Japanische Aubergine mit Teriyakisoße
Japanische Auberginen sehe ich beim Einkaufen eher selten, aber mein Gemüsemann hat die von Zeit zu Zeit und der gemeine Ostgote schlägt da nicht so richtig zu, weil sie das nicht kennen. Deswegen hatte er am Samstag noch vier Restpakete davon vor sich liegen, als ich Gemüse einkaufen war. Dann frage ich ihn immer, ob ich Rest machen soll, wenn da so vereinzelte Gemüse, oder Obstreste vor ihm liegen. Da hat er genickt, weil er gesichert selbst auch keine Aubergine mag. Die japanische Aubergine ist viel länger und viel dünner, als die Aubergine, die man normalerweise kennt. Dieses Rezept ist die leckerste Aubergine, die ich bis jetzt gegessen habe, mit selbst gemachter Teriyakisoße.

Zutaten:
1 Kilo japanische Auberginen
1/2 Teelöffel Salz
1/2 Teelöffel Chiliflocken
gehackte Petersilie
3 Lauchzwiebeln
1 Peperoni
80 Milliliter Olivenöl
Saft einer halben Zitrone
3 Esslöffel Sesam
Teriyakisoße:
50 Milliliter Reiswein
50 Milliliter Sojasoße
50 Gramm Zucker
5 cm Ingwer
3 Knoblauchzehen

Zucker in eine kleine Pfanne geben und erhitzen, bis er schmilzt und karamellisiert.

Reiswein und Sojasoße

Ingwer

Ingwer schälen

Ingwer hacken

Zucker ist geschmolzen

Reiswein zum Ablöschen

Sojasoße

Vermischen

Herd abstellen

Ingwer dazu geben

Knoblauch dazu pressen

So einfach geht Teriyakisoße.

Das ist die japanische Aubergine

Auberginen der Länge nach halbieren

Öl in der Pfanne erhitzen

Auberginen im Olivenöl anschwitzen, bis sie weich werden. Am Anfang Vollgas beim Herd geben.

Ein bisschen Salz

Lauchzwiebeln abziehen

Chiliflocken

Nach fünf Minuten wenden, nach 10 Minuten auf halbe Kraft reduzieren.

Man kann sehen, wie die Aubergine weicher wird.

Lauchwiebel schneiden

Saft einer halben Zitrone einpressen

Die Auberginen bekommen eine schöne Farbe, sind 12 bis 15 Minuten in der Pfanne.

Wenn sie weich im Biss sind, kommt die Teriyakisoße hinzu.

Ganz kurz bei kleiner Flamme einkochen lassen, dann Herd abstellen.

Petersilie hacken

Lauchzwiebel, Peperoni und Petersilie unter die Auberginen mischen.

Nun kann fast serviert werden.

Sesam in der trockenen Pfanne anrösten

Noch ein bisschen Petersilie für die Optik hacken

Passt

Sesam ist geröstet

Sesam mit dem Rest vermischen

Unglaublich wie lecker das schmeckt. Habe ich so noch nicht erlebt.

Ganz tolles Mundgefühl und ein Geschmack, der echt kaum zu toppen ist. Das macht schon beim Essen gute Laune

Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

Bravo, jetzt auch mal ein japanisches Rezept im Blog. Löblich.
japanische Gerichte sind saulecker, sehr sophisticated und meist an sich simpel.
Ich gönne mir das gelegentlich gerne mal. aber die authentischen Zutaten sind schwer
zu kriegen bzw. tüchtig teuer.
ich meine jetzt nicht von Hand massiertes Waygurind für 400.-/ Kilo oder so Gelb-
flossenthunfisch für 100.000 Dollar pro Exemplar. ich meine nur so die Basics.
Rind mag ich eh nicht so dolle außer in Rotwein geschmort. Mit nem fetten Steaklappen
kann man mich jagen. Die Viecher furzen zu viel, saufen Wasser ohne Ende und der
Regenwald hat eh alles zu büßen. Nönö. Mag ich in der Summe nicht.
Weißt ja sicherlich, dass dein Spezel Stevan Paul dazu 2 Kochbücher am Start hat.
” Meine grüne japanische Küche” hab ich grad neulich geschenkt bekommen.
Zwar noch nix daraus gekocht, aber die Rezepte sind allesamt total einleuchtend und
stimmig – mit ohne zu viel wilden Zutaten, sondern alles easy zu bekommen.
Der Bursche macht das schon gut.
ja, das japanische vegetarische buch will ich auch noch mal haben und nachkochen. jetzt sind eben gerade andere dinge wichtig. ich mag rind total gerne, aber vor 20 minuten hatte ich ein sensationelles schweinefilet und gestern ein sooooo geiles huhn mit 2,6 kilo und sowas von zart. am ende ist es mir egal, hauptsache optimal zubereitet.
Bitte nicht steinigen, wegen der Frage: Wo bekommt Ihr japanische Auberginen her? Und was, wenn ich keine finde? Gehen auch Otto-Normal-Auberginen? Dieses Rezept muß ich mir zur Brust nehmen.
Hi Esther. Die Frage ist absolut nicht doof…
Guck einfach mal bei nem Türkenladen ob die eventuell so schmale, dünnere
Auberginen haben. Gibt es hier öfters mal und das ist eigentlich genau so gut.
Der Dreh ist einfach, dass diese Dinger nicht so ” Ölschwämme” sind und dadurch
leckererer nach dem eigentlichen Gemüse schmecken. Ist auch null teuer…
alles kann nix muss.
ich bekomme die japanischen auberginen gelegentlich bei meinem gemüsemann. ich habe echt keine ahnung, würde aber sagen vietnames, asiensupermarkt, vielleicht rewe und oder edeka. Ja, Du kannst auf jeden Fall auch ordinäre Auberginen nehmen. Ich musste sie halt verbrauchen und das in den Mittelpunkt stellen, dass es japanische Auberginen sind
Danke Dir Peter! Hinweise verlaufen bei mir nie im Sande, ich setzte sie um.
Bei uns hat gerade ein großer Türkischer Supermarkt eröffnet, das schaffe ich gut mit dem Wocheneinkauf, weil alles nah beieinander liegt.
Nächstens gehe ich auch einmal gezielt zum Japanischen Shop, ich komme nicht an Reiswein und Teryakisauce heran.
I
Viel Glück mit den Auberginen.
Bei Reiswein – nehme Shaoxing – klingt jetzt elitär von Namen, ist aber superbanal,
billig und der leckerste. Gibt es echt überall im Asialaden.
Und die Teriyaki machst du lieber so wie der Glatzkoch sagt. Das ist amtlich und einfach.
Fertig gekaufte ist zu süß oder voller E – schlagmichtot.
Und schmecken tut sie auch nicht so doll. Der Blog – Chef hat halt recht.
ich glaube den habe ich auch. ist das der mit dem roten label?
apachensupermarkt ist immer gut für gemüse. ich finde auch bei fleisch
Hallo Peter, ich bin sehr dafür, alles selber zu machen. So eine große Sache ist das nicht, außerdem hatte ich einmal nach einer asiatischen Gewürzmischung eine allergische Reaktion, die sich gewaschen hat. Danach war ich auf der Hut. Ich mag zwar Kermit, aber so aussehen möchte ich nicht.
Das Sojasaucenrezept finde ich hier nicht. Wo hat der Meister sie geparkt? Bitte helf’ mir auf die Sprünge.
ich habe nur die teriyakisoße selbst gemacht. sojasoße gekauft
Sehr lecker. Alles stimmte, eine kräftige, harmonische Sache. Die Sauce verdoppelte ich, dazu gabe es Bergwurzelbrot zum Tunken. Mein Mann war angetan, obwohl er bei Auberginen immer skeptisch wirkt. Das wird es sicher noch mal geben.
hast du japanische auberginen bekommen, oder die “normalen” benutzt?
Die Normalen, allerdings schlank wie Gurken. Dann habe ich sie einmal geteilt, ging ganz gut. Vorsichtshalber vorher gesalzen, ziehen lassen, abgespült und getrocknet.
Mein Liebster geht Freitag mit Kollegen essen, sie gießen sich dann auch einen hinter die Binde. Köln und Kölsch, das genießen Männlein, wie Frauenzimmer. Dann wiederhole ich das Prozedere mit den Auberginen für mich alleine. Normalerweise bin ich stets froh, wenn ich nicht kochen muß, hier ist ein echter Fortschritt zu verzeichnen.
Jörg, ich finde es immer freundlich und zugewandt, daß Du trotz vieler Arbeit und Doppelbelastung auf Kommentare reagierst. Das Klima gefällt mir hier.
Ich finde auch die Fotos einladend, weil sie nicht perfektionistisch sind, aber alles haarklein zeigen. Sterile Küchen und Miniportionen mit inszenierten Saucenklecksen, Petersilie, die mit Pinzette platziert wurde, schrecken mich ab.
Ich bin ja nicht so mit Pinzette und Hochglanz. Deswegen zeige ich auch nix, was ich nicht bin. Wenn man selbst mittendrin ist, dann fühlt es sich zumindest für mich auch normal an, so zu sein wie ich bin. Die Reaktionen der Leute, werden auch immer normaler auf mich. Deswegen gehe ich davon aus, dass ich ziemlich volkstümlich geworden bin, in den letzten 14 Jahren Berlin. Bier könnte ich auch mal wieder trinken, aber wenn ich dann davor stehe, verlässt mich immer spontan die Lust auf Alkohol. Benutze ich echt nur noch zum Kochen.
Köln – letzten Freitag: eine Kölnerin begeht mit oben beschriebenen Rezept eine Wiederholungstat.
Während der werte Gatte sich mit Kollegen in der City trifft und mitten in die Vorwehen des CSD´s gerät.
Derweil bereitet sich seine Herzdame zu Hause, im Vorfeld sabbernd wie ein Pawlowscher Hund, nur für sich alleine die Auberginen zu. Gegessen wird, stilvoll und vorbildlich, vor dem Fernseher, wo James Bond mit Roger Moore läuft. Das Leben meint es manchmal auch gut mit einem. 😉
das ist wirklich sehr sehr lecker. ich könnte auch schon wieder. ich habe aber auch schon wieder die nächste aubergine in der pipeline. auch super lecker, zwischen lauter kleinen schweinereien, die ich am sonntag für meine familie gekocht habe, manakish fladen, möhrenhummus, auberginencreme, selbst gebackenes fladenbrot, chorizo in rotwein geschmort, acili ezme, bestimmt habe ich noch was vergessen. aber so ist immer gesichert, dass es mit dem blog weitergeht.