Rotkrautsalat wie bei Russen

Ich habe keine Ahnung, ob es in Russland so einen Salat gibt. Ich bin auch nicht mehr in der Gruppe für russisches Essen, seit ich da mal gefragt habe, wieso sie am neunten Mai alles Russen und Gewinner sind, aber den Rest des Jahres alle Annehmlichkeiten als Deutsche mitnehmen, um trotzdem bei jeder Gelegenheit darauf hinweisen, dass es in Russland viel schöner ist? Ich nenne das trotzdem russischen Rotkrautsalat, weil ich den genau so gemacht habe, wie den Weißkrautsalat, der nachweislich russisch war. Mein Gemüsehakan (Kreuzberger) hat mir aber mal gesagt, dass die Russen bei ihm im Mix Markt nur Weißkraut kaufen, deswegen hatte er nie Rotkraut. Macht nix, die hatten ja auch ne Rotfront und Weißrussland, dann können sie auch Kohlsalate in zwei Farben haben.

Zutaten:

800 Gramm Rotkohl
3 Möhren
150 Milliliter Branntweinessig
150 Milliliter neutrales Pflanzenöl (Raps, oder Sonnenblumenöl)
2 Esslöffel Salz
3 Esslöffel Zucker
1 Esslöffel Pfeffer
1-2 Esslöffel Dill

Möhren schälen

Möhren auf der Standreibe in feine Scheiben hobeln

Rotkohl vierteln

Den weißen Strunk ausschneiden

Danach den Rotkohl erstmal in Streifen schneiden.

Die Streifen, mehr oder minder grob in Würfel schneiden, oder hobeln, was ich aber zu fein finde.

Das könnte Ihr aber so machen, wie Ihr es am liebsten selbst mögt.

Ab in die Salatschüssel damit.

Essig abmessen und im Topf erhitzen

Branntweinessig ist die einfache Variante. Wer es besser mag nimmt Weißweinessig. Das ist dann aber natürlich weniger authentisch, weil ich echt nix aus Russland kenne, das sich durch besondere Filigranität auszeichnen würde.

Essig zum Kochen bringen

Rapsöl abmessen

Öl zum kochenden Essig geben

Salzen

Zuckern

Pfeffern

Nach dem Würzen, wird der Herd abgestellt.

Frischer Dill war gerade nicht da, deswegen habe ich den getrocknet genommen. Je frischer desto besser. Ich habe nur einen Esslöffel genommen

Das heiße Salatdressing über das Rotkraut und die Möhren gießen

Alles vermischen

Den Rotkrautsalat mindestens 2 Stunden abgedeckt ziehen lassen.

Ich habe ihn dafür mit einem Teller abgedeckt. Danach kann man den Salat über Monate im Kühlschrank lagern. Durch Essig und die Gewürze ist der gekühlt ewig haltbar und schmeckt jeden Tag noch besser. Der wird Euch gefallen.

Hier ist der russische Rotkrautsalat servierfertig.

Toller Biss und super Geschmack. Nicht zu süß und nicht zu sauer, auch nicht zu salzig. Ich bin nachhaltig begeistert. Den Salat habe ich nach dem Wochenende mit nach Bayern genommen und dort mit ein paar KollegInnen mit Weißkraut, selbst gekochtem Senf und langsam gegarten Schweinebauch auf Brötchen gegessen. Die wissen da jetzt auch, dass ich nicht nur von Essen rede.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen guten Appetit.

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