Wirsingrouladen mit veganem Hack aus Sojaschnetzeln
Hier kommen besonders fleischige Wirsingkohlrouladen, mit veganem Hack aus Sojaschnetzeln. Ich habe das mit dem Veganen durch ein Ei zerstört, deswegen sind die Rouladen nur vegetarisch. Da ich unter keinem Dogma leide, hätte ich die Rouladen auch mit 1a Rinderhack füllen können. Das ist aktuell aber so teuer, dass es nie schaden kann Alternativen zu haben. Wenn man nicht so doof ist wie ich und das hier groß ankündigt, dass es vegetarisch ist, würden die meisten Leute gar nicht merken, dass es fleischlos ist und würden das als Schwein durchgehen lassen. Die Inspiration habe ich mir beim Bananen Fred gekauft, als es da locker 10 Kilo Wirsing für fünf Euro gab und ich mich so selbst unter Zugzwang gebracht habe, damit etwas anstellen zu müssen. Wer es gar nicht aushalten kann und über einen Goldesen verfügt, kann das natürlich auch eins zu eins mit Fleisch nachbauen.

Zutaten:
150 Gramm Sojaschnetzel
500 Milliliter Gemüsebrühe (anklicken)
1 Zwiebel
75 Milliliter Tomatenmark
150 Gramm Paniermehl
1 Ei
200 Gramm Langkornreis
100 Milliliter von der übriggebliebenen Brühe
1 Teelöffel Chiliflocken
1 Esslöffel Oregano
optional 1-2 Knoblauchzehen
1 Kopf Wirsingkohl
1 Topf und 4 Liter kochendes Wasser
1 gehäuften Esslöffel Salz
Soße:
3 Esslöffel Mehl
4 Esslöfffel Paprikamark/Tomatenmart
500 Milliliter Wasser vom Kohl blanchieren
3 Essölöffel gehackte Petersilie
80 MIlliliter Rapsöl

Gemüsebrühe aufkochen und zu den Sojaschnitzeln geben, damit sie sich damit vollsaugen können

Wartezeit 15 Minuten

Danach durch ein Sieb und eine Schale abgießen. Die kostbare Brühe nicht wegkippen

Zwiebel häuten

Zwiebel zerkleinern

Zwiebel zum Sojahack geben

Das wird später verknetet

Tomatenmark

Oregano

Chiliflocken

Einmal durchrühren

Paniermehl

Ein Ei für die Bindung, das man als Veganer:in wohl auch weglassen kann. Da ich weder vegan, noch :in bin, mutmaße ich darüber nur und grinse still in mich herein.

Ein Ei in der Schüssel

Alles vermischen. Schmeckt total gut und fühlt sich super fleischig an. Das ist wirklich eine tolle Erfindung.

Die Blätter vom Wirsing abziehen. Man kann je nach Größe der Rouladen davon zwischen 6 und 15 Stück machen. Ich habe mich immer an die Größe der großen Blätter gehalten und weitestgehend immer nur ein Kohlblatt pro Roulade genommen. Bei den kleineren Blättern auch mal zwei Blätter zusamengerollt. Das geht alles.

Also erstmal Blätter möglichst unfallfrei und am Stück vom Kohlkopf ziehen

Salzwasser im Topf aufkochen lassen

Kohlblätter ins kochende Wasser legen und und für 1,5 Minuten blanchieren

Da kann man zusehen, wie die im Wasser einsinken

Mit dem Schaumlöffel rausheben und in ein Sieb geben, da mit kaltem Wasser abschrecken.

Wenn Ihr alle benötigten Kohlblätter blanchiert habt, füllt man die Wirsingkohlrouladen

Den harten Strunk raustrennen

Reis einstreuen. Manchmal habe ich erst beim Machen solche Eingebungen.

Jetzt kippe ich noch von der übrigen Brühe vom Sojaaufweichen in das Hack, damit es geschmeidiger wird.

Alles unterkneten

Mit einem Esslöffel von der “Fleischmasse” nehmen,

An den Seiten die Blätter hochziehen

Blatt hinten hochziehen und dann nach vorne rollen


Zack, fertig ist die erste Roulade. Da würde auch noch mehr Füllung reinpassen.

Die Masse nimmt sich bis zum letzten Löffel weg und am Ende hat man so eine 30 cm Durchmesserpfanne voller Wirsingrouladen. Die Rouladen sind ohne Klammern, Stecker, oder Bänder und liegen auf der Naht.

Beim Schmoren soll auch gleich eine leckere Soße entstehen

Rapsöl

Ich stelle die Herdplatte auf Vollgas an, ein paar Röstaromen schaden nicht.

Mehl

Paprikamark, oder Tomatenmark. Ich hatte Paprikamark, aber wenn Ihr sowieso schon die Tomatenmarktube offen habt, könnt Ihr das alternativ auch nehmen. Paprika ist ein bisschen herber, aber subjektiv auch voller im Geschmack.

Hier ist Wasser vom Blanchieren der Kohlblätter. Davon nehmt Iht soviel, dass die Rouladen damit bedeckt sind. Wenn irgendwann unterwegs mal die Soße zu dick wird, nehmt Ihr noch mehr davon. Da ist jede Menge Geschmack drin.

Alles ein bisschen verteilen und einmal kurz aufkochen lassen

Anschließend einen Deckel auf die Pfanne legen und auf Stufe 3 oder 4 reduzieren. Einfach 45 Minuten garen, bis der Reis fertig ist. Danach kann man es essen, oder noch ein poar Stunden auf Stufe 2 warmhalten, oder später, oder am nächsten Tag in 30 Minuten auf Stufe 3 wieder erwärmen, oder bei 100 Grad offen im Ofen in einer Stunde erhitzen. Alles geht.

Das ist nach 15 Minuten. Die Farbe sagt einem, dass da noch Zeit fehlt. Das erkennt man am Rot der Soße.

Da fehlt noch Flüssigkeit

Weiterschmoren

Schau mal, so schön eingezogen ist die Soße, wenn man dem ganzen Zeit gibt. Noch ein bisschen Grünkraut darüber verstreuen

Was für eine Schönheit! Die Soße dazu kann vor Kraft kaum laufen

Saulecker und richtig gut, als wenn es schon immer so gewesen wäre.

Die Ehefrau lobt es. Alle anderen sind skeptisch. Wer sich überwindet, ist überrascht wie lecker das schmeckt.

Dazu kann man Reis essen, oder auch knusprige Kartoffeln, selbst gebackenes Weizenbrot, Fladenbrot und es verträgt sich auch zu einem gemischten Vorspeisenbüffet. Ich finde das Gericht heiß am besten, aber notfalls kann man die auch kalt essen.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.