Kalbsgeschnetzeltes – total frisch in 45 Minuten

Meine Truppe ist eher schwierig, was Essen betrifft und das geht auch immer reihum. Deswegen war ich ganz froh, als die schwierigste unter den schwierigen Esserinnen, von alleine zu mir kam und mich fragte, ob ich nicht ein Frikassee machen könnte. Nachdem das Huhn schon für die Kaiserschnitzel draufgegangen war, hatte ich noch 1,2 Kilo Kalb für die Woche im Kühlschrank und habe Teile davon kurzerhand in diesem Rezept zu Geschnetzeltem verarbeitet. Ich habe mich selbst gewundert, wie schnell das geht. 

Zutaten für 4 Personen:

600 Gramm Entrecôte vom Kalb
1 Möhre
1 Zwiebeln
1 Esslöffel Schmalz
1 Zitrone
Salz
Pfeffer
3 Lauchzwiebeln

Soße:

30 Gramm Butter
1 gehäuften Esslöffel Mehl
400 Milliliter Brühe (anklicken)

Das Fleisch hatte ich am Wochenende komplett planlos beim Mix Markt mitgenommen. Kilo € 9,99. Irgendwas fällt einem damit ja immer ein. 

Fleisch in fingerdicke Scheiben schneiden

Fleischscheiben in Würfel zerkleinern.

1 Esslöffel Schmalz zum Anbraten in der Pfanne erhitzen. Das Schmalz habe ich aus dem Fett des Schweinebauchs gemacht, aus dem ich erst Brühe und dann noch pulled Pork gemacht habe. Besseres Fett zum Anbraten gibt es echt nicht. 

Wenn das Fett so heiß ist, dass das Bratgut beim Hineinlegen zischt, ist die Temperatur gut

Kalbsfleischwürfel in die Pfanne legen. Das ist übrigens meine Edition 8 von diePfanne.com

Eine Möhre zerkleinern. Die beiden Zwiebeln sind mir irgendwie beim Zerkleinern fotografisch durchgerutsch, aber die könnt Ihr jetzt auch noch schneiden, oder hacken.

Dem Fleisch richtig Feuer geben.

Reis als Beilage aufsetzen.

Fleisch alle paar Minuten wenden. Insgesamt dauert Anbraten immer so um die 20 Minuten

Wenn das Fleisch Farbe bekommt, Möhren und Zwiebeln in die Pfanne geben. 

Fleisch mit dem Gemüse vermischen

Reis kocht

Dann kümmern wir uns noch schnell um die Soße

Butter erhitzen, Herd auf Volldampf

Mehl einstreuen und nur leicht anbräunen lassen.

Brühe etappenweise dazu geben und immer erst wieder andicken lassen, bevor man nachkippt. Immer wieder umrühren, damit sich keine Klumpen bilden.

Das fand die Schnekerliese so spannend, dass sie den Part mit dem Soße einkochen übernommen hat.

War mir ja recht, wenn die Dame die am meisten am Essen auszusetzen hat, selbst hilft. Dann wird es im Normalfall auch gegessen. 

Topf auf die kleinste Flamme stellen und auf kleinste Hitze reduzieren

Läuft alles und das Kind rührt und rührt…

Na, das nenne ich doch mal Röstaromen. Als vertrauensbildende Maßnahmem, lasse ich die Dame schon mal das Fleisch probieren. Danach musste ich den Pfanneninhalt regelrecht verteidigen.

Und das Kind rührt und rührt die Soße

Der Reis ist dann fertig, wenn das Wasser weggekocht ist und die Konsistenz nicht mehr bissfest ist.

Nun den Saft einer Zitrone über das Fleisch geben. Kann man auch in die Soße geben. Kommt am Ende alles wieder zusammen. 

Salz und Pfeffer nach Geschmack

Und dann die Soße in die Pfanne geben, den Herd aber schon auf minimum runter drehen.

Das Fleisch soll nur noch ganz kurz in der Soße auf dem Herd bleiben, sonst würde es schnell zäh

Einmal kurz vermischen

Herd abstellen.

Reis ist auch fertig

Das Fleisch steht jetzt ohne Hitze unter einem Glasdeckel, damit es nicht auskühlt.

Reis auf dem Teller anrichten

Den Großteil der gehackten Lauchzwiebel zum Fleisch geben. Einen Teil zum Dekorieren übrig lassen. Jetzt noch einmal abschmecken, ob genug, Salz und Pfeffer am Essen ist. 

Schon geht es auf den Tisch. Das hat gar nicht lange gedauert. Auf jeden Fall weniger als 45 Minuten vom Schneiden des Fleisches, bis auf den Teller. Das kann man auch gut in der Woche machen, wenn man von der Arbeit kommt. Das ist bei uns ja eher selten, dass ich in der Woche live für die Familie so komplex koche. Das mache ich meistens schon einen Abend vorher und meine Frau wärmt es dann am nächsten Tag für die Kinder auf. Wir Erwachsenen essen dann wieder irgendwas frisch an dem Abend gekochtes. Liegt an meinen Arbeitszeiten. Die meisten Gerichte werden aber nie wieder so gut, wie frisch gekocht, deswegen freue ich mich, wenn so ist, wie hier. Schnell erledigt und frisch von der Pfanne auf den Teller.

Sehr lecker. Tolle Soße, dezente Säure der Zitrone, sehr zartes Kalbsfleisch und stilecht mit dem Reis. Einfach eine runde Sache für die Woche und auch nicht verkehrt, wenn man am Wochenende nicht das ganz große Ballet aufführen möchte. 

Führende Glatzkochkinder und Ehefrauen würden Kalbsgeschnetzeltes empfehlen.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit

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