Fritessaus – holländische Frittensauce
Holländer sind tatsächlich für Ihr schlechtes Essen bekannt, so wie Engländer. Die hatten beide nur das Glück, oder Pech, je nachdem wie man es sehen möchte, dass die lange Kolonien hatten und deswegen schon immer eine deutlich buntere Bevölkerungszusammensetzung als Deutschland, bis weit in die achtziger Jahre hinein. So haben auch fremdländische Spezialitäten den Einzug auf den Speiseplan gefunden und Einflüsse aus Südostasien und der Karibik. Das ist ebenfalls eine Gemeinsamkeit von Holland und England, dass es neben der lausigen einheimischen Küche, die schon immer spannendere Einwandererküche gab. Dafür ist man früher nach Venlo, Groningen, oder Amsterdam gefahren. Das schlägt sich auch bei der Mayonnaise nieder. In Deutschland ist die einfach Öl, Ei, Senf, Emulgatoren, sowie Zitronensaft und / oder Essig, Salz, Pfeffer, guten Tag und auf Wiedersehen. In Holland ist sie viel gelber, und süßer und luftiger. Natürlich ist das eine beliebte Abwechslung, wenn man es sonst nur so konventionell kennt. So wie bei der Joppiesoße, sind meine Kinder auch hier wieder total abgegangen und ich musste die holländische Frittensauce in dieser Woche dreimal neu rühren, weil sie die zu allem gegessen haben. In Holland kann man sowas in Plastik natürlich in jedem Supermarkt kaufen, kann man aber nicht mit dieser frischen Version vergleichen.

Zutaten:
250 Milliliter Rapsöl
1 Ei
1 Teelöffel Senf (anklicken)
1/2 Teelöffel Salz
reichlich Pfeffer
1/2 Teelöffel Kurkuma
1 Esslöffel Essig
1 Esslöffel Zitronensaft zum Rühren
3 Esslöffel Joghurt
2 Esslöffel Puderzucker
1 Esslöffel Zitronensaft zum Pimpen, am Ende

Öl abmessen, ein Ei aufschlagen. Das Ei darf nicht kalt sein, sondern zimmerwarm.

Senf

Pfeffer

Kurkuma

Essig

Zitronensaft

Mit dem Pürierstab, oder so wie bei mir mit dem ESGE Zauberstab in den Mixbecher stellen

Einfach anstellen und drehenlassen. Innerhalb von zehn Sekunden hat man so eine schöne Mayonnaise.

Schmeckt so schon super, ist aber eben nicht holländisch

Zum Süßen nehme ich Puderzucker, der löst sich besser auf.

Ich kaufe den nicht fertig, sondern benutze normalen Kristallzucker und mahle den in der Gewürzmühle meines ESGE Zauberstabes

Schriiiiiiiiiiing

Schon Puderzucker

Zwei Esslöffel tun Ihr Werk

Jetzt fehlt noch Joghurt für den federleichten Effekt

Danach glaubt man, das Zeug wäre tatsächlich kalorienfrei

Noch ein bisschen mehr Zitronensaft und nach dem Geschmackstest am Ende schaut Ihr ob Euch noch etwas fehlt, aber da ist normal alles so wie es sein soll.

Joghurt unter die Mayonnaise heben. Aufpassen, dass Ihr nicht den Stand der Mayonnaise im Kreis wegrührt.

Well done

Im Kühlschrank hält diese Frittensoße abgedeckt ein paar Tage, aber so alt wir die gar nicht

Hier für den Tisch

Sensationell auf Frikandel Speziaaaaaal

Ein echter Genuss mit dem Gesamtkunstwerk ,inklusive aller Saucen und selbst geschnitzten Pommes frites aus Goldmarie, die zur Feier des Tages auch frittiert und nicht gebacken waren.

Das Leben ist schön! Viel Spaß beim Nachrühren und einen guten Appetit.

Hast du Dein Puderzucker-Maschinchen
schon mal reinigen müssen?
Man solls ja nicht nass machen.
Wenn ja, wie – und –
hat es das Wasser doch vertragen?
Ich habe versucht, wasserfrei zu reinigen,
aber nach über 10 Jahren reicht das nicht mehr.
Die werfe ich sogar in die Spülmaschine. Nie Probleme gehabt. Seit 10 Jahren.
@Jörg: ach ne.
Das hab ich mich wegen
der expliziten Warnung nie getraut.
Also schmeiss ich das Ding jetzt in die SpüMa,
und – es wird endlich mal richtig zuckerfrei sein.
Danke für die Erfahrung,
ich habs schon immer vermutet,
aber mich nie getraut…
Ich habe gerade eben zwei Zitronenkuchen gebacken. Elisbeth hat morgen Kuchenverkauf in der Schule. Dafür habe ich einen gemacht. Dann rief schon gleich wieder einer futterneidisch, wieso wir keinen haben, also habe ich parallen schon den zweiten vorbereitet und mittlerweile auch glasiert. Ich habe eine Ladung Zucker randvoll in die Mühle gekippt, schnell gemahlen und das dann in einer separaten Schüssel mit Zitronensaft aus einer Biozitrone und dem Abrieb der Schale mit Rapsöl vermischt und dann auf den Kuchen gepinselt. Gewürzmühle ist jetzt in der Spülmaschine
Ich will Pommes mit Mayo zum Frühstück. 🙂
Einen kleinen Fehler hast Du oben im Text. Zitronensaft und Essig sind nicht die Emulgatoren, dieses Funktion erfüllen das Eigelb und ein wenig auch der Senf.
O.k, ich bin davon ausgegangen, dass die Säure auch emulgieren hilft? Meinst Du die schmeckt nur? Wäre mir neu
Da hat er leider recht, fürchte ich. Lecithin, im Ei und im Senf enthalten, ist der Emulgator. Letztendlich sind das Moleküle, die an einem Ende Wasser anziehen und am anderen Öl, und damit eine Verbindung zwischen Wasser und Öl herstellen. Mal ganz populärwissenschaftlich. 😉 Es gibt natürlich auch noch andere Emulgatoren, aber wir kennen sie auch als Tenside aus den Waschmitteln, wo sie helfen, fettiges mittels Wasser aus dem Textil zu bekommen.
Da muss die Geschichte der Mayonnaise quasi umgeschrieben werden, zumindest in meinem Kopf
Da habe ich eine ganz komische Szene vor meinem geistigen Auge: “Die Geschichte der Majonäse ist eine Geschichte voller Missverständnisse …” und dann wird die Majo-Tube mit der Faust umschlossen und ausgedrückt …
Wer das Original kennt, auf das hier angespielt wird, ist offiziell alt. 😉
Immerhin habe ich für meine Mayonnaise keine Ersatzflüssigkeit benutzt
Treffer, versenkt. 😉 Wobei bei plastikverpackten “Salaten”, bei denen früher mal Majonäse (damals noch Mayonnaise) verwendet wurde, heute auch eher Ersatzflüssigkeit namens Salatcreme dabei ist, gebundenes Wasser mit ein paar Original-Ingredenzien.
Miracle Wichs ist auch so eine Kostbarkeit.
Das stelle ich mir gerade bildlich vor, wie beim Hersteller eine Reihe Mitarbeiter und Freiwillige rund um eine Palettenebene Gläser stehen und sie voll machen. Ohne Zielkeks.
Mahlzeit.
Öl und eine wässrige Flüssigkeit (Essig, Zitronensaft) bilden die Emulsion. Der Stoff der dabei hilft ist der Emulgator (Eigelb). Der hilft zwei Sachen zu verbinden, die sich eigentlich nicht verbinden wollen.
Geht auch mit Milch statt Ei, so mach ich das meistens, weil es sich länger hält. Hier geht nicht so viel Mayonnaise über den Tisch.
Mayonnaise ist hier wie Diesel für die Autos.
@Haifisch
Die mit dem Zauberstab kompatible Gewürzmühle reinige ich ab und an mit Wasser. Bei klebrigen Bestandteilen nehme ich etwas Spiritus und Salz, reinige mit Wasser nach und schwinge das Handtuch.
Der Nachteil ist, dass der Sockel hohl ist und sich trotz der Klemmen schlecht ablösen läßt, wenn das Wasser heraus soll. Mein Mann hilft mir, er hat als Handwerker kräftige Finger, fast wie ein Schraubstock. 😉
Mittlerweile habe ich den Dreh heraus, dass nichts in den Sockel fließt.
Die Klinge läßt sich bei Bedarf nachbestellen. In youtube gibt es ein Video einer Privatperson, die zeigt, wie leicht der Austausch gemacht ist, wenn man die Kniffe kennt.
youtube ist klasse, vor einiger Zeit reparierte ich erfolgreich etwas an meinem heißgeliebten Kobold. Bislang ist er noch nicht explodiert.
Ja, die Klammern kann man leicht öffnen. Den nehme ich vorher natürlich auseinander und werfe die Gewürzmühle nicht am Stück in die Spülmaschine.
Selbst mit Werkzeug lassen sich die Klammern nicht bewegen. Ich habe den Ehrgeiz, möglichst viel selber zu schaffen, darum wurmt es mich, meinen Mann zu bitten. Ihr Herren habe halt mehr Kraft.
Die Mühle reinige ich per Hand. Auch gute Messer und Pfannen lege ich nicht in die Spülmaschine, aber das ist nur Ansichtssache und kein Gesetz.
Natürlich lassen die sich bewegen. Ganz einfach zu entriegeln. Messer spüle ich auch mit der Hand ab
@Esther: ich pflichte Dir bei.
Das Gerät ist nicht demontierbar – bei mir.
Anscheinend gibt es verschiedene Baureihen.
Ich hab jetzt extra nochmal nachgeschaut.
“do not open” – “do not clean wet”.
Und selbst mit einem langen Schraubenzieher
würde ich nichts erreichen, diese “Nasen” im Gerät
sind ziemlich offensichtlich zerbrechlich.
Einmal aufgebrochen und zerbrochen.
Das möchte ich dann doch nicht.
Schade. Habe wohl zu früh / zu spät gekauft.