Maronenpizza

Unverhofft kommt oft. Ich war mit meiner Marga einkaufen und eigentlich hatten wir alles in Sack und Tüten. Da sind wir dann beim Kaufland noch an einem Gemüsestand im Gang zum Parkdeck vorbei gekommen und da gab es Samstag gegen Feierabend jede Menge Gemüse zum Sonderpreis. So einen Korb Maronen für 5 Euro zum Beispiel. Da habe ich gleich zwei genommen, weil das zumindest in meinem Pilzuniversum etwas besonderes ist und ich damit noch nie gekocht habe. Weil meine Tochter so gerne Pilzpizza isst, habe ich einen Korb Maronen zu Pizzaauflage verarbeitet.


Zutaten:

Pizzateig selbst gemacht (anklicken)
500 Gramm Maronen
1/2 Gemüsezwiebel ca 200 Gramm
1 Knoblauchzehe
20 Gramm Butter
Salz
Pfeffer
Majoran
200 Gramm saure Sahne
150-200 Gramm Käse, wie Emmentaler, Edamer, oder Gouda
Petersilie

Pilze bürsten, damit es hinterher im Mund nicht knirscht, aber die Maronen waren schon recht sauber und man musst damit nicht viel anstellen.
Pilze unten am Stiel abschneiden und dann in Scheiben schneiden.

Gemüsezwiebel häuten
Gemüsezwiebel in Scheiben schneiden
Möglichst fein schneiden schadet nicht.
Eine Knoblauchzehe abziehen
Knoblauch hacken
Butter in der Pfanne erhitzen.
Meinen Pizzateig lasse ich immer im  Kühlschrank reifen. Ich mache welchen aus einem Kilo Mehl, dann gibt es zwei Bleche Pizza für die Sippe und diese Menge bleibt übrig und die darf dann im Kühlschrank jeden Tag besser werden. Wenn ich dann wieder eine größere Menge Teig brauche, mache ich den neu und mische den gereiften Teig darunter. Dann hat der gleich deutlich mehr Charakter, als wenn man den gerade erst frisch gehen lässt. Wenn die Kinder im Bett sind und ich brauche nur mal zwei runde Pizzen für meine Frau und mich, dann verbrauche ich den gereiften Teig auch schon mal. Generell arbeite ich aber nach dem oben beschriebenen Prinzip.
Backblech bemehlen
Zwiebeln in die Pfanne / den Wok werfen und anschwitzen
Das Mehl vom Backblech in den Teig einkneten, damit er nicht mehr am Blech kleben bleiben kann und dann mit einem  Nudelholz bis in die Ränder ausrollen.
Wenn die Zwiebeln leicht Farbe bekommen, ebenfalls die Maronen in die Pfanne geben.
Alle Zutaten miteinander vermischen. Ich habe bislang keine Gewürze in der Pfanne, damit die Pilze nicht so brutal entwässer werden, sondern langsam reduziert werden und eine schöne Farbe bekommen.
Wenn das Wasser ausgebraten ist und die Zwiebeln, sowie die Maronen Farbe bekommen haben, würze ich mit Salz, Pfeffer und Majoran.
Nun einen Topf saure Sahne dazu gießen
Alles verrühren, abschmecken, ob alles drin und dran ist, danach Herd abstellen.
Den Pfanneninhalt gleichmäßig auf dem ausgerollten Pizzaboden verteilen.
Backofen auf voller Pulle 10 Minuten anheizen. Das ist bei meinem Gasofen Stufe 8, Bei Euch um die 250 Grad. Gebt einfach Vollgas.
Petersilie hacken
Petersilie auf der Pizza verteilen.
Käse zum Reiben.
Ich würde für so ein halbes Blecht 150 bis 200 Gramm Käse reiben.
Käse auf der Pizza verteilen und für 10 bis 12 Minuten backen. Ich habe nur Unterhitze und das wäre bei Pizza auch mein Tipp an Euch.
Ich habe bestimmt irgendwann schon mal Maronen gegessen, aber das ist so lange her, dass ich Euch nicht mehr hätte sagen können, wie das war. Deswegen war ich sehr gespannt.
Maronen sind deutllich weicher als Champignons. Das ist ja die tägliche Pilzreferenz, die man meistens auf dem Tisch hat. Der Geschmack ist angenehm pilzig, die Konsistenz cremig und das passt sehr gut zum Käse, der sauren Sahne und dem knusprigen Boden.
Bei meiner Frau war ich mir sicher, dass sie das mag und auch von meinen Kindern kamen nur positive Rückmeldungen, wir hatten nämlich nur drei am Tisch und die Schnekerliese hat auswärts geschlafen und gegessen. Vorsorglich hatte ich aber auch noch ein Blech Salamipizza gebacken.
Sehr lecker und zumindest bei mir mal etwas ganz anderes. Sehr zu empfehlen, wenn Ihr die Chance habt Maronen zu bekommen und keine Idee, was man damit anstellen könnte.
Viel Spaß beim Nachbacken und einen guten Appetit.

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