Dinkelpizza mit Soße aus getrockneten Tomaten
Wenn Menschen andere herabsetzen möchten, weil sie irgendwie links und öko sind, dann belegen sie diese gerne mit dem Zusatz Dinkel. Beispielsweise Dinkeldörte mit ihrem Lastenfahrrad, oder irgendwelche gendernden Ökotussen mit Regenbogenapplikationen und allumfassenden Sendungsbewusstsein, das schon fast zwanghaft ein Studium der Geisteswissenschaften voraussetzt. So einen Ruf hat dementsprechend auch Dinkelmehl. Das kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen und ich finde Dinkelmehl macht Gerichte im Vergleich zu Weizenmehl, ein bisschen voller und rustikaler. Auf jeden Fall ist es kein Nachteil wenn es mit Dinkelmehl hergestellt wurde, sondern das sättigt deutlich besser. Ich habe das bei meiner Familie nicht thematisiert und außer dass die Pizza total lecker ist, hat niemand etwas dazu angemerkt.

Zutaten:
1 Kilo Dinkelmehl
600 Milliliter Wasser
1 Esslöffel Salz
1 Tüten Trockenhefe
Olivenöl zum Einölen der Teigkugel
Hartweizengrieß zum Ausrollen
Tomatensoße aus getrockneten Tomaten (anklicken)
Mozzarella
Optional
Salami
getrocknete Tomaten

Mehl in die Rührschüssel geben

Lauwarmes Wasser, oder kaltes Wasser wie bei Italienern nehmen. Dann kann der Hefe nichts passieren.

Salz

Hefe

Teig zehn Minuten kneten

Anschließend den Teig einölen und das Öl rundherum verteilen

Teig mindestens zwei Stunden ruhenlassen, gerne auch über Nacht. Alles ab 2 Stunden ist aber o.k.

In der Wartezeit koche ich eine Tomatensoße aus getrockneten Tomaten

Schriiiiiiiiiiiing

Hartweizengrieß zum Ausrollen, oder ausziehen

Der Teig ist schön aufgegangen

Teig auf eine mit Backpapier ausgelegtes und Grieß bestreute Arbeitsfläche legen

Das habe ich mit der Hand ausgezogen

Und dann noch mal nachgerollt mit dem Nudelholz

Die Soße aus getrockneten Tomaten ist super lecker, sehr aromatisch und eine tolle Unterlage auf der Pizza

Da schmeckt man wirklich die Sonne

Beim Handelshof gabe es den kleinen Kugelmozzarella für drei Euro pro Kilo im MHD Verkauf

Links erkennt man getrocknete Tomaten die mindestens zehn Minuten mit kochendem Wasser überbrüht wurden

Tomaten ordentlich ausdrücken und dann auf dem Mozzarella auslegen

Eine Salamipizza darf auch nie fehlen

Eine gemischte Pizza gibt es auch mit Salami und die andere Hälfte getrocknete Tomaten

Backofen auf volle Pulle Umluft aufheizen. Das sind bei meinem Ofen 280 Grad

Backzeit 9 bis 10 Minuten pro Pizza

Richtig lecker. Gut geschmolzener Mozzarella, lecker mit der Salami und natürlich auch mit den getrockneten Tomaten

Die getrockneten Tomaten geben auch einen richtig vollmundigen Geschmack. Den kann man so mit frischen Tomaten gar nicht erzielen. Das ist so gut, dass ich einfach mal eine besondere Empfehlung ausspreche. Der Teig ist ebenfalls super, wie gesagt man braucht davon deutlich weniger, als wenn man Weizenmehlteig verwendet, um satt zu werden. Der Teig ist knusprig und durch den Grieß sehr griffig

Viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit

Bei mir gibt es heute Aprikosenpizza.
Etwas abgewandeltes Rezept,
der Gast will beschäftigt werden.
Und nun bin ich nochmal
über den Touchscreen gegangen.
Es kann doch nicht sein,
dass der nicht funktioniert.
Also: Gaaanz langsam
ganz deutlich, bloss nie doppelt,
sorgfältig die Knöpfe berühren.
Und zack, lässt sich
die Temp und die Zeit DOCH einstellen.
Tja, nur ist mein Gast wieder attraktiv.
Darf er doch noch ein bisschen bleiben,
und Werbung für einen Kochsklaven machen.
Das werde ich doch gleich extensiv nutzen.
Alles mit genau eingestellten Zeiten und Temperaturen,
die gemäß Screen gradgenau einstellbar sein sollen…
Ich hab gesehen, einige der andern
Föhntöpfe können bis 240 Grad.
Nun, das muss ich gar nicht haben.
So klein wie der Garraum ist,
denk ich, dass die 185 Grad,
die er können soll, auch reichen sollten.
Die Dinkelpizza mit glutenfreiem Teig
aber mit gematschten Trockentomaten,
genau – das ist der nächste Test.
Ob es nur im Backofen mit 280 Grad geht,
oder auch bei 185 Grad, oder sogar weniger?
Die Tester hatten den Teig nicht gar gekriegt.
Verbrannte Pizza und roher Teig.
Irgendwie denk ich, DAS krieg ich besser hin 🙂
Das ist nur Physik…
Hach, Mini-Teige machen grade Spaß.
Großen Teig (1kg) vorbereiten,
lauter 100g-Teige machen, einfrieren.
Auftauen, ausrollen, oder nicht, backen.
Ich werde gern weiter berichten 🙂
185 Grad für Pizza erscheinen erstmal nicht viel zu sein und man denkt eher an Kuchen. Da bin ich gespannt.
Pizza: Habs noch nicht umgesetzt.
Die Idee hinter “kalter” Pizza:
Heissluft-Föhn ist “heisser” als Backofen.
Der Preis dafür: Es trocknet mehr aus.
Das Gegenmittel: Käse anders verteilen.
Handicap: Ein Föhn, der auf der Tarte einen Wirbel produziert,
der bringt halt auch Käse zum Fliegen.
Also ausprobieren, wie der liegenbleibt.
Kuchen werde ich eher nicht versuchen.
Muffins vielleicht. Kuchen scheint mir zu dick.
Aber wer weiss, vielleicht geht low-temp, mit etwa 100Grad…
Bei Pizza ist auch der Boden von unten das Problem, würde ich sagen
Also, “kalte” Pizza:
Wenn man der Teig-Boden auf Backpapier
auf den Mini-Rost legt,
zuerst 15min 160 Grad macht,
dann 5min 180 Grad,
dann ist das Ding einfach okay.
Von unten und oben knusprig.
Der Teig war aber etwa 5mm dick
und dann auch noch glutenfrei.
Ich werden das nochmal mit normalem Teig testen.
Normale Teige sind feuchter, deswegen…
Es scheint zu gehen,
aber ein Erfolg ist ja noch keine Bestätigung.