Avocadosuppe

Früher mochte ich gar keine Avocados. Dann habe ich herausgefunden, dass es einfach nur auf die Zubereitung ankommt. Die haben eine schöne cremige Konsistenz, aber schmecken erstmal nach nichts, wenn man ihnen das nicht mit reichlich Salz und Pfeffer und einem gerüttelt Maß an Säure beibringt. Ansonsten soll Avocado sehr gesund sein und zählt zu den Superfoods. Also irgendwas, was einen besser joggen, Dauererektionen verursacht und einen hundert Jahre alt werden lässt. Genau meine Welle, also her mit der Avocadosuppe. Ich habe von meiner Lieblingsmichaela eine ganze Kiste Kochkarten aus den achtziger Jahren bekommen. Da werden Avocados noch als ganz heißer Scheiß gehandelt. Heute gibt es die ja schon in jedem Supermarkt.

Zutaten:

3 Avocados
700 Milliliter Gemüsebrühe (anklicken)
1 Topf Sahne 200 Gramm
4 Esslöffel Naturjoghurt
8 Esslöffel Weißwein
1 Zitrone
Salz
PfefferDie Avocadosuppe hat mich schon lange angeschaut, aber ich mochte da nie so richtig ran. Als ich Dienstag nach der Arbeit noch Quark holen musste, fielen mir die auf 59 Cent reduzierten Flugavocados ins Auge und dann hatte ich keine Gründe mehr, um es nicht zu tun. Die heißen Flugavocados, weil sie so lange am Baum hängen bleiben, bis sie reif sind und dann schnell in die Zielmärkte geflogen werden, weil sie dann schon verzehrbereit sind und nicht noch erst zuhause im Liegen nachreifen müssen.
Die habe ich jetzt mal bei Lidl gekauft. Bei meinem Gemüsehakan haben die innen schon immer braune Stellen, kosten dort aber auch deutlich weniger als 59 Cent pro Stück, wenn ich die sonst einkaufe.
Kern mit einem Löffel aus der Avocado hebeln. Ich habe die in Wasser eingelegt und hoffe, dass ich daraus neue Pflanzen züchten kann. Klappt bei mir aber im Normalfall nie. Keine Ahnung warum.
Ein Glas selbst eingekochte Gemüsebrühe.
Brühe in den Topf kippen und erhitzen
2,5 Avocados mit dem Esslöffel aus der Schale holen und in die Brühe geben, während sie erhitzt
Eine halbe Avocado zur Seite stellen.
Avocadohälfte in feine Scheiben schneiden
In eine kleine Schüssel legen und mit Zitronensatz beträufeln, damit die Avocado nicht braun wird.
Während die Brühe warm wird, im mal wieder von oben in die Avocados stechen, damit sie kleiner werden. Das wird zwar noch püriert, aber macht es leichter.
Wenn die Avocadosuppe heiß ist, kann man sie pürieren
Mit dem Zauberstab, oder einem Pürierstab pürieren.
Super grün, wie ein VW Golf Baujahr 1977
Nun kommt folgendes in die Suppe, die jetzt auf dem Herd nur noch auf kleinster Temperatur steht.
8 Esslöffel trockener Weißwein
1 Topf Sahne
4 Esslöffel NaturjoghurtSalz und Pfeffer aus der Mühle und der Rest Zitronensaft aus der Zitrone, mit der Ihr die Avocadostücke vor dem Oxidieren bewahrt habt.
Probiert mal, ob Ihr alles drin habt. Ich musste noch ein bisschen nachsalzen und ein wenig mehr Säure geben, aber das ist Geschmackssache
Wenn Euch die Suppe schmeckt, geht es auf den Teller.
Tiefe Teller, oder Suppentassen verwenden.
Von den geschnittenen Acocadostücken nehmen, damit man auch weiß, welche Suppe auf dem Teller ist.
Gerne noch ein bisschen Grünkraut, weil das gut aussieht und Frische gibt. Ich habe Basilikum genommen, aber Schnittlauch, oder Petersilie wären genau so gut.
Das ist eine tolle cremige Suppe, zu der mir alle Vergleichsmöglichkeiten fehlen, denn sowas habe ich in der Form noch nie gegessen. Sehr cremig, sehr rund und lebt wie gesagt davon, dass Ihr der Avocado erzählt, wie sie schmecken soll. Die gibt nur eine tolle Basis durch die eigene Konsistenz
Eine schöner Start in ein sommerliches Menü, oder bei der Hitze auch ein komplettes Gericht, wenn man noch ein wenig Brot dazu hat. Schmeckt auf jeden Fall toll und damit kann man aus Avocadophobikern Avocadofreunde machen.
Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit

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