Entrecôte mit Kartoffeln, Gemüse und Sauce béarnaise
So ein Gericht könnte ich jeden Tag essen. Gibt es aber leider viel zu selten bei uns. Bei diesem Anlass war mein ältester Sohn aus Kopenhagen vor Weihnachten bei uns und war mit mir beim Handelshof. Das Fleisch ist von Block House und hat im Angebot 16,50 pro Kilo gekostet. Hätte ich zu dem Preis nicht genommen, aber was soll man machen, wenn die Kinder sagen, sie hätten soooo gerne ein Steak und würden das Fleisch auch selbst zahlen? Bei den Beilagen gibt es Buttermöhren, Gackermole, dicke Kartoffelscheiben aus dem Ofen und meine Lieblingssoße à la béarnaise.

Zutaten:
1,6 Kilo Entrecote vom Rind
Butter grobes Meersalz
Pfeffer aus der Mühle
1,2 Kilo Kartoffelscheiben aus dem Ofen (anklicken)
Guacamole (anklicken)
Möhren:
500 Gramm Möhren
Butter / Rapsöl
Salz
Blumenkohl
1 Blumenkohl
50 Gramm Butter
1/2 Teelöffel grobes Salz
100 Miulliliter trockener Weißwein
2 PrisenMuskatnuss
Melanzane aus Zucchini (kommt)
Sauce béarnaise:
150 MIlliliter trockener Weißwein
50 Gramm Butter
1 Teelöffel Senf
3 Eier
1/2 Teelöffel Salz
reichlich Pfeffer
1 Teelöffel Kerbel
1 Teelöffel Estragon

Die Kartoffeln dauern am längsten, deswegen fange ich mit denen an. Rezept einfach anklicken.

Für die die sonst nie irgendwas mögen, ist eine schöne Guacamole immer eine gute Notausfahrt.

Ist ja auch wirklich lecker, wenn sie frisch und ohne Mogelei gemacht wurde. Hier mit frischen Avocados, neun Stück vom Bananen Fred für 5 Euro. Kann man machen.

Der ist meine Welt. Ein einfacher Blumenkohl. Blattwerk und Strunk abschneiden

Blumenkohl in eine Ofenform stellen
50 Gramm Butter
1/2 Teelöffel grobes Salz
100 Miulliliter trockener Weißwein
2 Prisen Muskatnuss
Zu den Kartoffeln in den Ofen stellen für 30 Minuten, also nachdem die Kartoffeln schon 15 Minuten im Ofen sind.

Das ist mein rechtzeitiges Mis en place für meine Sauce béarnaise. Ich stelle schon mal alle Zutaten bereit im Schlagkessel

Mit Kerbel und Estragon macht man aus einer schnöden Sauce hollandaise, eine Sauce béarnaise. Escoffier sei Dank, kann man das überall nachlesen

Möhren schälen und zerkleinern

Das ist das Fleisch. Der feine Herr Däne hat mir erstmal 3,5 Kilo des edlen Stoffs rübergeholfen und an der Kasse funktionierte seine Karte dann nicht (angeblich wegen Dänemark). Da gehörte mir das Fleisch wieder zur Bezahlung. Nur mal so für die Nachwelt, falls das jemand in 50 Jahren nochmal nachlesen möchte, wie das damals war.

Fleisch in handliche Scheiben schneiden, die jeder schafft und die angenehm sättigen, ich denke so gute 200 Gramm jeweils.

Das Fleisch geht am Ende am schnellsten und alles andere kann man irgendwie bei 80 Grad warmhalten. Deswegen kommen jetzt die Möhren dran. Butter in der Pfanne erhitzen.

500 Gramm Möhren
50 Gramm Butter / Rapsöl
1 Teelöffel Salz vor dem Servieren

Fleisch brate ich zur Feier des Tages auch in Butter an, bei Vollgas.

Möhren die ersten 5 Minuten scharf anbraten, danach nur noch bei geringer Hitze gehenlassen

Butter ist heiß

Ich brate die Steaks in mehreren Durchgängen und in mehreren Pfannen, um die Pfannentemperatur nicht durch zu viel Menge abzusenken, damit alles richtig brät und nicht nur kocht.

Auf dem Wasserbad steht auch schon der Schlagkessel mit der Sauce béarnaise zum Anwärmen

Das muss natürlich verrührt werden, damit das Ei nicht stockt

Ich habe angefangen mit dem Schneebesen

Das Fleisch ist echt super. Das erkennt man schon in der Pfanne beim Braten

Tapfer weiterrühren

Fleisch nach drei Minuten umdrehen und die Rückseite ebenfalls so lange braten

Ich wechsel bei der Sauce béarnaise dann zum ESGE Zauberstab mit Schlagscheibe und dann ist die Soße wie ein Heimspiel. Auf kleiner Stufe drehen lassen und zuschauen, wie die Masse andickt beim Schlagen. Ihr müsst unter 70 Grad bleiben, sonst wird daraus Rührei. Wenn es zu dick wird, kein Problem, einfach Weißwein nachgeben, nur ein paar Tropfen. Da hilft am besten Routine und keine Angst zu haben

Fleisch ist medium, das kann man an dem See aus Fleischsaft auf dem Fleisch sehen. Dann ist es für mich genau richtig vom Gargrad. Kann jeder anders sehen. Dann nehme ich das Fleisch raus und lasse es in Alufolie gewickelt, oder in der Pfanne ruhen.

Soße geht jetzt in Richtung der Konsistenz eines gut fließenden Puddings.

So soll sie sein

Möhren sind fertig, dann bekommen sie Salz und Pfeffer und Petersilie


Die letzte Ladung Fleisch für heute

Blumenkohl kommt aus dem Ofen und bekommt ebenfalls noch Petersilie. Den liebe ich echt heiß und innig

Melanzane zeige ich Euch später. Ist auch sehr lecker und vor allem für die Nörgler am Tisch, die immer mit dem Fleisch rumdummen wollen.

Kartoffeln sind fertig

Salz und Petersilie brauchen die noch

Die schmücken in ihrer Einfachheit wirklich jedes Gericht.

Saftiges Steak, so wie ich mir das vorstelle

Meine Lieblingssoße à la béarnaise

Blumenkohl und Möhren

Knusprige Kartoffelscheiben

So ist das Fleisch im Anschnitt. Kann man nicht mehr wiederbeleben, aber ist auch nicht durch. So mag ich den Gargard und alle anderen am Tisch jammern auch nicht darüber.

Auf jeden Fall ist das für alle am Tisch sowas wie ein Feiertag. Hat keine Saison und man merkt eigentlich nur am Gemüse die Jahrezeit. Eines meiner Lieblingsgerichte. Die Kinder entdecken langsam die Soße für sich und meinten, die könnte ich öfter mal machen. Das Fleisch ist sehr zart und das Gemüse ist dazu stimmig.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit

Diese Bilder! Aus dem echten Leben, ehrlich dargeboten. Ich bin immer wieder neu entflammt von diesem Blog. Mittlerweile bin ich auch nicht mehr ganz so doof. 😉
Mit den Bildern bin ich dieses Mal auch sehr zufrieden. Die sind echt schön bunt und lebendig gelungen. Könnte immer so sein. Ich weiß nicht, wieso das oft so schwierig ist.
@Jörg: Bilder sind gut.
Ich steh da nicht so drauf,
aber die Texte dazu versöhnen mich.
Zur Erinnerung: Ich mag Rezepte, nicht Bilder.
Aber hier im Blog
(und es gibt noch ein paar andere, ähnliche Blogs)
ist das stimmig, und ich habe mich daran gewöhnt.
Und ja, manchmal sind die Fotostrassen
besonders schön, so wie diesmal.
Meine Ente ist mit mir ins neue Jahr gewatschelt,
sie ist sehr gut gewesen. Nun, Die Hälfte ist eingefroren,
sonst wird es einfach zuviel.
Das gibt ein schönes schnelles Essen zu zweit.
Jetzt habe ich eine Art Berkshire im Topf.
Heisst anders, ist aber auch
so ein Bio-Normalschwein,
ohne Antibiotika und Wachstumsförderern
und seltsamen Futter. Und meist im Freien gewesen.
Sah schon roh gut aus, schön durchwachsen.
Ich habe es in Filets / Koteletts geschnitten.
Einzeln in Fett angebraten, hier Butter.
Wein zum Ablöschen, Rest von Silvester.
Dann mit Knoblauch, Ingwer,
Chilischote, Kirschtomatensosse und Salz
90 Minuten in den DKT.
Dann sollte es weich und sehr lecker sein.
Ich mag es nicht blutig, nicht medium.
Ich hab das immer wieder ausprobiert,
es geht einfach nicht.
Zu zäh, zu komischer Geschmack.
Seit ich auf die Idee gekommen bin,
es nach dem Braten im DKT weichzukochen,
seitdem esse ich wieder Schwein.
Vorher wars mir einfach vergällt,
ich fand es nur noch widerlich.
Nu plane ich ein paar Schwünge im Schnee,
es ist so herrlich weiss draussen 🙂
PS Fotos:
Hast Du ein Stativ für das Handy / die Kamera?
Ich stelle es mir selten dämlich vor,
mit fettigen / sonstigen Fingern
die Kamera / das Handy zu halten,
einzusauen, dann den Auslöser zu drücken,
und weiterzukochen…
Auf Stativ ist nur ein Finger nötig.. auslösen, fertig.
Ich habe die ersten 9 Jahre zuerst 1,5 Jahre mit der Canon x-sus, danach mit der EOS fotografiert. Danach mit dem Iphone SE 20 und 22. Ein Stativ hatte ich nie und immer waren die Dinger staubig und schmierig und brauchten regelmäßig ein Makeover.
@Jörg: Danke 🙂
Also doch verschmierte Kameras / Handys.
Ja klar. Ist ja ein Arbeitsgerät. Daran kann man häufig Foodies erkennen, dass sie ein ganz mehlig verkrustetes Objektiv haben. Ist mir schon auf einem Foodbloggertreffen aufgefallen.