Coleslaw mit dem Messer geschnitten

Jemand der keine Lust zu kochen hat, der wird dieses Gefühl nicht kennen. Mir geht es häufig so, dass ich das Kochen wie Meditation empfinde und an solchen Tagen läuft es wie auf Schienen. Ich hatte mein Tomatenmesser von Victorinox in der Hand und voll Bock auf das Gericht, das ich gerade gekocht habe. Zeit hatte ich auch genug, als wieso sollte man es schlechter zubereiten, als man es kann? Ich habe mir deswegen spontan vorgenommen, den ganzen Salat mit dem Tomatenmesser zu schneiden, während andere Leute sich den fertig aus der Kühlung, von Mayonnaise und Konservierungsmitteln erschlagen kaufen. Ich schäle damit sogar die Möhren und den Apfel. Ihr könnt sagen was Ihr wollt, das schmeckt man hinterher auch, wenn Liebe in dem Salat steckt.

Zutaten.

500 Gramm Weißkohl
1 Möhre
1 Apfel
1 rote Zwiebel
3 Esslöffel Rosinen
gehackte Petersilie
1 Teelöffel grobes Salz
3 Esslöffel Zucker
reichlich Pfeffer aus der Mühle
70 Milliliter Rapsöl
250 Gramm Schmand
50 Milliliter Weißweinessig
1 Schuss Milch

Den Strunk am Weißkohl raustrennen und anschließend den Weißkohl mit dem Messer zuschneiden

Das geht viel schneller als man denkt dass es dauern könnte, wenn man es noch nie gemacht hat.

Weißkohl in eine Salatschale kippen

Die Möhre muss natürlich auch geschält werden

Das Tomatenmesser schneidet super und ich komme als Linkshänder gut damit klar und habe nicht mehr Verschnitt als mit dem Sparschäler.

An den Enden abschneiden

In Scheiben schneiden

In Stifte schneiden

I swear to god, dass diese Würfel mehr Geschmack haben, als wenn man sie mit der Standreibe zerkleinert. Ich habe ein Stück in den Mund genommen und der Unterschied ist wie Tag und Nacht. Das stellt man nur fest, wenn man es macht.

Salz zum Weißkraut geben

Salz in de Kraut einkneten, bis man nasse Hände hat. Dann wird der Salat noch knackiger. Flüssigkeit kippe ich nicht ab.

Möhre

Zwiebeln häuten

Zwiebel zerkleinern

Auch das kann ich mit dem Tomatenmesser besser, als wenn ich so ein Riesensäbel in der Hand habe.

Zwiebel kommt zum Salat

Meine Oma und meine Mutter haben früher immer Äpfel mit dem Messer geschält. Ich schäle die nie, maximal mit einem Sparschäler. Dieser Coleslaw ist für mich aber sowas wie Schönschrift und weil ich das Messer hier auf Herz und Nieren prüfe, schneide ich den Apfel damit und schäle die Schale damit ab. Würde ich normal wegen der Vitamine nicht tun, sondern nur für das Gequatsche von Leser*innen, die mir suggerieren dass man die Schale manchmal zum Unterstreichen der Wertigkeit entfernen müsste.

Apfel in Stücke schneiden und hinterher schälen

Äpfel wissen wer der Babo ist.

Apfelstücke mundgerecht zerkleinern

Apfel kommt ebenfalls in die Salatschüssel

Rosinen

Schmand

Rapsöl

Weißweinessig

Zucker

Pfeffer aus der Mühle

Petersilie hacken

Alles vermischen

Das ist mir noch ein bisschen zu trocken. Ich nehme einen Schuss Milch, um alles zu verflüssigen

Das sieht dann so aus.

Coleslaw ist der typische Salat den man zu Hamburgern, Rippen, oder irgendwas amerikanisch anmutendem serviert. Dieser ist mit dem nicht mageren Schmand (30 % Fett), immer noch viel magerer als mit Mayonnaise, aber schmeckt super vollmundig.

Wie gesagt, es ist mühelos machbar so einen Salat nur mit einem Messer zu schneiden und man braucht nicht immer das weiße Ballett in der Küche, um sowas zu machen. Oft glauben Menschen ja, dass es eine Frage der Ausstattung wäre. Ist es nicht und besser schmeckt es genau so mit dem Messer geschnitten.

Der Salat ist sofort servierfertig und übersteht auch ein paar Tage im Kühlschrank. Er ist knackig, süßsauer und lecker. Viel Spaß beim Nachschneiden und einen guten Appetit.

39 Kommentare

  • Markus

    Ay, Recht haste, wie immer.

    Meine Mutter und Oma haben auch immer “nur” mit dem Kneipchen gearbeitet…

    Aber ein gutes, scharfes Kochmesser ist halt auch nicht zu verachten!

    • Das gleiche Gerücht gibt es auch mit Kartoffelpuffern, die angebelich von Hand gerieben anders schmecken als mit der Maschine. Bei meinen Mengen, habe ich aber zu viel Angst um meine Fingerkuppen.

  • peter

    Hihi, lustig…
    Freilich ist schön geschnibbelt viel geiler als im Maschinchen gematscht. das wird a
    knackiger und b viel aromatischer. Wenn man Zeit hat und – hübsch gesagt – das
    Kochen als meditativ und entspannend empfindet, dann ist das perfekt.
    Mich bringt die investierte Zeit immer total runter und macht mich happy. Manchmal bin
    ich sogar ganz traurig, wenn alles fertig ist und das Essen dann so schnell geht…
    Aber dafür bin ich halt absolut mies im a la minute zubereiten . stresst mich total…

    Sägemesser sind ok, ich habe so ein kleines einfaches Opinel mit Sägeklinge, aber ein
    handliches ” Chefmesser” ist mit noch noch lieber.
    Die gibt es übrigens auch ab und zu mit speziellem Anschliff für Linkshänder…
    Da ist dann der Schneidpunkt nicht in der Mitte, sondern eine Seite ist plan und die
    Schräge ist je nachdem halt rechts oder links. Sowas ist endgeil, weil dann die Klinge
    zu 100% gerade runterschneidet. Die meisten Fingerkuppen gehen nämlich verloren,
    weil die Klinge wüst in irgendeine Richtung ” zieht”. Quasi wie beim Auto und zack –
    liegste innen Rabatten – autsch….
    PS: die Legende mit den Kartoffelpuffern stimmt echt, aber wer ist heutzutange noch
    so mutig, das Kuppenrisiko einzugehen? Und die Klingen von der ESGE Zauberette
    sind halt schon echt richtig super….

  • Kathi

    Ein kleines Wort zu den Apfelschalen … ich selbst lasse die Schale beim Verzehr auch immer dran, aber ich kenne Menschen, die vertragen die Schale einfach nicht. Und das ist nicht deren Einbildung, sondern die haben echt verdauungstechnische Probleme beim Verzehr roher Apfelschale. Sowohl bei gekauften Äpfeln als auch bei den Bioäpfeln aus dem Garten. Insofern ist das Schälen von Äpfeln nicht immer eine Frage der Wertigkeit, sondern manchmal einfach notwendig, wenn man nicht vollständig auf das Essen von Äpfeln verzichten möchte.

  • Haifisch

    @Jörg:
    Facebook ist ja auch
    die ärgste Sammlung von Halbwissen,
    die ich mir vorstellen kann.

    Und so kommt dann
    das Wissen um Äpfel unter die Räder.
    Schale giftig oder nicht…
    Es ist halt wie mit Gluten.
    Der eine ja, der andere nein.

    Opinel oder Victorinox –
    wenn man mit dem Messer klarkommt
    ist alles geritzt. Buchstäblich. 🙂
    Ich bevorzuge Opinel, 8cm Klinge.

    Damit kriege ich alles klein, wenn ich will.

    Und ich hab
    solche meditativen Momente
    grade beim Kochen.
    Wo es auch geht:
    Motorradfahren oder Segeln.
    Viele können das beim Joggen,
    das geht bei mir gar nicht.
    Zu langweilig…

    Aber besser schmecken tut es mir
    handgeschnitten nur deswegen,
    weil ich mich dann lange aufs Essen vorbereite.
    Es duftet, ich krieg echt Hunger, und so weiter…
    Handgeschnitten für 6 Leute,
    also -ne, da kommt dann doch die Maschine
    (oder 2 Omas) zum Einsatz…

    Kartoffelpuffer schmecken nur dann
    von Hand anders als mit Maschine,
    wenn die Hände dreckig sind.
    Weil dann der Dreck mitwürzt …

    ein kichernder Haifisch

  • Haifisch

    Opinel ist auch als normales Küchenmesser zu haben.
    Die Klappmesser sind zu kompliziert zum Reinigen.
    Das hab ich auch, aber das nutze ich kaum.

    Mein Opinel sieht aus wie dein Messerchen,
    aber Holzgriff wie früher (einfacher Griff),
    und eine rostende sehr dünne Klinge.

    https://www.opinel.com/de/kuchenmesser/office-messer/n126-allzweckmesser-parallele

    Der link führt zu einem Messer,
    das eigentlich wie meins aussieht…

    Ich sag das mit dem Rosten gleich dazu,
    weil das für viele No-go ist.
    Mich stört es nicht.
    Das Ding liegt immer trocken,
    und es lässt sicht unfassbar gut schleifen.

    Ich habs seit etwa 10 Jahren.
    Und seitdem ich das benutze,
    liegen alle anderen tollen Messer in der Schublade.
    … na gut, meistens.

    Übrigens, ich wusste gar nicht,
    dass die so ein riesiges Sortiment haben..
    Deine Wunschmesser in bunt haben die auch.
    Steht halt nicht Victorinox, sondern Opinel drauf..

    • Esther

      Haifisch, das ist ein toller Tip. Das Messer lege ich mir zu.
      Zum Pflegen nehme ich das Universalöl von NeoBallistol. Damit gehe ich über den hölzernen Holzlauf im
      Treppenhaus. Letztens rettete ich einen kleinen Lederbeutel, der spörde geworden war. Er ist wieder wie neu.

      • Haifisch

        @Esther: Ich pflege das Messer einfach mit dem Öl,
        was ich grade zum Kochen verwende.
        Wenn ich es essen kann,
        kann ich es auch gut zum Pflegen verwenden.

        Bei Ballistol hab ich sofort die Assoziation Waffenöl.
        Das ist eigenlich (soweit ich weiss)
        nicht zum Verzehr geeignet.

        Na ja, und Speiseöl ist viel billiger als Ballistol… 🙂
        … und… so oft wie ich das Messerchen nutze,
        da setzt nur im Urlaub Rost an,
        wenn ich nicht da bin…

        • Esther

          Ja, Neo Ballistol ist ein Waffenöl, aber äußerst vielseitig und auch ungiftig. Opa und Onkel waren Polizisten und pflegten die Dienstwaffe damit.

          Wir haben in der Kölner City ein großes Victorinox-Geschäft. Mein Kumpel und ich waren shoppen und konnten uns kaum beherrschen, was es da alles zu sehen gab.

          Als Kind bekam ich kein Taschenmesser. Von meinem ersten Lehrlingsgehalt kauft ich mir ein vielseitiges Offiziersmesser, was ich lange hatte, bis es mir im Urlaub aus dem Zimmer geklaut wurde. Das war in Thailand, ich machte aber nicht die Welle, weil Viele dort am Limit leben. Sei’s drum, ich habe wieder ein Neues.

          In ARTE lief einmal eine Doku über die Herstellung des Laguiole, ein traditionelles französisches Taschenmesser. Wie die Zusammenarbeit stattfindet, dieses unglaubliche Wissen. Handwerk ist faszinierend.
          In Toledo besuchten wir eine Stahlschmiede, der Besuch war viel zu kurz.

          • Ich bin ja nicht so ein Fummler, deswegen haben mich Taschenmesser nicht interessiert. Ich mag gerne das richtige Werkzeug, für den gerade benötigten Zweck

        • peter

          @ haifisch
          Ich pflege alle meine feinen Messer mit Ballistol; auch die Griffe.
          Die Rezeptur ist natürlich so Firmengeheimnis aber es ist biologisch
          abbaubar, für die Nahrungsmittelindustrie zugelassen und sogar für
          medizinische Geräte. Zudem ist es frei von sämtlichen Zusatzstoffen.
          Ok, es riecht kurz mal etwas strange, aber das ist fix verflogen.
          Speiseöl hingegen ist kontraproduktiv – am schlimmsten sind so un-
          raffinierte Öle wie ( ganz übel vergine Olive ). das schmeckt gut und ist
          für uns sehr gesund, aber die viele ungesättigte Ölsäure feuert die
          Rostbildung regelrecht an und ranzig wird’s irgendwann auch noch.

          Zu deiner Assozziation mit den Waffen: Klaro finde ich dieses Image
          unangenehm, aber man muss halt auch sagen, dass jedes Messer ab
          so 7 Cm Klingenlänge potentiell ne tödliche Waffe ist.
          Meine 50 Ml Ballistol kosteten 3.- und halten mir bis ans Lebensende.
          Wenn man nicht dumm mit Spüli rummacht muss man ganz selten ölen.

        • Es gibt auch Ballistol zum Verzehren. Kostet 55 Euro und ich habe es heute im Hagebaumarkt gesehen

      • Ballistol ist super. Habe ich schon seit 30 Jahren in der Werkstatt

        • Esther

          Wo wir schon bei Universalmitteln sind, werfe ich WD-40 und Kernseife in den Raum. Mit Letzterer wusch meine Urgroßmutter sogar Wunden aus. Meine Großtante hatte einen Tante-Emma-Laden, von ihr bekamen wir immer eine große Packung „Sunlicht“ mit.

          Was ich stets im Haus habe – österreichische Pechsalbe aus Harz und Bienenwachs, selbst aufgesetzte Schwedenkräuter und Retterspitz ( nicht zu verwechseln mit Rittersporn ).

          Teue Putzmittel nutze ich nicht, sondern Spiritus, Natron, Zitronensäure-Granulat, Spüli. Aus Spiritus, Wasser und Zitronensäure-Granulat mixe ich den Klarspüler für die Spülmaschine. Gekauftes Zeug soll schädlich sein.
          Wenn weiße Wäsche wieder strahlen soll oder Gerüche verscheucht werden müssen – in Buttermilch einlegen. Als Weichspüler, wenn überhaupt, kommt Essig zum Einsatz.

          Bei entzündungen im Mundraum – Myrrhetinktur, verdünnt. Meine Oma hatte für alles etwas, ein ganzer Schrank war voll mit Tinkturen von Pflanzen aus dem Garten. Besonders aber Heilmittel für Frauen, da kannte sich sich aus, genau wie die Uroma.

          Ich hatte mich einmal tief in die Hand geschnitten und tat echten Honig dran. Es war kaum eine Narbe zurückgeblieben.

          Und nicht zu vergessen – Urin. Ein Allrounder, was ich nicht vertiefen werde, bevor jemand Plack bekommt.

          Jörg, das Taschenmesser ist für unterwegs. Früher gab es noch den Haken für Pakete, man schob ihn unter die Kordel und hielt den Messerschaft in der Faust.

  • peter

    Sososo, du magst den Geruch und verwendest es auch im Dunkeln. Na, du bist mir
    aber ein Feischmecker…Aber ich mag den Geruch auch ganz gerne. Das erinnert mich
    immer an meine sehr erfüllende Zeit als Musikinstrumentenbauer. Jaja, long ago…😥

    Ebenso wichtig im Haushalt ist Vaseline oder besser noch Melkfett.
    Wenn was quietscht einfach n Ditscherle druff, dreimal auf- und zumachen und Ruhe is. Wer ne Holzschraube irgendwo reindreht ohne das Zeugs ist selbst schuld. So geht’s nämlich viel leichter rein und das frisst sich auch in 100 Jahren nicht fest.
    Mir hilft das super im Winter gegen trockene Haut. Ist auch super bei rissigen
    Fingernägeln und mit minimal davon an den Fingerkuppen flutscht man grad so
    mühelos stundenlang über die Saiten ohne dass die irgendwann qualmen..

    das Zeug zu inneren Anwendung musste ich eben googeln; da stehen dann sogar die
    Bestandteile genauestens drin – absolut safe…
    Aber da ich keine Probleme mit Versopfung ( die beliebteste Anwendung..) habe,
    mag ich das gar nicht erst ausprobieren. Muss echt nicht sein, nö- lass mal…

  • Haifisch

    okay, was dazugelernt.
    Ballistol ist verzehrfähig.
    Ballistol war für Waffen, basta.
    Der Geruch – Waffen – sonst nix.

    Fechtflorette, Säbel, Vorderlader,
    Hirschfänger, also das übliche
    Sortiment des Waffennarrs
    sowie normale Waffen (also moderne Waffen),
    dafür kenne ich das Zeug.
    Waffenmuseum….

    Ich wäre nie auf die Idee gekommen,
    dass das wie Speiseöl, also ungefährlich ist.

    Das mit den Ölen,
    die sogar rosten lassen,
    das weiss ich.
    Trotzdem nehme ich normale Speiseöle.

    Nach 10 Jahren Gebrauch kann ich bestätigen,
    dass Öle geringe Veränderungen machen.
    Meist Verfärbungen, die wieder weggehen.
    Oder auch nicht.
    Mein Messerchen ist nicht mehr blank,
    es ist eher wie brüniert, aber ungleichmässig.

    Das schützt nebenbei
    auch ein bisschen vor Flugrost.

    Früchte und Gemüse sind recht aggressiv.
    Messerchen saubermachen vergessen ..
    das gibt dann rasch Erosionen im Eisen.

    Nun. Spannend.
    Nehmt es mir nicht übel,
    ich werde Ballistol nicht
    auf das Messerchen tun.
    Auch nicht im Dunkeln verwenden.
    Ich bleibe bei Speiseöl,
    griffbereit beim Kochen.

    Ich seh mich nicht jeden Tag in die Garage laufen,
    um das Ballistol zu holen, kicher…

    Ich weiss nicht, habs ja nie probiert,
    aber irgendwie will ich nicht,
    dass das Essen nach Ballistol schmeckt…

    Laguiole,
    da hab ich auch eines davon.
    Ist dem Opinel gar nicht unähnlich,
    hat aber eine elegantere Form, finde ich.
    Dafür ist das Opinel alltagstauglicher.
    Da spreche ich aber vom Taschenmesser.
    Nach diversen Urlauben liegen Opinel, Laguiole, Schweizer Messer
    friedlich nebeneinander in der europäischen Schublade 😉

    Was für spannende Nebenpfade
    sich beim Kochen auftun können.
    Aus meiner Sicht sinnlose Brötchenbleche,
    Pflegeöle für Messer, und und und..
    Kochen ist halt Allgemeinbildung in der Endstufe…
    Wer nicht schmieden kann, kriegt kein Messer, kicher…
    Wer nie Brötchen backt, kriegt ein Brötchenblech…

    Zu Waffen allgemein:
    Meine Meinung (vermutlich angreifbar
    und eher nicht mainstream):
    Waffen sind nichts schlechtes, böses.
    Es sind die Menschen, die die Waffen benutzen,
    die die Wertigkeit der Waffe ausmachen.

    Oder wie erklärt sich, dass japanische Samurai-Schwerter
    gefühlt in jeder zweiten Wohnung an der Wand hängen,
    aber die Waffen der Europäer gefühlt verpönt sind?
    Lassen wir mal die ultrarechten und Jäger weg…

    Nebenpfad:
    Die Samurai waren genausowenig edel wie die
    Soldaten der europäischen Heere,
    aber sie sind
    wie die Karl-May-Indianer
    als edel verklärt.

    Nun. Wie Jörg meinte,
    jedes Werkzeug zu seiner Zeit.
    Waffen halt dann, wenns mal wieder so weit ist.

    Ansonsten: Schön, wenn sie an der Wand ist,
    hübsch aussieht (wers mag),
    und ansonsten keinen Schaden anrichtet.

    Das mit den Pflugscharen aus Schwertern
    stell ich mir ein bisschen kompliziert vor 😉

    Ballistol zum Abführen…
    Das würde dafür sprechen,
    dass es absolut unverdauliche Anteile hat.
    … ist da Rizinus-Öl drin?
    ich geh mal googlen… 🙂

    • Esther

      Haifisch, es ist doch auch die Patina, die den Charme bei Gebrauchsgegenständen zaubert. Dein Messerchen ist bei Dir in guten Händen.
      Und – oh – Du hast dieses französisches Messer! So was Elegantes!

    • peter

      Haifisch, die ganzen Infos zum ballistol schlucken hab ich da gefunden:
      https://www.ballistol-shop.de/Neo-Ballistol-innerlichen-Anwendung:_:137.html

      Mit deiner Meinung zu Waffen bin ich 100% dabei. Habs ja sinngemäß auch
      geschrieben. Der rest ist halt ” Geschmackssache” ( also beim ballistol meine ich jetzt).
      Das optimum zur Klingenpflege für erstklassige japanische messer und schwerter
      ist kamelienöl ( aber nicht das zeugs für so duftschälchen) . Ich hatte das noch nie
      und weiß auch nicht ob das jetzt nen bestimmten Grund hat oder ob das halt so in
      der japanischen tradition verwurzelt ist.
      Aber klar ist mal , dass alle japanische traditionen , handlungen und gerätschaften
      einer genauesten und komplexen logik und sinnhaftigkeit folgen. Von Sägen über
      hauseinteilungen bis zu den farben und zutaten eines kleinen menus daheim.
      Und zumindest zum Wekzeug kann ich einfach nur sagen, dass es nix besseres gibt;
      nirgens. Die sind da halt viel smarter und effektiver als in Europa oder sonstwo.

  • Esther

    Wo wir hier bei Koch-Messern waren: Gestern habe ich in Domnähe im hohen Hause Victorinox zugeschlagen, wo auf zwei eleganten Verkaufsebenen Inspiration wartet. Beraten wurde ich von einem koch-affinen jungen Mann, der ausreichend praktische Erfahrung mitbrachte.

    Gekauft wurde: Ein Tomatenmesser, ein Fleischmesser, ein einfaches Gemüsemesser, ein extrem robustes, geschmiedetes Gemüsemesser. Weil ich dermaßen stolz auf das Letztere bin, ist hier ein Link dazu, wie es ausschaut: https://www.knivesandtools.de/de/pt/-victorinox-grand-maitre-paring-knife-7720308g-pom-gemuesemesser-8-cm.htm

    Victorinox bietet einmal im Jahr einen Schleif-Service an, den ich nutzen werde. Zwar habe ich zwei Schleifmöglichkeiten zu Hause, lasse jedoch bei der Qualität einen Profi ran.

    Hoffentlich sind die Zeiten, wo ich Weißkohl mit Messer und Hammer zerteile, vorbei. Weißkohl kann ein dickköpfiger, kleiner Scheißer sein.

    Das Schweißer Offiziers Messer, welches ich schon lange habe, war bei einigen rustikalen Picknicks in Spanien am Meer mit dabei. Bei Land-Rotwein, Schinken vom schwarzen Schwein ( hier ißt man indirekt die gesunden Eicheln mit, bestens transformiert…. 😉 ), Käse und Oliven ist man rasch mit sich im Reinen.

    Es fliegen sechs Messer aus der Schublade, über die ich mich geärgert habe und auf denen ich getrost nach Bonn reiten könnte.

    Die stabile rote Papiertasche wurde an der Kasse mehrfach zugetackert, da ich mich in einer Messerverbotszone befand. Man riet mir, nicht über den Hauptbahnhof nach Hause zu fahren, dazu hätte ich über die Domplatte gehen müssen.

    Ich machte einen Witz, den ich nicht wiedergebe, auch der Verkäufer mußte lachen. Für mich ist Humor ein Ventil, er wird tiefschwarz, wenn ich mich traurig fühle.

    Derzeit freue mich mich aber über neues Werkzeug in der Küche.

    • Das freut mich sehr für Dich. Victorinox macht so tolle Messer und davon hat man ewig etwas. Ich freue mich schon wieder auf die Internorga im März, da werde ich schauen, was es neues gibt. Ich stehe ja eher auf Farben und bunt bei denen. Hattest Du nicht eher ein angespanntes Verhältnis zu deren Tomatenmesser? Der Sparschäler, nur aus Metall ist auch echt super.

      • Esther

        Der Tomatenschäler empfinde ich als tricky. Die Schalen sind mir immer im Weg. Die Tomaten lege ich wieder in heißes Wasser. Aber das Schneidemesser mußte ich ausprobieren, der Griff ist knallig rot.
        Die beiden hochwertigeren Messer haben schwarze Griffe. Hier war keine Farbwahl möglich.
        Dafür ist das einfache Gemüsemesser gelb gewählt. Ich habe es auch mit Farben.

        • Auf einen Tomatenschäler würde ich niemals kommen. Ich würde die Tomaten immer über Kreuz einschneiden und dann ein bis zwei Minuten in vorher kochendes Wasser legen

  • Haifisch

    @Esther: Viel Spass damit!
    Ich hab mir neue Opinels bestellt.
    Ich wollte nicht wirklich deswegen nach Frankreich fahren 🙂
    Deswegen diesmal per Post.

    Frohes Neues übrigens.
    Ich bin mit einer Bio-Ente hinübergewatschelt.
    Wir haben und bis jetzt gut vertragen.

    • Gestern gab es im Abverkauf nur Putenrollbraten für 3,90 pro Kilo, heute gar nichts. Dafür gab es Weihnachtsartikel für 50 cent pro Packung. Auch für die 2,5 Kilo Lebkuchen und 3 Kilo Lebkuchenherzen, die zusammen einen Euro gekostet haben. Ich habe noch nen halben LKW anderes Zeug für die Familie mitgenommen.

      • Haifisch

        @Jörg: Die Flatterviecher sind bei euch wohl alle verkauft worden.
        Hier sieht man wohl das Ergebnis der Geflügel-Pandemie.

        Hier gibts immer noch
        Nachschlag mit billigen Viechern.
        Aber: Als ich den ersten angefasst hatte,
        und seine gebrochenen Beine fühlte,
        hab ich das Tier zurückgelegt.
        Mir war der Appetit vergangen.
        Ich möchte nicht wissen,
        was dem Tier beim Schlachten angetan wurde.

        Nun, lass Dir den Appetit nicht verderben, Jörg.
        Auch ich werde wieder zugreifen,
        aber sicher nicht bei so misshandelten Viechern.

        @Esther: So viele Messer 😉
        Schön, dass Dir die Opinels auch gefallen.
        Ich hätte keine neuen bestellt,
        wenn mein altes nicht eine abgebrochene Spitze hätte.
        Ich wollte es einfach weiterverwerden,
        aber es hakt immer wieder. Also neue.

        Ach ja, mit Opinel sollte man nicht versuchen,
        eine Schraube zu lösen oder etwas aufzubrechen.
        Die Spitze verbiegt sich (Schraube),
        die Spitze bricht ab, hier beim Versuch,
        zwei gefrorene Teile zu trennen.
        Ergebnis war: abgebrochenes Opinel und
        weiter ein gefrorenes Teil statt zwei 🙁

        Ansonsten ist das kleine Messerchen unverwüstlich.
        Gut zu schleifen, und bei entsprechdener Pflege unkaputtbar.

        • Es gab vor Silvester gefrorene, ich weiß gar nicht mehr ob es Entenbrust, oder Gänsebrust war, mit Knochen. Die sollte 7 Euro pro Kilo kosten. Ich hatte nur überhaupt keine Lust darauf, Ich glaube beim Frischfleisch kommt jetzt auch nichts mehr, was ich letztes Jahr hatte. Kein Hirsch, oder sowas. Ist mir egal, weil ich glaube dass jetzt generell wieder eine neue Phase des Blogs kommt, ohne bis jetzt zu wissen was es sein wird. Kein Duke of Berkshire als Nachschub, abgesehen von den paar Kilos, die ich noch habe. Es kristallisiert sich noch nichts raus. Geht aber immer weiter.

    • Esther

      Haifisch, ich bin gerade so begeistert, daß ich mir auch noch drei Gemüsemesserchen von Opinel gekauft habe. Mit Holzgriff. Ich werde sie liebevoll pflegen.

      Gerade eben habe ich einiges klein geschnitten, ein gutes Messer ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Es geht viel schneller und ordentlicher.

      Zur Ente: Ente gut – alles gut. ( Alte Chinesische Weisheit ) 😉

      Euch auch ein frohes Neues!

  • Esther

    Heute kamen die Opinel-Messer an, die ich zusätzlich bestellt hatte. Von der Verarbeitung bin ich begeistert. Jetzt ist Gemüseputzen keine Quälerei mehr. Seltsamerweise habe ich mich mehr mit stumpfen Messern geschnitten.

    Das Besteckfach habe ich etwas umgeräumt, die Messer für den normalen Gebrauch, die spülmaschinentauglich sind, liegen getrennt von den besonders Guten. Mein Mann weiß Bescheid, dass er sich damit kein Butterbrot schmiert. Aber morgens, wenn er sich seinen Apfel präpariert, dann kann er die neuen Messer nehmen.

    Ich habe so einen Spaß daran. Danke Haifisch, ohne Deine Empfehlung wäre ich nicht auf diese Firma gekommen. Mittlerweile empfinde ich Schneiden schon meditativ. Om, om….Opinel.

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