat ‘nen Thermomix.
      Sind die Möhren richtig fein,
      kommen sie in ein Seihtuch rein.
      So tankt Haifisch wieder Kraft,
      mit ein wenig Möhrensaft.
      Doch ich lasse mich nicht ver….äh…äppeln,
      ich wär bös’, solltest Du mich beißen.

  • Ina

    Lieber Jörg, ich wollte rausfinden, ob mir Tomaten in der Ölfritteuse platzen werden und habe auf Dein Rezept nur geklickt des Namens wegen. Kochen muß Spaß machen, sonst schmeckt’s nicht!
    Was das Kind angeht: daß Du ganz hübsche kannst, glaube ich sofort; Dein herzerfrischendes Profilbild hat es direkt zum Hintergrund auf mein Handy geschafft. Allerdings spekuliere ich mehr auf das Humor-Gen 😅😂🤣!
    Liebe Grüße

  • Katja

    Hallo Jörg,
    ich habe diese „Saftpresse“ ca. 96/97 damals bei einer sogenannten „Hausmesse“ in Lübeck gekauft. Dazu gab es noch einen Sparschäler und eine Reibe. Farbe Orange/braun. Ich habe alles noch in Benutzung. Musste schon schmunzeln über die Beiträge.
    Deine Seite ist immer noch super mit den ganzen Rezepten. Gefunden hatte ich dich letztes Jahr wegen Anschaffung Cook4me über das Internet. Die Cook4me ist Gold wert.
    Du fragst ja manchmal wie man sich „gefunden“ hat. Bist jedenfalls meine „Bettlektüre“ jeden Tag.
    Schöne Grüße Katja

    • Hallo Katja, das ist ja lustig. Bei manchen bin ich die Bettlektüre, bei anderen die Aufwachlektüre zum ersten Kaffee. Freut mich auf jeden Fall, egal zu welcher Tageszeit. Ich muss auch mal in so ein Cook 4 me Forum gehen. Mir fehlt nur irgendwie die Zeit, weil ich ja immer irgendwie koche, oder darüber schreibe, wenn ich nicht gerade über Motorräder und Roller schreibe.

  • Haifisch

    @Jörg. wo schreibst über Motorräder?

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