Roggenspätzle – voll gesund

Die Spätzle sind total gesund und die hat mir ein bekannter Arzt verschrieben. Dr Oetker. Den Brüller wollte ich schon immer mal bringen, aber weil ich nix aus der Truhe und aus der Packung kaufe und serviere muss jetzt ein Dr Oetker Kochbuch herhalten, um den Megawitz schon gleich in der ersten Zeile absetzen zu können. Ich habe in meinem Fundus ein Kochbuch mit dem Namen Dr. Oetker Küchenbibliothek  Kartoffeln – Reis – Nudeln – Gemüse – Salate, gefunden.  Da sind schöne Grundkochrezepte drin und ich überprüfe mich dabei immer gerne selbst und bin in sofern danach immer schlauer als vorher.  Mit Roggenmehl waren Spätzle für mich total neu.
Zutaten für 4 Personen als Beilage:

500 Gramm Roggenmehl
4 Eier
1 Teelöffel Salz
250 Milliliter Wasser
1 Esslöffel Speiseöl / Rapsöl

Ich habe 6 Personen am Tisch und koche häufig für zwei Tage, deswegen habe ich die doppelten angegebenen Mengen des Rezepts genommen.
Man kann den Teig mit der Hand rühren und kneten, aber ich habe meinen Esge Zauberstab mit dem Knethaken benutzt. Der kann schnell drehen, aber hat nicht so viel Drehmoment, deswegen arbeite ich umgekehrt, von flüssig nach fest.  Wasser abmessen und in eine Rührschüssel geben.
Eier aufschlagen
Salz
Rapsöl, oder generell Pflanzenöl verwenden
Roggenmehl abwiegen
Meine Margarete (7) arbeitet gerne mit dem Zauberstab und deswegen hat sie das Rühren des Spätzleteiges übernommen.
Die flüssigen Zutaten verschlagen
Nach und nach das Roggenmehl in die Schüssel kippen. Immer nur so viel, dass der Zauberstab das Mehl klumpenfrei mit der Flüssigkeit verbinden kann.
Der Teig wird natürlich immer dicker, je mehr Mehl hinzu gegeben wird-
Das geht auf jeden Fall gut von der Hand.
Hier wird der Teig schon fester
Jetzt ist die komplette Mehlmenge im Teig
Salzwasser in einem großen Wassertopf erhitzen.
Wenn das Wasser kocht, wird der Spätzleteig portionsweise durch die Presse gedrückt, oder vom Brett geschabt.
Grobmotorische Nordlichter ohne Spätzlegen nehmen natürlich die Presse.
Prinzessin Margarete kann das auch schon.
Man kann also behaupten, dass es kinderleicht wäre. Spätzleteig im kochenden Wasser mit einem Schaumlöffel verrühren, damit er nicht verklebt.
Wenn die Spätzle aufsteigen sind sie schon gar und man könnte sie sofort essen.
Im Nudelsieb zwischenlagern und kalt abschrecken, damit die Spätzle nicht verkleben
Das geht echt so schnell, dass man das wirklich selbst machen kann.
Die Kinder probieren zwischendurch auch mal. Das gibt die ganze Zeit schon Gesinge, weil die Spätzle so dunkel sind. Das Roggenmehl schmeckt angeblich auch nicht.
Das ist dieses Gift was einer versprüht und danach können es ALLE nicht mehr essen, weil ja das Roggenmehl so dunkel ist und sooo anders schmeckt. Für Kinder leider gar nichts, es sei denn die haben eine Allergie, warum sie nichts aus Weizen dürfen. Ansonsten darf man es entweder nicht Spätzle nennen, oder man muss es in der Dunkelheit servieren, damit die Brut das isst.
Ich finde es sehr lecker und finde auch den Roggengeschmack sehr gut.  Das schmeckt sehr wertig und sehr voll.
Aufbraten in guter Butter
Röstzwiebeln (anklicken) in einer separaten Pfanne zubereiten
Wenn die Spätzle leichte Röstnoten haben, dann sind sie gut.
Frisch Petersilie schadet nie
Eine leckere braune Soße auf Mehlschwitzenbasis lässt die Spätzle gut rutschen.
Röstzwiebeln.

Das ist eine schöne vegetarische Variante.  Natürlich kann man auch noch Fleisch als Beilage dazu verwenden, oder Käsespätzle daraus machen. Echte Schwaben werden das sowieso ablehnen und Österreicher seit dem ersten Absatz. Da müsst Ihr durch!

Einfach mal andere Wege beschreiten und neue Dinge kennenlernen. Zu deftigem Rind passen die Roggenspätzle richtig gut und auch solitär, ohne Fleisch, weil sie einfach kräftige und nahrhafter sind, als aus Weizenmehl. Dafür braucht man höchstwahrscheinlich ein gewisses Alter.
Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

2 Kommentare

  • Heidi

    Hallo Joerg,
    vielen Dank für dieses Rezept, mein Mann hat eine Weizen- und Dinkelintoleranz und nun bin ich gezwungen Spätzle aus Roggenmehl zu versuchen. Ich werde es beim 1. Mal 1:1 mit Buchweizenmehl mischen. Ich erhoffe mir dadurch eine höhere familieninterne Toleranz und Akzeptanz.
    Ich habe auf jeden Fall noch nie soviel gelacht beim Rezept raussuchen und werde mich jetzt öfter in deinem Blog umschauen.
    Grüße Heidi

    • hallo heidi,
      die spätzle sind so lecker, dass man die problemlos essen kann, wenn man sich nicht extra doof anstellen will. wenn deine brut schon ein bisschen älter ist, wird das schon klappen.

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