Viraler Döner im Backpapier

Dieser virale Döner ist seit ein paar Wochen DER heiße Scheiß im Internet und egal ob man bei Tiktok, Instagram, Facebook, oder auf privaten Homepages unterwegs ist, findet man den überall. Ich habe das auch schon vor ein paar Wochen gemacht, aber da waren immer noch andere Rezepte, die es wegen saisonalität usw eiliger hatten. Mein Fazit gleich am Anfang, bei diesem Döner können 95 % aller Dönerbuden Ihren mit Paniermehl gestreckten und mit gekörnter Brühe gewürzten Drehspieß nach Döner Art einpacken, die Ladentür abschließen und nie wieder öffnen. So wie das schmecken die besten Döner in der Türkei. Ich habe dazu auch noch das Fladenbrot selbst gebacken, die Salate frisch geknetet, das Cacik frisch gerührt und als Rinderhack gab es dry aged Rinderhack. Mehr geht es nicht. 

Zutaten: 

Fladenbrot (anklicken)

Fleisch: 

1,5 Kilo Rinderhack (optional dry aged)
1 Teelöffel Salz
1/2 Teelöffel Chiliflocken
3 Esslöffel Paprikamark (Tomatenmark)
1 Teelöffel Kreuzkümmel
1 Esslöffel Paprika rosenscharf
1 Esslöffel Paprika edelsüß
1 Esslöffel Zwiebelpulver
1 Teelöffel Knoblauchpulver
4 Esslöffel griechischen / Türkischen Joghurt

Beilagensalate:

350 Gramm Weißkohl
1/2 Teelöffel grobes Salz
50 Milliliter Rapsöl
30 Milliliter Zitronensaft
gehackte Petersilie

350 Gramm Rotkohl
1/2 Teelöffel grobes Salz
50 Milliliter Rapsöl
30 Milliliter Zitronensaft
gehackte Petersilie

Cacik:

5 Esslöffel stichfester Joghurt türkisch, oder griechisch
1 Knoblauchzehe
50 Milliliter Zitronensaft
1/2 Telöffel Salz
reichlich Pfeffer
3 Zweige Minze
Olivenöl zum Begießen

1 Gemüsezwiebel häuten und in RInge schneiden

Ich starte mit dem Fladenbrot. Das dauert durch die Gehzeit des Teiges am längsten. 

Das Dönerfleisch wird zwischen jeweile zwei Lagen Backpapier ausgerollt. Ich lege mir schon vorab ein paar Bögen hin und schneide sie von meiner Backpapierrolle runter.

Das ist der gute Stoff und auch der Grund, warum ich so lange gewartet habe, bis ich dieses Rezept adaptiert habe. Rinderhack ist im Moment echt fast so teuer wie ein Besuch im Artemis und wenn ich stattdessen günstiger Huhn, Pute, oder Schwein kaufen kann, dann mache ich das eben. Natürlich habe ich jeden Tag danach geschaut, aber ich zahle keine 15 Euro pro Kilo für ein Kilo Rinderhack (ohne dry aged). Hier gab es das Fleisch im MHD Verkauf für 9,90 pro Kilo, statt für 20 Euro und es ist 21 Tage am Knochen gereift. Da ist es dann schon o.k. Ihr könnt natürlich auch gerne 15 Euro pro Kilo zahlen und es muss nicht dry aged sein.

1,5 Kilo Rinderhack würzen mit: 

1/2 Teelöffel Chiliflocken
3 Esslöffel Paprikamark (Tomatenmark)
1 Teelöffel Kreuzkümmel
1 Esslöffel Paprika rosenscharf
1 Esslöffel Paprika edelsüß
1 Esslöffel Zwiebelpulver
1 Teelöffel Knoblauchpulver
4 Esslöffel griechischen / Türkischen Joghurt

Alles verkneten

Hackfleisch auf ein Backpapier legen

Von oben ebenfalls ein Papier auflegen

Mit dem Nudelholz, oder einem Wellholz flach ausrollen, so dünn wie der Dönermann den Spieß normal abschneidet

Einmal flachgerollt

Hier ist das Papier wieder abgezogen. Auch hier mach Übung den Meister. Das klappt besser mit jeder Ladung Fleisch, die man so flachrollt. Ich habe die Fleischmenge auf vier Backpapiere verteilt. Der vierte Versuch sieht natürlich besser aus als der erste. Wenn man das jeden Tag tun würde, könnte man sich dabei nach einer Woche höchstwahrscheinlich die Hände auf den Rücken fesseln lassen. 

Nach dem Ausrollen immer die obere Schicht Backpapier abziehen und das Fleisch zu einer Rolle einrollen

Die Fleischrollen kommen auf ein Backblech

Backofen auf 200 Grad Umluft erhitzen und das Backblech mit den Fleischrollen für 20 Minuten in den Ofen stellen.

In der Zwischenzeit mache ich schnell die Salate und Cacik, was die türkische Version von Zaziki ist. 

Weißkohl schneiden und in eine Schale geben

Grobes Salz und Pfeffer aus der Mühle

Beim Rotkraut gehen wir auch so vor. 

Grobes Salz und Pfeffer aus der Mühle

Rapsöl für beide Salate

Den Saft einer Zitrone brüderlich teilen

Gehackte Petersilie

Vermischen, guten Tag und auf Wiedersehen. So einfach ist es.

Das Fleisch kommt schon wieder aus dem Ofen

Schaut mal wie gut das aussieht. Man könnte das jetzt sofort so essen wie es ist. Ich rolle das von den ganzen Papieren ab und stelle das Backblech bei 100 Grad Umluft in den Ofen. Wenn mir das Fleisch zu bleich wäre und nicht diese schöne Kruste hätte, würde ich noch mit richtig Temperatur arbeten, wie z.B 200 Grad. Musste ich aber nicht. Ich habe nur die Zeit bis zum Servieren im Ofen überbrückt. 

Nun noch schnell Cacik machen, das könnte jetzt auch schon fertig sein. 

Joghurt und Minze in eine Schale geben. Ich kaufe immer frisch Minze und trockne sie unfreiwillig im Kühlschrank, aber die schmeckt dann immer noch besser als eine aus dem gekauften Glas. Ich würde sogar behaupten, die schmeckt wie frische Minze, wenn sie in Joghurt und Öl wieder erwacht. 

Olivenöl und Zitronensaft

Grobes Salz

Eine Knoblauchzehe hacken

Knoblauch zum Cacik geben

Alles vermischen

Ab an den Tisch damit

Eine Zwiebel häuten und in Ringe schneiden

Schaut Euch mal das tolle Dönerfleisch an

Brot ist auch frisch gebacken

Mit Petersilie bestreuen. Vergleich doch bitte mal dieses Fleisch mit dem Zeug, was Dein Dönermann in den Döner stopft. 

Beilagen sind am Start

Ich baue einmal den Zeigedöner

Brot aufschneiden

Cacik 

Krautsalate 

Das tolle Dönerfleisch

Natürlich mit Zwiebeln

Darauf könnte man jetzt noch Sumach, oder Pul Biber streuen, aber so wie das jetzt ist, ist es eine Sensation und so gut war noch niemals ein Standarddöner in Deinem Erinnerungsvermögen. 

Ich muss ja immer auf alles mögliche achten, deswegen für mich der Dönerteller, mit ohne Brot. Schmeckt echt wie in Antalya im besten Dönerladen und die schreiben da mittlerweile auch schon über 20 Euro an den Teller.  Hier kann man sich nachnehmen bis man platzt, ohne dass jemand das Fleisch abwiegt.  Dieser Döner ist ab jetzt Dein Maßstab. Schade für Deinen Dönermann.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit. 

22 Kommentare

  • Ralf

    Um den Backpapierdöner schleiche ich schon ne Weile rum, hab das mehrfach als Rezept für die Heißluftfritteuse gesehen, aber noch nicht gemacht. Die Preise für Rindfleisch schrecken wirklich ab. Vielleicht mit gemischtem Hack? So als schwäbischer Spar-Döner.
    Danke für die Erinnerung das mal auszuprobieren.

  • Apropos viral … Hatte die Woche wohl einen viralen Hamburger … und jetzt eine Riesenerkältung im Gesicht. 😉

    • Ich wusste nicht, dass Du in Hamburg bist.

      • Bin ich auch nicht. Aber wenn mir die Nase auf dem Gesicht fällt, rechne ich gern mal zurück, wo ich das wohl her habe. Im Gegensatz zu sonst fiel mir aber keine Quelle ein/auf. Nur war ich in der gegebenen Zeitspanne beim Schachtelwirt, die neuen Kreationen testen. Vielleicht hat da mit einer raufgerotzt? Heiß genug zum Desinfizieren sind die Produkte ja meist nicht mehr.

  • Haifisch

    .. mach mers doch wie die Japaner. Alles mischen.
    Rind, Schwein, Huhn, alles was grade greifbar ist 😉
    (nicht ernst nehmen, da gibt es diesen Film mit der Suppe..)

    • So offensichtlich gemischt, empfinde ich das wie Bukkake. Ich mag das schon ganz gerne sortenrein.

      • Suppe, gemischt. Interessant fand ich mal eine Reise-Ess-Reportage in Fernost, die ja gern in ihre Hühnerbrühe auch Tofu rein tun, neben viel Gemüse, Huhn, und natürlich den typischen Gewürzen. Lustig fand ich mal einen sehr pinken/violetten Tofu, über den in der Sendung auch gesprochen wurde (mit Bewegtbild). Neben den Sojabohnen hab es da noch einen anderen Eiweißträger, der mit verarbeitet wurde: Tierblut. Soweit zum Thema sortenrein …

  • Esther

    Döner ist normalerweise nicht meins. Ich sah einmal in einen offenen Lieferwagen, der neben Werkzeug auch einen Fleischspieß beförderte, ohne Kühlung. Ein Metzgermeister auf dem Markt meinte, er hat in der Meisterschule gelernt, dass das Fleisch unmöglich durchgegart sein kann.

    Also esse ich weder Gyros noch Döner. Es ist mir außerdem nie gut bekommen.

    Aber das heute war eine Granate. Meinem Mann machte es Spaß, mit der Fleischzange die geöffneten Brote zu füllen. Die waren jedoch gekauft, ich bitte hier um Gnade.
    Weil ich faul bin gab ich den geriebenen Weißkohl zum Cacik. War ein Aufwasch und passte hervorragend.

    Eine ganz tolle Sache. Es schmeckt, es ist nicht zu fett und ich weiß, dass alles mit den Lebensmitteln in Ordnung ist. Das machen wir sicher noch einmal.

    Döner macht bekanntlich schöner. Nun habe auch ich eine reelle Chance…….;-)

  • Esther

    Es war ein Rest von gestern geblieben, dieser wurde eben in der Pfanne angebraten, dazu gab es Jasminreis. Es war richtig gut. Der Trick mit dem Backpapier ist genial.

  • Patrick

    Heute mal etwas Zeit in der Küche verbracht…leck mich am Arsch, ist das geiler Scheiß!

    Trotz normalen Rinderhack ist das Fleisch sensationell. Salate sind hier bei Jörg eh immer top. Wollte erst einfach Tzatziki machen, hab mich dann aber doch entschieden mich hier ans Rezept zu halten. Dieser Minzjoghurt ist elementar. Der trägt den Döner quasi allein.

    Und obwohl ich backen wirklich hasse…unglaublich gut geworden das selbstgemachte Fladenbrot. Kein Vergleich zu Gekauftem.

    • Das klingt nach einem tollen Tag in der Küche. Freut mich total, dass Du das durchgezogen hast. Beim Backen ist Routine alles. Das verliert sich mit der Zeit, dass man davor so einen Respekt hat.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert