Fried chicken korean style

Mein erster Weg führt mich morgens immer zum Handelshof und dann schaue ich, was die gerne loswerden möchten. Dieses Mal waren es um die drei Kilo Unterkeulen vom Huhn für drei Euro pro Kilo. Mein Kühlschrank sagte mir, dass die vegane Joghurtalternative mit Soja auch mal weg könnte und weil ich kein Dogmatiker bin, habe ich noch einen Rest 3,5 % Joghurt dazugekippt. Das Einlegen vom Huhn in Joghurt kennt man sowohl in den Südstaaten der USA und auch in Asien. Das Huhn bekommt dadurch noch mehr Geschmack, wird noch zarter und Umhüllungen wie Paniermehl, oder einfaches Mehl halten dann besser am Huhn und machen eine schöne Kruste. Genau das wollte ich haben!

Zutaten:

3 Kilo Unterkeulen vom Huhn
500 Gramm Sojajoghurt
250 Gramm griechischen Joghurt
1 Esslöfel Salz
1/2 Teelöffel Chiliflocken
2 Esslöffel Paprika edelsüß
2 Esslöffel Paprika rosenscharf
3 Esslöffel Curry
350 Gramm Mehl
2 Liter Rapsöl

Marinade:

100 Milliliter Esslöffel Tomatenmark
1/2 Teelöffel Chiliflocken
50 Milliliter Ahoirnsirup
1 Esslöffel Essig
1 Teelöffel Salz
3 Knoblauchzehen
100 Milliliter Wasser

Pellkartoffelpommes aus Belana (anklicken)

Sojajoghurt plus normaler Joghurt. Ihr könntet euch komplett normalen Joghurt nehmen.

Salz und Chiliflocken

Paprika rosenscharf, Paprika edelsüß

Curry

Alles miteinander vermischen und das Fleisch im Joghurt einlegen.

Man kann das Fleisch im Kühlschrank übernachten lassen, oder nur ein paar Stunden, oder wenn es gar nicht anders geht von jetzt auf gleich weiterverarbeiten. Bei mir waren es die Stunden vom Vormittag bei zum Abendessen, die es Zeit zum Durchziehen hatte.

Einen tiefen Teller Mehl holen

Hühnerteile im Mehl wälzen

Fleisch auf Brettern ablegen

Öl in der der Pfanne erhitzen

Pfannenwender hineinlegen und warten bis das Öl am Holz (wichtig) hochsprudelt

Das Fleisch wird in mehreren (drei) Durchgängen im ersten Frittiergang ausgebacken

Ich habe den Timer auf 6 Minuten eingestellt, in Zeit einmal wenden. Herd läuft auf Vollgas

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist IMG_2561-1024x768.jpeg

Das Huhn muß im Öl gewendet werden und soll leicht braun werden, aber noch Platz zum Nachbräunen haben, weil es einen zweiten Durchgang im Öl gibt

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist IMG_2565-1024x768.jpeg

Anschließend aus der Pfanne holen und im Sieb abtropfen lassen

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist IMG_2566-1024x768.jpeg

Die nächste Ladung ausbacken

So ein asiatisch anmutendes Hähnchen braucht eine Marinade, die süßsauer und scharf ausgebaut ist. Die machen wir jetzt

Ahornsirup

Essig

Salz

Wassser

Knoblauch reinpressen

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist IMG_2576-1024x768.jpeg

Alles verrühren. Es werde Marinade

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist IMG_2577-1024x768.jpeg

Unterkeulen so lange ausbacken, bis das ganze Fleisch einmal in der Pfanne war.

Anschließend ebenfalls im Sieb abtropfen lassen

Als Beilage bietet sich Reis an, aber wer Kinder hat weiß ja wie gerne die Pommes frites essen

Für die fleischfreie Fraktion gibt es Peperonata mit den Nudeln vom Vortag und mit Käse überbacken

Im Bratfett der Hähnchenteile backe ich ebenfalls in zwei Durchgängen die Pommes frites aus. Das Rezept anklicken

Wenn die Pommes den ersten Durchgang im Öl hinter sich haben, bekommen die Hähnenteile ihren weiten Durchgang, bei dem sie schön braunwerden sollen und knusprig von außen

Backofen auf 100 Grad Umluft aufheizen und die Hähnchenteile auf ein Backblech legen

Nun kommt die Marinade zum Einsatz

Hähnchen rundherum mit der Marinade bepinseln

In den Ofen stellen

Die Pommes frites bekommen auch Ihr zweites Ölbad bei Vollgas, bis sie braun und knusprig sind.

Abtropfen lassen

Salzen und dann servieren

Die Mayonnaise ist natürlich auch selbst gemacht

Sehr lecker. Knuspriges, würziges Huhn süß-sauer-scharf mit knusprigen Pommes frites

Das spricht alle niederen Instinkte an und ist soooo zart am Knochen.

Das ist ein wirkliches Wohlfühlgericht. Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

17 Kommentare

  • Haifisch

    Die Grundidee mache ich bald mal.
    In Joghurt einlegen, dann mehlen (Stärke),
    dann frittieren. Und dann diese Marinade drauf.

    Dass ich das (fr)essen werde, kiloweise,
    das weiss ich schon jetzt.

    Das ist und bleibt eine der leckersten,
    aber halt auch aufwendigsten Hühnerrezepte.
    Einlegen, frittieren, und dann einpinseln…
    Und hinterher die Küche – Themawechsel.
    Das Ergebnis ist die Putzerei wert.

    Ich hab schon mehrmals überlegt,
    die Fritteuse im Freien aufzubauen.
    Dort ist mir die Fettspritzerei und der Gestank egal.
    Nun – sie steht immer noch in der Küche 🙁

    • peter

      Mal so doof gefragt – ich bin ja per se nicht so fürs Frittieren – aber:
      Gibt es da nicht auch Geräte, die – mit nem ausgefuchstel Deckel oder sowas da
      das ganze Gespraddel verhindern? Mit dem Gestank muss man wohl halt leben.
      Zum braten in der Pfanne gibt es ja immernoch diese simplen Spritzschutzsiebe, die
      schon auch ganz gut funktionieren, man darf halt nach mehrmaliger Benutzung mit der Hygiene der Dinger nicht allzu pingelig sein.. aber das sind ja auch keine Lollis zum
      abschlecken.

      Und meine geliebten Kartoffelpuffer usw. mach ich im Backofen. Mit gut Öl einstreichen
      und ab ins Rohr. Dauert halt länger und man kann nicht nur nach Zeit ” frittieren”,
      sondern man muss mal wenden und mit Auge und Nase vorgehen, aber die werden
      mir auch so gut, dass sogar bekennende ” heiß und fettig” Gäste die Dinger verputzen
      und wenn z.B Apfelmus oder ne Joghurtdip oder sonstwas dabei sind, ist’s eh egal.

      • Hast du gesehen, dass es für deinen Krups Cook for Me auch einen Deckel gibt, mit dem man daraus eine Heißluft Fritteuse machen kann?

        • peter

          Falscher Fehler: —-
          Ich habe keinen Krups Fook for me, weder mit noch ohne Deckel und WiFi
          und schlagmichtot.
          Ich erkenne genau den Nutzen speziell für dich momentan und bin mir ganz
          sicher, dass diese Höllenmaschine für dich wohl eine der besten Küchen-
          anschaffungen der Letzten Jahre war.
          Und es mag sein, dass ich mit mehr Platz durchaus schwach werden
          könnte, denn dass man damit viel spontaner kochen kann ist ja klar.
          aaber: ich mag meine Küche nicht mit so nem ( übrigens bockhässlichen )
          Trumm vollstellen. Und falls es die irgendwie kleiner gäbe, wäre ja der
          Sinn vergeigt. Die Größe des Topfes ist m.E. grad genau richtig für so
          dolle Schmorgerichte usw.
          Fazit: sonne Dings kommt mir nicht in die Hütte; basta!

          • Ich habe beim Autofahren diktiert und wollte mich auf Esther beziehen.

          • peter

            Schon klar Schätzchen – wusste das intuitiv, aber dennoch
            bittschön nix durcheinanderbringen.
            In deinen Feuchten Träumen auf der Landstraße bin ich fehl
            am Platze…. 😉
            Guck lieber auf den Verkehr – den auf der Straße wohlgemerkt..

    • Mach doch ruhig, wenn du Platz hast, die Fritteuse draußen aufzubauen. Für mich wäre das zu weit weg vom eigentlichen Geschehen und seitdem wir nicht mehr die Küche mit dem Wohnzimmer in einem Raum haben, habe ich da auch nicht mehr so viel Not mit Fett zu arbeiten, ist sowieso deutlich weniger geworden mit den ganzen Jahren.

  • Haifisch

    @Peter, hast ja recht.

    Aber ich habs halt gern,
    wenn das Frittiergut schwimmt.
    Backofen oder sowas ..
    Da Einbildung auch Bildung ist:
    Ich bilde mir ein, die Hühnerbeine
    schmecken nur schwimmend frittiert.

    Die Sauerei um die Pfanne
    hab ich mit der Fritteuse abgeschafft.
    Das hatte so genervt.

    Der Riesenlolli Spritzschutz
    war am effektivsten in der Spülmaschine.

    Auf der Pfanne – na ja. Wie gesagt:
    Einbildung ist auch Bildung.
    Bezogen auf den Spritzschutz.
    In dem Fall Ausbildung am Putzlappen.
    Vorzugsweise rund um die Pfanne.
    Nach dem Frittieren.

    Ich dachte, eine Fritteuse mit Deckel und Filter
    würde das Problem lösen.

    2 Liter Öl sehr heiss.
    Weniger Öl kühlt mir zu rasch ab.
    Es sei denn, man will die Dinger einzeln frittieren.

    Deckel auf, Dackel rein. Sorry, Hühnerbeine.
    Und schon ist Öl abgeraucht, die Bude stinkt.
    Deckel zu, Fritteuse arbeitet korrekt.
    Sauberer weisser Dampf kommt aus dem Deckel.

    Deckel auf, Hühnerbeine raus.
    Noch mehr Gestank.
    Aber: Ergebnis sehr lecker.

    Und da dachte ich an Terrasse,
    ausserhalb des Dachüberstands.
    Aber das Ding läuft elektrisch.
    Also blieb es bis jetzt beim Denken.

    Der Platz neben dem Grill ist also noch frei.
    Aber: Sobald ich eine wasserfeste Lösung habe…

    🙂

    • peter

      Uiui, die Thematik ist wohl komplexer als vermutet…
      Mir ist schon klar, dass so frittiert und öltriefend irgendwie besonders geil kommt, aber
      1. ist mir das mittlerweile “zu geil” ( muttern benutze diese Worte zu meinem Erstaunen im Sinne von zu üppig, zu übetrtrieben, zu süß bei Torten usw. – siebenbürgisch halt )
      2. Ohne speziellen Grund koche und brate ich mittlerweile fettärmer, weil es mir bei
      Gemüse oder so besser und intensiver schmeckt. Ausnahme natürlich bissele Butter
      dazugeben oder ein schönes Fleisch mit gesundem Fettrand bzw. Marmorierung.
      Je nachdem brutzelt sich das eh weg und dann bleibt noch 1A Schmalz für z.B
      Bratkartoffeln in der Pfanne. Ist doch super so….

    • Wenn das eine will, muss das andere mögen

  • Esther

    Die Hähnchenunterschenkel waren zu bekommen, also wurde es Hähnchenbrust. Das hat sich als besser erwiesen, weil mein Mann nicht gerne mit den Fingern ißt. Sie wurden groß geschnitten und zogen 6 Stunden in der Joghurtmarinade.
    Da das Öl schon mal heiß war und das Fleisch sich im Ofen befand, schmiß ich Sojabohnen hinein, anschließend in Mehl gewälzte Ananas.
    Dazu gab es Äthiopischen Tomatensalat, er geriet zu scharf. Morgen kommt der Rest, auch der Salat, in eine Pfanne zusammen mit Glasnudeln. Vorher mache ich einen Eierpfannekuchen, rolle ihn auf und schneide dünne Streifen daraus. Das wird dann untergemischt.
    Die schwere gusseiserne Pfanne erweist sich als nützlich. Sie kann jede Form der Hitze ab. Außerdem mag ich das Archaische daran.
    Es war ein gutes Essen, wenngleich keine Unterschenkel, vielmehr Nuggets – zart und würzig.

Schreibe einen Kommentar zu Joerg Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert