Kartoffelgratin – ganz einfach

Das wollte ich schon immer für meinen Blog machen. Der Grund ist auch kein Urlaubsrezeptekochbuch, aus dem ich im Moment viel zitiere und adaptiere, sondern das hatte ich schon auf der Liste, seit ich meinen Blog schreibe. So kurz vor dem tausendsten Rezept wird es dann mal Zeit. Eine ganz einfache Version ohne großen Theaterdonner, nicht mit Fett total zugeknallt, sondern einfach gemacht und trotzdem total lecker.

 Das ist eine ganz puristische Version, die lecker schmeckt und sich auf das Wesentliche konzentriert.

Zutaten:
750 Gramm Kartoffeln
3 Eier
100 Milliliter Sahne
Salz 
Pfeffer
Muskatnuss
Schnittlauch
Knoblauch
Kochwasser (lesen, dann verstehen)

Kartoffeln in dünne Scheiben hobeln

Kartoffelscheiben in einen Topf geben

Kartoffeln gerade so eben mit Wasser bedecken

1 Teelöffel Salz ins Wasser geben.

Wasser aufkochen und wenn es kocht, die Kartoffeln sieben Minuten kochen lassen.

Ich habe eine Schüssel mit einem passenden Sieb. Die Kartoffeln ins Sieb abkippen und die Flüssigkeit in der Schüssel auffangen. Die brauchen wir noch. 

Hier kann man das ganz gut erkennen. Links die Kartoffeln, rechts das sehr stärkehaltige Wasser 

Kartoffeln in eine Ofenform schichten und dann immer im Wechsel eine Lage Kartoffeln mit der Flüssigkeit bedecken, die im Ofen gratinieren soll. 

Die machen wir jetzt.

3 Eier in einen Mixbecher mit 0.5 Liter Fassungsvermögen geben.

Knoblauch häuten und zerkleinern.

Für die Menge Flüssigkeit brauche ich nur ein Viertel des Knoblauchs.

Das stärkehaltige Wasser vom Kartoffeln kochen in den Becher geben

100 Milliliter Sahne dazu geben.

Weil das noch die geviertelte Knoblauchzehe drin ist, nehme ich jetzt den Pürierstab.

Schnittlauch. Salz, Pfeffer und Muskatnuss nach Geschmack verwenden. 

Über die Lage Kartoffeln kommt die Gratinflüssigkeit.

Dann wieder Kartoffeln. Ich habe die Form recht klein gewählt und habe nur die Hälfte der Flüssigkeit in die Ofenform bekommen. Wenn Ihr eine Form mit einem guten Liter Fassungsvermögen nehmt, dann passt das schon.

Den Ofen 10 Minuten vorheizen auf 200-220 Grad, wenn Ihr einen elektrischen Ofen mit Ober- und Unterhitze habt. Ich muss bei meinem Gasofen zwischen Stufe 5 und 6 nehmen und Ihr habt mir gegenüber den Vorteil, dass das Gratin von oben braun wird. Mein lahmer Ofen backt zwar gut durch, aber wird halt nicht braun. 

Ihr werdet ca 35 Minuten brauchen, ich brauche 45 Minuten.

Ich lasse mich bei solchen Erstversuchen auch gerne mal überraschen und mal davon ab, dass ich oben gerne mehr Farbe hätte, hat sich alles gut miteinander verbunden und die Kartoffeln sind gar.

Oh, das ist aber lecker… 

Die Würzung passt und die Kartoffeln sind gut durch. Ich habe mir beim Schreiben des Beitrags den Spaß gemacht und bei den üblichen Verdächtigen geschaut, ob es für so ein einfaches Gericht auch Fixtüten gibt. Oh Mann,  Zutaten: Stärke, Sonnenblumenöl, Jodsalz, MILCHZUCKER, Glukosesirup, 4,8 % Zwiebeln, MOLKENERZEUGNIS, MILCHEIWEIßERZEUGNIS, Hefeextrakt, Aromen. 

Das ist keine gesicherte Erkenntnis, aber ich glaube dass dieses inflationäre Käse über Gratins zu kippen auch so ein Relikt aus den achtziger und neunziger Jahren ist. Das gibt es traditionell und international in den Ursprungsländern weder auf Lasagne, noch auf Kartoffelgratin und komischerweise wieder mal nur in Deutschland. Na ja, in der Schweiz habe ich das auch noch gesehen, aber die Eidgenossen sind bei mir entschuldigt, weil es da außer gutem Käse nicht viel gibt. 

Mein persönlicher Erfolg ist, dass ich das am Abend für meine Frau und mich gemacht habe und als ich dann am nächsten Tag von der Arbeit kam, war die Ofenform restlos ausgekratzt, weil sich die Kinder auch darauf gestürzt haben.

Das mache ich bald wieder. Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

9 Kommentare

Antworte auf den Kommentar von Olaf Scherdin Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert