Pommes aus Süßkartoffeln = Süßkartoffelpommes



Ich mag überhaupt keine Süßkartoffeln, aber meine Familie liebt die sehr. Meine Emma hatte mich gerade in der Woche noch darum gebeten und am Wochenende gab es auf dem Wochenmarkt beim Bananen Fred die ganze Kiste für fünf Euro. Da musste ich sie einfach mitnehmen. Ich habe mich deswegen extra eingelesen, was man damit anstellen muss, damit sie nicht so lappig werden. Das Geheimnis ist, die Süßkartoffeln in Wasser zu legen, damit sie Stärke abgeben können und anschließend werden sie vor dem Frittieren in Stärke gewälzt und schließlich doppelt frittiert.

Zutaten: 

2 große Süßkartoffeln
500 Gramm Speisestärke
2 Liter Rapsöl
grobes Salz zum Servieren

Süßkartoffeln schälen

Süßkartoffeln in Scheiben schneiden

Aus den Scheiben Stifte schneiden

Die Süßkartoffelstifte in eine große Schale legen und mit Wasser bedecken

Mindestens 30 Minuten wässern, dann geht die Stärke raus. Die enthaltene Stärke sorgt dafür, dass die Pommes sonst lappig werden. Eine Stunde wäre noch besser

Nach einer Stunde wird das Wasser abgekippt und die Süßkartoffeln sollten möglichst trocken sein.

Speisestärke. Je nach Süßkartoffelsorte und Menge braucht man unterschiedlich viel davon Lustigerweise sorgt die von außen dafür, dass die Süßkartoffelpommes von außen knusprig werden, während die Stärke drinnen dafür sorgt, dass sie lappig würden. Verrückte Welt. Wenn man am Anfang des Rezeptes eine ganze Packung hat, reicht es auf jeden Fall, egal ob Ihr hier 250 oder 300 Gramm verballert. 

Stärke in die Schale geben und dann durchmischen

Je gleichmäßiger der Überzug, desto krosser werden die Süßkartoffelpommes.

Einen Liter Rapsöl in einer Pfanne, oder im Topf erhitzen. Ich habe auch noch Cordon bleu ausgebacken, da bot sich die Pfanne an. Zusätzlich gab es auch noch sloppy joe Burger, womit sich dann wieder der Kreis für die Süßkartoffelpommes schließt. Ich habe einen zweiten Liter Rapsöl in Reserve, weil man den immer braucht, wenn man frittiert, oder eben nicht. Haben ist besser als zu brauchen 

Wenn am Holzgegenstand die Blasen aufsteigen, ist das Öl heiß. Herd läuft auf Vollgas. 

Die erste Rutsche Süßkartoffelpommes werden frittiert. 130 Grad soll das Öl haben. 

Gegen Fettspritzer hilft ein Pfannendeckel

Bei mir dauert es vier bis fünf Minuten bis die Oberfläche der Süßkartoffelpommes beginnt weiß abzubinden. Das wird mal die knusprige Kruste.

Danach kommen die Süßkartoffelpommes in ein Sieb zum Abkühlen und wir wiederholen den Vorgang mit den nächsten Ladungen. Nicht zuviele Pommes auf einmal garen, dann sinkt die Öltemperatur zu sehr und es wird nicht mehr frittiert, sondern lediglich gekocht. Das Öl muss richtig sprudeln

Der zweite Frittierdurchgang soll dann bei 170 Grad stattfinden und man kann mit dem bloßen Auge erkennen, wie die Pommes dunkler und kross werden

So sollen sie aussehen, möglichst goldbraun und knusprig. Die dunkeln auf dem Teller immer noch nach. Dauert auch je nach Temperatur um die drei Minuten. 

Das ist nach dem zweiten Durchgang im Öl 

Die nächsten Ladungen bekommen das zweite Ölbad

Hier ist alles fertig, nun wird gesalzen. Ich habe nur einmal draufgebissen, um mich vom Crunch zu überzeugen, aber nicht durchgebissen, weil ich den Geschmack auf den Tod nicht mag. Den habe ich schon im Mund, wenn ich darüber schreibe. Aber ich freue mich, wenn die anderen das mögen.

Hier gibt es die Süßkartoffelpommes zu einem Sloppy Joe Burger. Das ist ein echtes Heimspiel 

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit. 

6 Kommentare

  • Haifisch

    Die Mehlierung mit Stärke ist der Game-Changer.
    Das hab ich auch durch probieren gelernt.
    Nur den Schritt mit dem Wässern lass ich weg.
    Schneiden, mehlieren, frittieren. Bei mir geht es.
    Hängt aber wie so oft an der Kartoffelsorte.

    • Gibt es verschiedene Süßkartoffeln? Ich bin da nicht im Thema und umfahre sie alle, bis auf Zuruf

      • Haifisch

        Aber sicher 🙂
        Sie unterscheiden sich schon optisch.
        Es sind ja Kürbisse (wusste ich nicht),
        und davon gibt es unzählige Sorten..
        Also hat die Untersorte Süsskartoffel
        auch viele Untersorten.

        • Sind Windengewächse und wachsen im Gegensatz zum Kürbis unter der Erde. Schmecken aber auch scheiße. Ich habe mich schlaugelesen

          • Haifisch

            Ich glaube, ich google das jetzt nochmal.
            Kürbis oder Winde, das ist schon ein Unterschied 🙂

            Also Wiki sagt, es gehört zu den Nachtschatten
            wie die Kartoffeln, und dort zur Untergruppe Winden.

            Die sind für den Laien nur noch insofern verwandt,
            als dass beide unter der Erde wachsen.

            Okay, also nix Kürbis.
            Kartoffeln und Süsskartroffeln sind die gleiche Klasse (Nachtschatten),
            aber verschiedene Unterformen.

          • ja, scheußliches Zeug.

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