Spargel 2026 – Saisonanfang mit Ofenspargel

Ich hänge mit meinen Rezepten ja immer ein bisschen hinterher. Das ist nun zwei Wochen her und wir hatten Besuch aus Berlin von Enrico und den Jungs. Ich habe erst nur die 1,5 Kilo Spargel auf dem Bild gekauft und dachte das werde ich sowieso nur bei den Erwachsenen los, als dann alle geschrien haben, oh endlich Spargel. Da habe ich noch einmal 1,5 Kilo nachgekauft. Das Rezept basiert habe auf den 1,5 Kilogramm auf dem Bild. Das war mein erster weißer Spargel in dem Jahr und weil der aus Deutschland da noch zwanzig Euro oder mehr gekostet hat, habe ich griechischen für € 3,99 pro 500 Gramm, also acht Euro pro Kilo genommen.  Dazu gibt es dann noch eine schnelle Sauce hollandaise auf dem Wasserbad geschlagen, die echt total einfach ist und die ich mittlerweile fast im Schlaf mache.  

Zutaten: 

1,5 Kilo weißer Spargel
1 Teelöffel grobes Salz
100 Gramm Butter
80 Milliliter Rapsöl
Zitronensaft einer Zitrone
2 Esslöffel Zucker

Hollandaise:

3 Eier
70 Gramm Butter
150 Milliliter trockener Weißwein
1 Teelöffel Senf
1 Esslöffel Zitronensaft
1/2 Teelöffel Salz
reichlich Pfeffer
Kurkuma für die Farbe, gegen dummes Gelaber

Spargel an den Enden abschneiden und rundherum schälen. Da merkt man sofort den Saisonanfang, dass man noch ein bisschen eingerostet ist. Ich habe das daran gemerkt, wie lang ich beim ersten Pfund geschält habe und wie schnell das dann beim dritten schon wieder ging.

Geschälten Spargel auf ein Backblech legen und mit Zucker bestreuen. Der ist viel wichtiger für den Geschmack als das Salz

Den Saft einer Zitrone darüber verteilen

Grobes Salz

Rapsöl großflächig verteilen

Butter auf dem Spargel verteilen

Spargel bei 200 Grad Umluft für 25 Minuten in den Ofen stellen. Dann ist er immer noch nicht komplett tot, wenn er aus dem Ofen kommt, aber auch nicht mehr so hart, dass man ihn wieder einpflanzen könnte. 

Die Zwischenzeit nutze ich für die Sauce hollandaise. Ich mache die ohne Reduktion und ich nutze die Kochphysik. Weil immer einer jammert, dass die Soße nicht gelb genug ist, gebe ich da nun einfach Kurkuma rein, dann ist es gelber als nach 5 Dottern.

Alle Zutaten auf einmal in einen Schlagkessel geben, also
3 Eier
70 Gramm Butter
150 Milliliter trockener Weißwein
1 Teelöffel Senf
1 Esslöffel Zitronensaft
1/2 Teelöffel Salz
reichlich Pfeffer
Kurkuma für die Farbe, gegen dummes Gelaber

Unter dem Schlagkessel ist ein Topf mit Wasser, das ich aufkochen lasse. Währenddessen lasse ich den Esge Zauberstab rotieren, es kann auch in ganz ordinärer Pürierstab sein. Die Masse dickt an, je wärmer die Flüssigkeit im Topf wird und wenn sie optisch kurz vor Pudding ist, dann ist sie genau richtig. Keine Angst, wenn sie zu Rührei wird, weil Ihr über die magischen 70 Grad geht, dann reichen ein paar Tropfen Wein, oder Wasser, um wieder die richtige Konsistenz zu bekommen. 

Dazu gab es Cordon bleu

Schaut Euch mal die Soße an, mir gefällt sie

Petersilie hacken, auch das hintere Ende

Gefällt mir immer noch

Ofenspargel auf einer Platte anrichten, die Flüssgkeit vom Backblech darüber verteilen und mit Petersilie bestreuen

So mag ich Spargel am liebsten und so bleibt der Geschmack im Spargel und nicht im Wasser.  Gut gewürzt, leichte Säure und noch mit ein bisschen Biss. 

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

19 Kommentare

  • Ralf

    Diese Woche hab hier den ersten Spargel für 3,99 je Pfund gesehen, wird es also auch bald mal geben. Hast Du den schon mal in der Heißluftfritteuse gemacht?

    • Ja, gestern Abend. Habe 5 Kilo Nienburger Spargel für 10 Euro bekommen. Das meiste habe ich im Ofen gemacht, ein paar Standen in der Heißluftfritteuse. Geht viel schneller

  • Haifisch

    Diese Ofenmethode nutze ich seit Jahren.
    Und Du hast völlig recht, Spargel will Zucker.
    Seitdem ich das so mache, schmeckt er mir.
    Ich verwende allerdings immer eine geschlossene Form,
    da mir der Spargel sonst zu sehr austrocknet.

    Ich bin mit dem Dogma aufgezogen worden,
    es gäbe nur eine Form, Spargel zu geniessen.
    Was für ein Unsinn.
    Das hätte ich gern schon mit 20 gewusst.

    Es gab nur eine Form,
    wie man Spargel geniessen durfte,
    alles andere war Sakrileg.
    Spargel mit Salz und Essig kochen,
    aufrecht im Spargelkocher.
    Kochschinken, Butter, Petersilie
    und Kartoffeln dazu,
    Eine Hollandaise wurde grade noch genehmigt.
    Bedingung: Selbstgemacht.

    Ich verstand den Zirkus um den Spargel nie.
    Der ungezuckerte Spargel schmeckt fad und bitter.
    Oder versalzen. Oder zu sehr nach Säure.
    Und wenn er nicht gut geschält war,
    dann war er für mich ungeniessbar.

    Tja, und dann hab ich selber gekocht.
    Und vieles anders gemacht.
    Eben auch den Zucker an den Spargel 🙂

    • Ich konnte mit Spargel auch lange nichts anfangen. So langweilig mit Fondor verwürzt wie bei Mutter und Oma und immer komplett weich wie Schnürsenkel, das ar nicht meine Welt

  • Haifisch

    Deine Variante ohne geschlossener Form,
    ist aber ab einer bestimmten Menge an Essern
    die einzig sinnvolle Form.

    Bei so vielen Spargeln auf dem Blech
    bleibt der komplette Garraum feucht.

    Ich warte noch auf einheimischen Spargel.
    .. weil ich den dann vom Nachbarn kriege .. 🙂

  • Barbara

    Hier kommt der Spargel auch abgedeckt in den Ofen, eine gewisse Weichheit steht ihm gut.
    Die Hollandaise mache ich schon immer nach dem Rezept von Wolfram Siebeck, auf drei Eigelb kommen 180 g Butter. Das ist dann für 2 Personen genau die richtige Menge.
    Beim Induktionsherd braucht es eigentlich kein Wasserbad, ich mache das im Topf direkt am Herd. Früher geriet ich immer unter Stress den Spargel und die Sauce zeitgleich fertig zu haben. Ein Koch hat mir dann erklärt, dass man die in Ruhe montiert, dann ein paar Tropfen kaltes Wasser drunter schlägt und zur Seite stellt.
    Vorm Servieren einfach nochmal erwärmen (und schauen, dass es kein Rührei wird).

    • Wolfram Siebeck fand ich im Alter eher geschwätzig, aber er hatte ebenfalls sehr gute Tipps. Durch den habe ich Mascarpone kennengelernt. Sein Spruch war, Mascarpone fängt da an, wo Schlagsahne aufhört.

      • Barbara

        Naja, den Siebeck gab es ab den Siebzigern des vorigen Jahrhunderts. Angefangen hat er mit seinen ZEIT Kolumnen, dem STERN und diversen Lifestyle Magazinen. Er hat damals viel bewegt in der deutschen Fresslandschaft. Leicht geschwätzig war er da schon auch und polarisiert hat er ebenfalls. Ich erinnere mich noch gut an den Aufstand deutscher Hausfrauen, heute wäre es ein Shitstorm, als er ein Rezept für Hühnerbrühe veröffentlichte und darin meinte “und dann werfen Sie das ausgekochte Huhn weg”.
        Geschwätzigkeit und Eitelkeit ist bei alten Männern leider gang und gäbe. Du hast ja noch ein paar Jahre, aber irgendwann rollen Frau und Kinder ganz sicher mit den Augen.

  • Haifisch

    @Barbara, Deine Soße gefällt mir,
    genau so funktioniert sie.
    Eier und Butter. Ich muss inzwischen
    weniger davon essen,
    mir wird sonst schlecht.

    Ich verstehe den Zirkus um die Hollandaise kaum.
    Viele haben Angst davor, ich finde, es ist einfach.
    Wichtig ist ja nur, dass es nicht heiß wird.

    Das geht per Induktion oder per Wasserbad.
    Wasserbad ist aufwendiger, und ein bisschen sicherer.
    Bei Induktion muss man den Herd kennen.

    Ich freu mich schon auf den ersten Spargel..

  • Ellen

    Bei uns gab es heute auch den ersten regionalen Spargel aber ganz anders. Ich brauche keine Hollandaise zum Spargel. Der wurde auch nur kurz in der Pfanne gedünstet mit viel Biss und mit einem kalorienreichem Zaziki und Pellkartoffeln. Ich brauche Proteine und Kalorien. Darum gerne fettreiche Joghurts und Quarks

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